Henne und Ei

Wenn die Befürchtung aufkommt, dass auch in Deutschland – unter den seit 1948 nachbeschulten Anhängern der parlamentarischen Demokratie – mehr und mehr Leute ihre bürgerlichen Pflichten verweigern oder bei Wahlen mangels wählbaren Angebots nicht wählen, provoziert das eine Frage: Resultiert das `Wahlenthaltung´ genannte Phänomen aus der Gesichtslosigkeit der Parteien, aus der Gesichtslosigkeit ihrer Vertreter oder aus der Gesichtslosigkeit von Meinungsvertretern wie Wladimir!270!Ulianow, Ramses2 oder Wikinger20783 in den sozialen Netzwerken? Ist das Desinteresse der Bürgerinnen und Bürger Ursache oder Folge des Einheitsbreis, der uns in den Medien begegnet?

Vor kurzem ist mit Unterstützung einer Suchmaschine einem persönlich interessierten Mitmenschen aufgefallen, dass die Floskel „schaute von der Veranda in den abendlichen Sommerhimmel“ unter anderem schon von C. D. , L.M. …. und zuletzt von A. B. verwendet wurde. Abendliche Sommerhimmel bei schönem, warmem Wetter gleichen einander. Jeder von uns hat solche schon des öfteren erfahren. Deshalb sagen uns die Worte etwas. Um einen gebildeten Akzent zu setzen, kann der Autor eine Aussage zum verwendeten Sitzmöbel einbinden: Schaukelstuhl, Plastikliege, Hängematte, Hängekorb… . Der Leser kann sich dann gleich ein Bild machen, ob die erzählte Geschichte in den amerikanischen Südstaaten, in einer karibischen Hütte, in einer Bauhausvilla…. spielt. Einzelheiten zum Mobiliar vermitteln dem Leser gleichzeitig einen Einblick in die materielle Situation des Helden.
Mein Vorschlag: „Die Müdigkeit nach seinem langen Ausritt ließ Charly in den weich gepolsterten Hängekorb fallen, der an einem gedrehten Hanfseil in der Ecke der ausladenden Veranda des weiß gestrichenen Haupthauses hing und ließ ihn den abendlichen Sommerhimmel im Westen genießen, der gerade begann sich vom Rand her zart rot einzufärben „. – „Wer mehr als 5 Wörter aus diesem Satz in der gleichen Reihenfolge verwendet, der hat abgeschrieben“, sagt die Ich-finde-Plagiate-Maschine. Ganz gleich ob etwas über Südstaaten, Sommerabende, Charly, Hanfseile, Korbmöbel oder Rottöne erzählt wird.

Wie Plagiate zu entdecken sind

Was die Suchmaschine nicht weiß: Sie kennt weder die Frage, was ein Plagiat sei, noch die Antwort darauf. Das wiederholte Verwenden weitgehend ähnlicher, verwechselbarer Worthülsen und propagandistischer mehr oder weniger dummer Sprüche durch Politiker:innen ist kein Plagiat.
Die Regeln für Zitationen anderer Autoren sollen nämlich nicht die Leser vor einem Betrug durch angemaßte fremde Federn schützen. Sie sollen auch nicht die Tantiemen der Wortbesitzer steigern. Sie verpflichten den Schreiber darauf – wenn er zu akademischen Ehren gelangen will – zu dokumentieren, woher er seine Weisheit hat. Wahrscheinlich wurde diese Pflicht vor langer Zeit erfunden, um Doktorvätern die Arbeit zu erleichtern. Diese müssen dann nur nachprüfen, ob richtig zitiert wurde und nicht selbst wissen, wer alles vorher so oder so ähnlich das gleiche geschrieben haben könnte, möglicherweise tatsächlich schon geschrieben hat, genau so oder vielleicht ein bisschen anders. Doktormütter und Doktorväter wissen zwar manchmal mehr als der Bewerber, manchmal etwas anderes, sicher nicht alles. Auch bewertende Menschen sind Menschen. Manchmal sind sie faul. Manchmal rechnen sie beim Durchsehen einer Arbeit nicht mit betrügerisch genutzter Frechheit. Manchmal können sie sich nicht vorstellen, dass Schüler und/oder Studis anderen helfen oder dass sich Bettelstudenten Lohnschreiber leisten. Ob jemand korrekt zitiert, ist das wichtig? Die Einhaltung akademischer Regeln ist weder ein Beweis von Rechtschaffenheit noch belegt sie überdurchschnittliche Intelligenz. Die Plagiate eines Herrn K.-T. M. N. J. J. P. F. J. S. Bu-F. v. u. z. G. waren nur deshalb von Interesse, weil ein mithilfe von Beziehungen, neuhochdeutsch Netzwerke, erworbener Doktortitel etwas über Zustände aussagt – nicht über Moral oder Intelligenz des Trägers. Besagter Herr hat nachweislich inzwischen Zutritt zu den gesellschaftlichen Sphären erhalten, die ihm als Nachkömmling des Landadels schon in der Jugend vorschwebten.

Über neue Realitäten

Ich habe das nicht statistisch untersucht – vielleicht hat es jemand anderes getan. Mit folgenden wahrscheinlich zutreffenden Vemutungen versuche ich im Folgenden meinen Aussagen Plausibilität zu verleihen:

  1. Bücher werden heute schnell geschrieben: Eine kratzende Feder war langsamer als es einige geübte Finger auf einer Tatstatur sind. Es ist nicht auszuschließen, dass mensch schneller schreibt als er denkt. Ein Sprinter überlegt zwischen seinen Schritten nicht.
  2. Bücher werden heute leichter geschrieben: Wenn einem zu Äpfeln, Birnen, Mostrich und Benz partout nichts einfällt, kann man im Internet sicher Stellen finden aus Texten anderer Menschen, die dieser sicher bedenkenswerten Kombination schon mal ihre Aufmerksamkeit gewidmet haben. Vielleicht auch nur dreien davon, aber Fundstelle bleibt Fundstelle.
  3. Die Neigung zu lesen ist in der lesefähigen Bevölkerung wahrscheinlich genauso verteilt, wie es die Normalverteilung nach Gauß erwarten lässt. Korrelationen zu Bildung, Lebensalter, Geschlecht aufzudecken könnte möglich sein, aber wie, aber wie, aber wie?1
  4. Eine Arbeit gilt dann als wissenschaftlich, wenn es dem Untersuchenden gelingt a) seine in Zahlen gefasste Probe so zu ziehen b) die Kriterien so zu formulieren c) die Ergebnisse in solche graphischen Darstellungen zu packen, dass sie den Eindruck erwecken, es habe einer geforscht.

Die Regel 4 gilt nach meinem Dafürhalten mittlerweile für alle Wissenschaften. Literaturwissenchaftler nutzen maschinell gestützte Abfragen von Texten eines J. W. v. G über die Häufigkeit des Wortes `Lindenbaum´. Das erlaubt glasklare wissenschaftliche Aussagen zu ihrer Qualität, während „Das Gedicht xyz spricht mich an weil…“ jegliche Wissenschaftlichkeit vermissen lässt.
Wenn einer hilft, Infizierte und Tote zu zählen und in Alterskohorten sortiert, so erwächst daraus die entsetzliche neue Erkenntnis, dass an einem Infekt mehr Alte sterben als Junge. Überraschung! Hätten wir ohne Dr. Dr. Osten einfach nicht wissen können. Wann einer infiziert zu nennen ist und woran er starb fragt keiner. Der Wissenschaft ist das anscheinend recht.

Wissenschaft und Glaube

Offensichtlich hat sich die Wissenschaft so weit von ihren Gegenständen entfernt, dass diese – rechnerisch modelliert und nachvollziehbar – in so weite Ferne gerückt werden, dass sie der menschlichen Wahrnehmung entschwinden: die Gedichte, die Sterne, der Schnupfen und die Verformung von Fahrzeugen nach einem Aufprall. Wozu brauchen wir noch Wahrnehmung, wenn wir Wissenschaft haben.
Manche glauben sogar, dass es keiner verständigen, vernünftigen Menschen mehr bedürfe, wenn es genug Wissenschaftler gebe. Was Elon Musk und seine Freunde für technisch machbar halten, muss keiner Überprüfung durch die Vernunft mehr standhalten.
Wer das meiste Geld hat, kauft sich die besten Wissenschaftler und richtet deshalb die Welt am besten ein? Wirklich? Elon Musk ist groß. Weil wir uns umfassend von der Vorstellung verabschiedet haben, ein gewisser Herr Gott könnte größer sein als alle Menschen – einschließlich Elon Musk – werden letzterem von manchen Mitmenschen gottgleiche Eigenschaften und Fähigkeiten zugesprochen. Das ist im Kern die religiöse Botschaft des Marktglaubens. Alles, was käuflich zu erwerben ist, setzt sich wegen seiner Güte=Qualität am Markt durch: Professoren, Politiker und auch die wegen ihrer großen Empfindlichkeit schnell verwehenden Sträuße reifer Pusteblumen.

Konklusion

Viele wollen die Realität nicht zur Kenntnis nehmen: Um etwas nicht zu glauben, muss man es nicht besser wissen. Wer an die marktförmige Demokratie nicht glaubt, wird im September mit großer Wahrscheinlichkeit keinen Zettel ausfüllen. Manche werden einen leeren abgeben, der dann nicht als demonstrativ erfasst sondern als ungültig gezählt wird. Für diese Entscheidung muss man weder rechts noch links sein, keinen IQ von 150 + x nachweisen können noch einem Glauben anhängen oder einen leugnen. Es genügt völlig, einfach nicht zu glauben, was einem da seit einigen Jahrzehnten als Politik serviert wird. Menschen werden der stets die Köche lobenden Kellner überdrüssig. Nichtgläubige finden derzeit keine Partei, die ihrer Befindlichkeit Ausdruck verleihen wollte. Deshalb wird es im September noch weniger abgegebene oder abgeschickte Wahlzettel geben als in früheren Jahren. So viel Prognose traue ich mir zu. Unwissenschaftlich. Ohne Forsa und Modelle. Ob daraus anschließend Konsequenzen gezogen werden von Berufspolitikern, von Parteien, von gesellschaftlichen Institutionen oder einzelnen Menschen? Wenn ja, welche?

1Wen ich mit dieser dreifach wiederholten Frage zitiert habe? Chapeau gegenüber denjenigen, die es erraten.

Die Pandemie und ich – Folge n

Wir leben gerade in der 24. Kalenderwoche des Jahres 2021 unserer Zeitrechnung. Soeben habe ich in meiner immer wieder aktualisierten persönlichen Zusammenstellung der vom RKI erhobenen und verlautbarten Zahlen die Angaben zu Testungen und Testergebnissen bis zurück in die 16. Kalenderwoche 2021 entsprechend den allerneuesten Angaben des RKI berichtigt. 8 Wochen ( ca. 2 Monate) – die dazu benötigte Zeitspanne wird immer länger – braucht also das RKI um die Daten zu verifizieren, die es für die wissenschaftliche Prognose der für die nächste Zeit anstehenden Wellen benötigt. [Der nächste Winter kommt bestimmt.] `destatis´ hingegen, das Portal des statistischen Bundesamts, glaubt schon nach 3 Wochen über leidlich verlässliche Zahlen zur Sterblichkeit an/mit SarsCoV 2 zu verfügen. Wer greift hier wem vor oder nach? Wurde überhaupt richtig gezählt? Mit welcher Begründung gibt man sich beim Zählen zufrieden mit der Unterscheidung von Äpfeln und Birnen und verzichtet auf wissenschaftliche Genauigkeit hinsichtlich der gezählten Sorten Boskoop, Holsteiner Cox, Gravensteiner, Wintergoldparmäne… und Clapps Liebling, Williams Christ, Gute Luise, Gute Graue… ?
Es gibt übrigens auch beim RKI eine Atemwegsinfektionen unterscheidende Zählung. Nur wird die nicht so gerne verbreitet, wie die Corona-Tageszahlen, die von der Macht um Acht täglich um 20 Uhr in die Welt gesprochen werden. Sie sind hier zu finden: https://influenza.rki.de/Wochenberichte/2020_2021/2021-20.pdf und sehen so aus:

Sreenshot vom 18.06.2021; 6:43;

Diese wöchentlich vom RKI aktualisierte Tabelle lässt mich annehmen [ Bitte Erläuterungen unter * und ** lesen.], dass Wolfgang Wodarg wahrscheinlich Recht hat mit seiner Aussage, dass alte Menschen seit 2020 im Winter genauso an einer Virenmischung sterben wie alte Menschen früherer Zeiten. Nur dass diese Mischung neuerdings u. a. die im Dezember 2019 in Wuhan entdeckte Corona-Version enthält und dazu wahrscheinlich mehrere seiner inzwischen über 46.000 bekannten und benannten Mutationen. [http://cov-glue.cvr.gla.ac.uk/#/home] .
Nur Christian Drosten, der Höchste gleich nach dem Allerhöchsten, weiß, welche davon ganz besonders gefährlich sind. Dieses Wissen wird leider nur denjenigen zuteil, die fest daran glauben, dass die von ihm angeregten PCR-Tests unterschiedlicher Fabrikate verbunden mit unterschiedlichen Vorgehensweisen im Labor tatsächlich vermehrungsfähige Viren im Körper der Probanden nachweisen. [http://cov-glue.cvr.gla.ac.uk/#/home] Die sind die einzigen Viren, die schwere Erkrankungen der Atemwege auslösen können über deren spezifische Symptomatik Genaueres zwar noch nicht bekannt ist, die aber vor allem in Deutschland häufig künstliche Beatmung verlangen. Die Beatmung von pro Covid-Kranken bringt Krankenhäusern meines Wissens pro Tag zusätzlich 560 € mehr ein als andere Zustände, die Beatmung erfordern. Ärzte und Kliniken wissen glücklicherweise welchen Code sie eingeben müssen, um Covid 19 finanztechnisch von den Virenmischungen gewöhnlicher grippaler Infekte mit Hospitalisierungsbedarf zu unterscheiden. Die richtigen Codes kennen halt immer nur die Eingeweihten. Das ist nicht nur in der Medizin so, sondern auch betreffend die Themenkreise Sexismus, Rassismus und Antisemitismus. Wer die Codes nicht kennt, sondern nur Deutsch kann, läuft seit einiger Zeit Gefahr sich in vielen Dingen sozial unangemessen zu äußern.

Ich bin Menschin, die etwa im Alter von 14/15 Jahren in einer öffentlichen Bildungseinrichtung gelernt hat, begleitet von eigenen Versuchen, dass Leistung ausgedrückt wird durch das Relativieren (= in Beziehung setzen) von geleisteter Arbeit und Zeitaufwand. Was soll ich jetzt von der wissenschaftlichen Tätigkeit des Instituts halten, das die Seuchenpolitik der Bundesregierung bestimmt – oder vielleicht doch eher im Auftrag der Bundesregierung die Zahlen produziert, die die herrschende Politik benutzt, um den gesellschaftlichen Seuchenmodus aufrechtzuerhalten?

Mit nachlassender Genauigkeit und steigender zeitlicher Verzögerung veröffentlicht das Robert-Koch-Institut neben den alltäglichen Angaben zu Infizierten und Verstorbenen seit dem 04. März 2020 täglich in der Form von Lage-/Situationsberichten weitgehend sinnfreie und beliebig interpretierbare Datenberge mit wochentäglich festgelegten inhaltlichen Schwerpunkten: „Im Situationsbericht des RKI finden Sie täglich aktuelle Informationen zur epidemiologischen Lage (geografische Verteilung, zeitlicher Verlauf, Ausbrüche, Betreuung/Unterbringung/Tätigkeit in Einrichtungen, Nowcasting und Reproduktionszahl, Hinweise zur Datenerfassung und -bewertung), DIVI-Intensivregister, Link zur Risikobewertung, Empfehlungen und Maßnahmen in Deutschland, epidemiologischer Lage global, Empfehlungen und Maßnahmen global
Einmal wöchentlich werden zusätzlich folgende Informationen bereitgestellt: dienstags: ausführliche epidemiologische Darstellung nach Meldewochen (u.a. Alter, Geschlecht, klinische Aspekte, Anteil Hospitalisierte); Infektionsumfeld von Ausbrüchen; Expositionsländer
mittwochs: bundesweite Testhäufigkeit und -kapazitäten, Daten aus dem digitalen Impfquotenmonitoring
donnerstags: Ergebnisse aus weiteren Surveillance-Systemen des RKI zu Atemwegserkrankungen; Inanspruchnahme von Notaufnahmen; Informationen zur Datenspende-App
freitags: Mortalitätssurveillance und Mobilitätssurveillance“

Die Daten der täglichen RKI-Berichte werden von weiten Teilen der Bevölkerung der BRD als die einzig zulässige wissenschaftliche Grundlage betrachtet für politische Entscheidungen. Diese Daten werden in zeitlichen Abständen von ca. 3 Monaten im Parlament der BRD zur Fortschreibung der Legitimation seuchenpolitischer Maßnahmen der Exekutive genutzt. Meine persönliche Prognose in der Sache: Die Pandemie wird bis Mitte 2022 dauern. Die von der Fachkraft Bill Gates zunächst genannte Jahreszahl 2024 wurde von ihm selbst inzwischen nach unten korrigiert. Warum, weiß man nicht. Vielleicht fragt er sich nach getaner Arbeit inzwischen ernsthaft, wie lange er die Leute noch im Panikmodus halten kann. Tät ich ihm gönnen.
Die Plausibilität der erhobenen und in rechnerische Zusammenhänge gesetzten Daten zu einem Phänomen, das für viele völlig überraschend der üblichen jahreszeitlich schwankenden Häufigkeit von Erkrankungen der Atemwege folgt, wird nicht geprüft.
Genauso wenig geprüft wird die Sinnhaftigkeit täglicher Berichterstattung, wenn man weiß, dass am Samstag und Sonntag Labors und Gesundheitsämter dösen, also kaum Daten liefern. Deshalb sagen Nachrichtensprecher der öffentlich-rechtlichen Sender bei der montäglichen Verkündigung immer: „Diese Zahl darf uns nicht in Sicherheit wiegen.“ oder etwas Vergleichbares.
Von besonderer wissenschaftlicher Bedeutung ist die den Berichten zu entnehmende Information, dass „täglich“ bedeutet, dass von 0:00 Uhr bis 24:00 gezählt wird. Warum nicht während der gleitenden Bürozeiten von 8 bis 18 Uhr? Vermutlich wurde die 7-Tage-Inzidenz erfunden um diese arbeitszeitlich verursachten Unkorrektheiten auszugleichen. Was ist von den prognostischen Fähigkeiten eines Instituts zu halten, das im März 2020 noch nicht vorhersehen konnte, dass Laborantinnen und Sekretäre auch im Homeoffice an Samstagen und Sonntagen eher selten arbeiten?
Ebenfalls ungeklärt bleiben weiterhin die Interessen der Bill (& Melinda) Gates Foundation und der Bundesregierung, die sich hinter den Berichten des RKI verstecken. Ermittlungstheoretische Ansätze in dieser Frage sind zwar vorhanden, werden jedoch als verschwörerisch eingeschätzt: wahlweise als verschwörerisch gerichtet gegen Sankt Angela, unsere Demokratie, die Freiheit der westlichen Welt, unser wissenschaftliches Denken, das Gesundheitsinteresse der Bevölkerung, die Weisheit des Weltwirtschaftsforums … .

Objektiver kann ich in der leidigen Angelegenheit nicht (mehr).

Nachtrag 19.06.2021: Der Lagebericht des RKI vom 18.06. hat mir vermittelt, dass die im ersten Abschnitt aufgeworfene Frage folgendermaßen zu beantworten sein könnte: Zahlen zur Übersterblichkeit haben mit der Bevölkerungsstatistik zu tun, werden also von destatis erhoben und an euromomo weitergeleitet. Die Entwicklung der Sterblichkeit hat von sich aus nichts mit infektiösen Erkrankungen zu tun. Vermutlich wertet destatis die Daten der Standesämter und die auf den Totenscheinen vermerkten Todesursachen aus. Ein Unterschied zwischen den Zahlen von RKI und destatis bei der Erfassung der Sterbefälle entsteht wahrscheinlich daraus, dass Hausärzte, die für vor dem Tod freilaufende Mitmenschen Totenscheine ausstellen, die Todesursache eintragen, die sie aufgrund ihrer Patientenakte als gegeben ansehen. Nicht die Todesursache, die einen finanziellen Bonus für das Krankenhaus auf Grund von Covid-19- Pflege verspricht.

Saubande!

Kennen Sie das auch? Sobald der Vertreter merkt, das sein Argument für die Kapitallebensversicherung nicht überzeugt, sucht er sich ein anderes und lässt das vorhergehende verschwinden.
  • Zuerst konnte man erschrecken mit „Schaut einmal wie schlimm es woanders ist!“ Diese Darstellungweise war politisch nicht durchzuhalten. Jedem Simpl wäre aufgefallen, dass in seinem Dorf, Wohnblock oder Karree jedes Jahr 2 Leute sterben.
  • Dann hat man versucht, so zu tun, als könne keiner jemals wieder gesund werden. Die Infizierten und Toten wurden unaufhaltsam Tag für Tag mehr. Ohne zu erwähnen, dass man auch gesund werden kann, hätte das Kumulieren= jeden Tag einfach draufzählen nicht mehr überzeugt.
  • Sobald die Gefahr bestand, Simpl könne erkennen, dass unterm Strich die Seuche nicht mit der Beulenpest zu vergleichen ist, sondern wie jedes Jahr die alten, von Krankheit geschwächten Nachbarn dahinrafft, musste eine neue Bedrohungslüge her.
  • Wir zählen jetzt nicht mehr die einzelnen Menschen=natürliche, ganze Zahlen, sondern die 100.000-stel Anteile. Da kann man Anstiege sehen! Letztes Jahr sind in Kleinkleckersdorf mit 2000 Einwohnern nicht wie immer an die 30 Leute gestorben, sondern wir sagen kurzerhand: Hätte Kleinkleckersdorf nicht nur 2000 Einwohner sondern 100.000 – dann wären es 1.400 gewesen! Dass der Rausch der großen Zahl wirkt ist nachvollziehbar. Ohne Lohntüte weiß ja keiner mehr, dass eine mit 100 Zehnern drin nur dicker ist und nicht mehr Geld enthält als eine mit 10 Hundertern.

Jeder, der mit Hilfe einer Dreisatzrechnung relativieren kann, wird gegenwärtig zum rücksichtslosen, menschenverachtenden, rundum amoralischen öffentlichen Feind erklärt. Ganz wissenschaftlich natürlich.