Heimaten

Bei uns ist es Eltern eine Beruhigung  zu wissen, dass fast alle Kinder so werden wie die anderen Kinder, die zu dieser Zeit an diesem Ort geboren werden.

Anderswo gibt es kaum Entsetzlicheres als die Vorstellung, die Kinder müssten das vorhersehbare Los all derer teilen, die zu dieser Zeit an diesem Ort leben und geboren werden.

Dann machen sich Eltern, Mütter, Väter, Kinder auf den Weg und suchen einen Ort, der Heimat werden kann.

Eine Heimat zu haben ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Es wird zum Privileg. Manche von uns haben dafür gesorgt, dass es so ist. Vor allem die Heimatduseligen.

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Rosenholz

Über etwa 20 Jahre haben der liebe Gott und meine persönliche Faulheit dazu beigetragen, dass ein Rosenstämmchen gewachsen ist mit einem Durchmesser von 5 – 8 Zentimeter. Im Herbst des vergangenen Jahres musste ich es fällen. An der Schnittstelle des abgesägten Stamms erkennt man schmale Jahresringe in allen Rosenfarben zwischen Rosa, Pink und Rot. Sabine aus T. wird daraus Perlen und Lochscheiben drechseln, die man sich um den Hals oder ans Ohr hängen kann. Aus dem Wurzelstumpf wird der Rosenstrauch neu treiben. Ein Morgen gibt es immer, auch wenn die Zukunft nicht rosig ist.