Das Elend der Philosophie, die 351-ste…

Die Kulturindustrie hat sich aller Sparten bemächtigt, die nicht unmittelbar praktischen Zwecken dienen und sie dem Markt ausgeliefert. Was sich gut verkauft, muss gut sein. Wenn sich „Kritik“ gut verkauft, ist sie gut.

Der  Wandel der Berufe betrifft also auch den des Philosophen. Dieser bedient das Marktsegment  der sich selbst als „informiert, kritisch, gebildet, sprachlich ausdrucksfähig“   einschätzenden Bürger. Marx von den Füßen auf den Kopf stellend schwadroniert  Richard David Precht über die  unausweichliche Zukunft „unserer“ gegenwärtigen Gesellschaft. Ob er mit Zukunft morgen meint, übermorgen, Ende dieses Jahrhunderts oder irgendwann bleibt unklar. Kriterien, die dieses „uns“  konstituieren, umredet er geschickt. „Wir“ müssten jedenfalls den anstehenden Herausforderungen auf menschliche Weise gerecht werden.

Man kann Herausforderungen auch zurückweisen. Man kann sich auch mit guten Gründen entschließen, ihnen menschlich NICHT gerecht zu werden oder gerade nicht gerecht zu werden, weil man sich für menschlich hält.  Auch das ist menschlich.

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Populismus

Auch wenn sie nichts sagen, können Wörter ganz schön viel zum Ausdruck bringen. Das Wort „Populismus“ zum Beispiel: die grandiose Selbstüberschätzung mancher Menschen mit Abitur, gepaart mit der Missachtung des Verstandes von Menschen, die klare und konkrete Aussagen als möglich und wünschenswert ansehen.