Maizière und Afghanistan

Trotz ca. 70 000 ziviler Toter und einer ebenso großen Zahl von Verwundeten konnte der seit 15 Jahren andauernde Kampf gegen den Terror in Afghanistan durch westliche Verbände, darunter auch welche der Bundeswehr, noch nicht erfolgreich abgeschlossen werden.  Der deutsche Innenminister ist gemeinsam mit der dortigen Regierung, die  inzwischen in einem Land mit ca. 31 Mio. Einwohnern über eigene Sicherheitskräfte von 350 000 Mann verfügt, zu dem Schluss gekommen, man könne sich dort  sicher fühlen, vorausgesetzt Amerikaner und Deutsche unterstützen weiterhin die Sicherheitsbemühungen der dortigen Regierung. Dummerweise begreifen das nach insgesamt fast 40 Jahren Krieg vor allem junge Menschen nicht. Sie versuchen sich den dort herrschenden Zuständen zu entziehen. Da fragt man sich schon: „Wie kann man sich nur unsicher fühlen in einem Land, in dem knapp über ein Prozent der Bevölkerung offiziell zum Töten legitimiert ist und dazu noch ein paar andere aus diesem oder jenem Grund herumballern?“

Nur wenn man Geflüchtete konsequent zurückschickt, können sie zuhause von überzeugten Demokraten ehrlich über die insgesamt gute Sicherheitslage in ihrem Land informiert werden, nicht wahr, Herr de Maizière? Zumindest bei einem Teil der deutschen Bevölkerung kommt das sicher gut an.

Quellen:

„13 Jahre hat die International Security Assistance Force (ISAF) ihren Beitrag zur Sicherheit in Afghanistan geleistet. Der ISAF-Einsatz endete am 31. Dezember 2014. Viel wurde seither erreicht. Die afghanischen Sicherheitskräfte haben inzwischen eine Stärke von rund 350.000 Mann und die Verantwortung für die Sicherheit in ihrem Land übernommen. Sie dabei zu unterstützen, diese Verantwortung wahrzunehmen, ist Ziel von Resolute Support. Deutschland beteiligt sich seit dem 01. Januar 2015 an Resolute Support gemäß des Beschlusses des Deutschen Bundestages vom 18. Dezember 2014 mit bis zu 850 Soldaten. “ [ http://www.einsatz.bundeswehr.de/portal/a/einsatzbw/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9pPKU1PjUzLzixJIqIDcxu6Q0NScHKpRaUpWql5iWnpGYl1lckpinX5DtqAgAq46kFA!!/ ]

„Die US-amerikanische Brown Universität listet auf, wie viele Todesopfer der Afghanistan-Krieg seit 2001 gefordert hat. Das Ergebnis: Rund 68.000 Menschen haben ihr Leben verloren, seit die internationalen Truppen in das Land eingerückt sind und das Taliban-Regime gestürzt haben. Etwa genauso viele wurden seitdem verletzt. “ [ http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-rund-68-000-todesopfer-laut-studie-seit-2001-a-1036670.html ]

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