Schenken heute

Wahrscheinlich sind in unserem Dorfladen nächste Woche die Lebkuchen alle. Sie werden jedes Jahr im Januar bestellt, im August geliefert und nur die weniger guten reichen bis zum 1. Advent. Da fängt man an vorausschauend zu denken.

Veränderungen
Vom Selbstgemachten zum Gekauften?
Vom mit Bedacht Gewählten zum Gutschein?
Der seuchenbedingte, fortschrittliche, digital ermöglichte persönliche Kompromiss 2021 bestimmt wahrscheinlich nicht allein bei mir die Zeit bis Weihnachten:

Gestalten und Beauftragen individualisierter Massenware wie
-Trinkbecher mit dem Bild von Opa
-thematische Fotobücher mit den besten der 10.000 Knipsereien der letzten 20 Jahre (seit Etablierung der digitalen Fotografie gibt es keine materielle Obergrenze mehr für die Produktion misslungener, mit dem besten Bearbeitungsprogramm nicht verbesserbarer Aufnahmen)
-selbst gestaltete Plakate, Kalender, Karten
Jahrbücher
-Familienfotos in besonderer Aufmachung
-Kleidung mit Monogramm (vom Bademantel bis zum Turnschuh)

Nicht zu vergessen:

GUTSCHEINE

Diese Lösung entdeckte ich schon vor langer Zeit, nämlich als Pubertier. Mein Meisterstück: eine selbstgestrickte Couchdecke aus Polyamid für meine Mutter nach einer Anleitung in der „Brigitte“. Als sich abzeichnete, dass sie wohl zum Geburtstag nicht fertig werden würde, fertigte ich angesichts meiner tatsächlichen Möglichkeiten ein Puzzle mit 6 Teilen an. Jeweils zum Geburtstag und zu Weihnachten überreichte ich ein Puzzleteil mit selbstgestalteter Glückwunschkarte. In der Tat: die Decke wurde zum dreijährigen Vorhaben und anders als (regierungs-)amtliche Vorhaben tatsächlich fertig.

Gutscheine sind heute, dem persönlichen Geldbeutel angepasst, an der Supermarktkasse leicht zu erwerben. So gut wie jeder, der körperlich noch in der Lage ist selbst einzukaufen, kennt die Drehständer. Nicht einmal Bares ist zum Erwerb eines solchen Kärtchens nötig.
Wer sich von seinem digitalen Gerät gar nicht trennen kann, kann auch direkt bei „Schnrzlpfrmpf“ einen weihnachtlich gestalteten Gutschein, je nach Geschmack geschmückt mit Rentier, Weihnachtsmann, Stern von Bethlehem… , bestellen und per Mail zusenden lassen.

Die gegenwärtig um sich greifenden Geschenklösungen ähneln auf entsetzliche Art den Kundengeschenken zum Jahreswechsel. Auch dann, wenn man den zusätzlichen Aufdruck „Ihr Heizöllieferant Himpfelshofer“ als Privatperson eher nicht umsetzt.

Genauso wie bei Werbegeschenken könnte man im Freundeskreis darum bitten, von der Zusendung abzusehen.

BITTE, NIX!

Fröhliche Geber ohne Werbeetat erhalten durch diese Rückmeldung die Möglichkeit ihre alljährlichen Kontingente zu erhöhen für

  • oxfam
  • Ärzte ohne Grenzen
  • den Freidenkerverband
  • die Rote Hilfe
  • das örtliche Friedensforum
  • … oder die DLRG, die sich dankenswerterweise bemüht, die ausgefallenen Schwimmstunden für das Seepferdchen nachzuholen. (Die Freunde wissen zwar noch nicht, wie sie das schaffen sollen…)
  • die eigene Gemeinde gleich welcher Art…

Nicht vergessen: alles was nicht hergestellt wird, könnte – erraten! – ein persönlicher Beitrag zum Klimaschutz sein.
Auch wenn das faktisch so nicht stimmt, denn alles was wir nicht bestellen, ist schon längst hergestellt und kommt in die Tonne, wenn wir s nicht kaufen und verschenken. Nächstes Jahr ist nämlich wieder etwas anderes angesagt. Man kann den Vorgang nur verlangsamen: durch eine Zwischenlagerung im Keller, auf dem Dachboden, im Schuppen … .
Eine umgehende Vernichtung im Herstellungsland bietet sich also an. Wenigstens Schiffsdiesel würde dadurch evt. weniger verbraucht.
Ein besserer Mensch als ein Gutscheinverzichter kann man an Weihnachten nicht sein.

BITTE, NIX!


Allen, die alten Traditionen folgend gemeinsam mit anderen tatsächlich etwas zu feiern haben, sei eine Reihe gemeinsamer Tage in froher Runde bei gutem Essen zu gegebener Zeit von Herzen gewünscht. Es darf auch gesungen werden.

Corona

Man muss sich schon fragen, warum seit März 2020 ohne Unterbrechung von regierungsamtlichen Stellen die folgende Feststellung und Einsicht nie benutzt wurde, um den Menschen unter 60 Lebensjahren Einschränkungen der Grundrechte und massive wirtschaftliche Einbrüche zu ersparen. Die unten wiedergegebene Tatsache trifft auf alle jahreszeitlich beeinflussten viralen Erkrankungen zu. Diese Erfahrung spiegelt sich in allen Überlieferungen des Volkswissens wider, die in die Richtung gehen: „Im Winter sterben die Leut.“ oder „Wer einen Winter gerade noch bewältigen konnte, stirbt im nächsten.“
Nach den Festlegungen der Grippe-Überwachung des RKI dauert der Grippe-Winter von der 40. Kalenderwoche des einen bis zur 20. Kalenderwoche des nächsten Jahres.


„Unter den insgesamt 653 COVID-19-Fällen mit Impfdurchbrüchen, die verstorben sind, waren 492 (75 %) 80 Jahre und älter. Das spiegelt das generell höhere Sterberisiko – unabhängig von der Wirksamkeit der Impfstoffe – für diese Altersgruppe wider.

Quelle: Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts vom 30.09.2021;
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2021-09-30.pdf?__blob=publicationFile; abgefragt am 03.10.2021; 8:33

Als „Impfdurchbruch“ bezeichnet das Robert-Koch-Institut folgendes:

Quelle: Siehe oben

Damit wird von der vom RKI gleichzeitig verwendeten Festlegung abgewichen, jemand sei infiziert bzw. erkrankt, wenn ein positiver PCR-Test vorliegt. Die „asymptomatischen Fälle“, positiv getestete Menschen ohne Symptome, wurden seit März 2020 konsequent in den täglichen Berichten den Infizierten zugeschlagen, als Kranke gezählt, um möglichst erschreckende Werte zu erzeugen und die Bevölkerung zu verängstigen.

Liebe politische Verantwortungsträger in Bundestag und Regierung: Ihr könnt mich mal… . Wer auch immer demnächst regiert: Es ist garantiert keine Person darunter, die meines Vertrauens würdig wäre.


#alles auf den Tisch

Die Beiträge zu bestimmten Themenkreisen sind unter https://www.allesaufdentisch.tv/ aufzurufen.

Fähigkeit und Wille sich bürgerlichen Fragen zu stellen, sind an den schwarzen Feldern abzulesen, die bei einer ganzen Reihe angefragter Experten/Fachidioten vor allem einen Charakterzug erkennen lassen: Selbstüberschätzung. Treffer! Solchen Leuten zuzuhören bringt eh nichts.

Hütet euch vor ihnen. Für die gilt nicht „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“ sondern „Hier stehe ich nicht, denn ich habe andere Interessen zu vertreten als eure.“ Das müsste langsam klar werden.

Der Demokratiekoeffizient

Je mehr Volksvertreter, desto mickriger die Demokratie.
Um weltweit vergleichbare Zahlen generieren zu können, hat deshalb die WTO (= Welthandelsorganisation der UN) als Maß der Demokratiequalität die Zahl der Volksvertreter pro 100.000 Bürger gesetzt.
Dieser Koeffizient liegt in der BRD für die Kammer, die staatsweit durch Direktwahl bestimmt wird, den zukünftigen deutschen Bundestag, bei rd. 0,88, für China bei rd. 0,21, für Großbritannien bei rd. o,97, für die USA bei rd. 0,13. Das Ranking überlasse ich den Leserinnen.

Weil manche das Relativieren verlernt haben:
indirekt proportional verhalten sich zwei Größen, wenn man die Beziehung in die Worte kleiden kann: je mehr, desto weniger. In Bezug auf die zurückliegende Bundestagswahl, läuft derzeit eine Veranstaltungsreihe unter Vorgaukelung eines offenen Ergebnisses mit Namen „Koalitionssuche“.

In der Nach-Merkel-Ära geht nach zwei 16 Jahre dauernden Aussitzveranstaltungen unter Kohl und Merkel – unterbrochen von einer kurzen Periode vorgetäuschter Alternative mit 7 Jahren Schröder – der deutsche Bundestag in seine größte Phase: 735 Mandatsträger werden sich dort treffen. Ist das angesichts der anhaltenden Seuchenlage noch vertretbar?

Manche Leser meinen sicher, dass meine Rechnung nicht stimmt, weil ich Größen miteinander in Beziehung gesetzt habe, die nichts miteinander zu tun haben. Genau dieses Problem müsste man wissenschaftlich diskutieren.