große Politik – Politik der Großen

Hunger, Frieden, natürliche Lebensbedingungen – das sind die drei Themen jenseits des eigenen Gärtchens, um die sich jeder Mensch kümmern sollte. Welche Auswirkungen es hat, überlässt man den „Großen“ die große Politik, erleben wir zur Zeit.

Die Antworten der Großen sind die gleichen wie seit 10 000 Jahren: den Gürtel enger schnallen, Frieden schaffen mit immer mehr Waffen und Einmauern der Schrebergärten.

Ich halte die von manchen Menschen propagierte Ansicht für falsch, wer sich gut um seine eigenen Angelegenheiten kümmere, rette die Menschheit.

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Naja, wer´s braucht…

marktcheck eins plus am 20.11., Beginn 10:45:

Küchenmaschine Thermomix: Ich gebe zu, dass ich ein Fossil bin. Ich habe einen Topf, in dem ich Kartoffeln und Nudeln kochen kann, eine Pfanne, in der ich eine Scheibe Leberkäse braten kann und einen zweiten Topf, in dem ich Gemüse kochen kann. Weil manche mit 3 Gefäßen überfordert sind, gibt es jetzt den Thermomix: Man kann Kartoffeln, Fleisch und Gemüse während einer engen Zeitspanne in einen Topf werfen, der mit Strom versorgt wird. Der schneidet dann alles zurecht und zaubert daraus etwas Heißes, Essbares. Die Tester waren überrascht, dass bei allen Geräten ein Brei aus verkochten Nudeln entstand, vermischt mit halbgarem Fleisch.

Funkschlüssel für KFZ: Autodiebe haben erkannt, dass man die vom Schlüssel gesendeten Daten, die durch die Luft schwirren, abfangen kann und anschließend mit Hilfe eines Computers das Auto knacken. Mein alter Golf II wurde trotz seiner Dellen und Rostlöcher zwei mal mit Hilfe eines Metallhakens geöffnet und kurzgeschlossen. Das ist der Fortschritt: Wer heute ein Auto knacken will, braucht ein Smartphone, früher reichte ein zurechtgebogener Draht-Kleiderbügel.

Finanzberatung von Banken und Sparkassen: 50 % der Bevölkerung verfügen über keine nennenswerten Rücklagen. Das öffentlich rechtliche Fernsehen hilft bei der Qualitätskontrolle einer Dienstleistung, die maximal 25 % der Bevölkerung brauchen. Der reale Beratungsbedarf für die Mehrheit der Bevölkerung liegt bei der Frage: „Sparen oder Ratenkauf?“

 

Ende des Schweißes?

Ich beginne, die Visionen mancher Sozialisten und Sozialistinnen wirklich für solche zu halten. „Das Ergebnis könnte eine Welt ohne monotone, gesundheitsschädliche Schinderei sein, ohne Armut und Angst vor der Zukunft.“ [Seite 7, Arbeiterstimme Nr.190 – Winter 2015]. Ein solcher Zustand lässt sich möglicherweise herstellen. Die Aussage: „Die Drohung der Bibel `Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verdienen´ wäre endgültig Vergangenheit.“  im selben Absatz halte ich aber für vermessen. Dass bestimmte Formen von Arbeit überwunden werden können, steht außer Zweifel – dass Bedürfnisse irgendwann in ferner Zukunft ohne Arbeit befriedigt werden könnten, kann man als utopische, menschliche Hoffnung stehen lassen. Schafft aber der Sozialismus  die Notwendigkeit ab, sich die materiellen Grundlagen menschlicher Existenz zu beschaffen? Besteht wirklich die Aussicht, dass Astralleiber ohne Nahrungsaufnahme durch die Welt schweben? Dann wären wir wohl da, wo Materialisten nicht sein wollen: im Himmel!

Der Mensch muss seiner Umwelt die Überlebensmittel entnehmen und sie sich verfügbar machen. Das ist Arbeit. Sollten irgendwann 3-D-Drucker Brot `backen´ wird es immer noch jemanden geben müssen, der die Produktion programmiert und  sich an der Entwicklung der  Kohlehydratpaste für die Spritzdüsen beteiligt. Ach, Leute,  ohne Arbeit geht halt nix!

An die Frage, ob dieses Brot dann auch schmeckt, will ich gar nicht rühren. Tendenz ist im Moment eher, dass immer mehr Leute sich die Zeit nehmen, ihr eigenes Biobrot zu backen, weil sie die Industrieprodukte nicht mehr wollen. Zu diesem Schluss komme ich zumindest, wenn ich die Abteilung „Mehl“ in unserem Dorfsupermarkt betrachte.  Ist das dann keine Arbeit, sondern Selbstverwirklichung?

Mer frochd hald so…

Wie unterscheiden  Menschen, die  über sich sagen: „Neger schauen für mich alle gleich aus“, Nordafrikaner, Iraner, Afghaner und dunkelhaarige bayerische Nutzer von Sonnenbänken?

Wie kommt es, dass Frauen, die gerne an Ereignissen mit einem sehr hohen Risiko von Übergriffigkeit alkoholisierter Männer teilnehmen [öffentliche Silvesterfeiern, Volksfeste, Karneval,  Public Viewing von Sportveranstaltungen …] urplötzlich in der Nacht vom 31. 12.2015 auf den 01.01.2016 von geschärftem Wahrnehmungsvermögen befallen werden und massenhaft Anzeige erstatten?

Wie vielen Männern kamen in dieser Nacht Geldbeutel und Handys abhanden, die das lieber unter dem Deckel halten, als zuzugeben, dass sie sich von Männern haben „antanzen“ lassen?

Wo hielten sich zu dem Zeitpunkt „deutschstämmige“ Männer auf?

Woher wissen die vielen Empörerinnen und Empörer, mit und ohne politischen Rang, spätestens am 02. Januar was passiert ist? –  Gemeinhin kann man davon ausgehen, dass 10 Augenzeugen zehn verschiedene Vorgänge berichten und es Zeit braucht, sich ein Bild zu machen, das einigermaßen der Wirklichkeit gerecht wird.

 

 

Integration und Wahlrecht

„Am Ende dürfen die Integrierten auch noch wählen!“ Gesprochen mit einem Unterton der Empörung in einem deutschen Wirtshaus am 03.01.2015. Ich bin schon lange dafür, dass nur  diejenigen wählen dürfen, die integriert sind. Sie erreichen in ihrer Muttersprache das B2-Niveau des europäischen Referenzrahmens (siehe http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/),  kennen und achten die Verfassung  und schlagen ihre Frauen nicht.

Kalenderwechsel

Jetzt sind die Tage wieder gekommen, in denen ich alljährlich die Geburtstage in den Kalender des kommenden Jahres eintrage, in der Hoffnung zukünftig niemandes Geburtstag mehr zu vergessen. Wie in den zurückliegenden Jahren seit etwa 1958 wird es mir auch in 2016 wahrscheinlich nicht gelingen, Frau L., Karl-Heinz, Brigitte … an ihrem Geburtstag anzurufen. Es war noch nie anders, trotz der alljährlichen Übertragung in den Wandkalender, den Taschenkalender, den Terminplaner, den digitalen Terminplaner … Freundinnen und Freunde, macht Euch darauf gefassst: Ich werde Eure Geburtstage wieder vergessen.