Glaube, Hoffnung, Liebe

siehe 1. Korinther 13:13, möglicherweise geschrieben von einem gewissen Herrn Paulus aus Tarsus, einige Jahre nach Beginn unserer Zeitrechnung

Ich bin wieder einmal auf eine Menschin gestoßen, die auf eine Welt der Liebe hofft, und glaubt, dass diese mit dem Sozialismus kommt. Weshalb man heute einiges für den Sozialismus tun muss: Plakate kleben, Marx lesen und Lenin, Faschos klatschen, die richtige Seite bewaffnen, Flugblätter verteilen respektive FB und/oder Twitter bedienen… . Dass sie das glaubt, darf sie nicht sagen, denn sie ist Religionskritikerin. Als solche ist man überzeugt – keinesfalls gläubig. Welten trennen sie von der „Wachtturm“-Verkäuferin auf der unschönen Seite des Münchner Hauptbahnhofs.

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Ende des Schweißes?

Ich beginne, die Visionen mancher Sozialisten und Sozialistinnen wirklich für solche zu halten. „Das Ergebnis könnte eine Welt ohne monotone, gesundheitsschädliche Schinderei sein, ohne Armut und Angst vor der Zukunft.“ [Seite 7, Arbeiterstimme Nr.190 – Winter 2015]. Ein solcher Zustand lässt sich möglicherweise herstellen. Die Aussage: „Die Drohung der Bibel `Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verdienen´ wäre endgültig Vergangenheit.“  im selben Absatz halte ich aber für vermessen. Dass bestimmte Formen von Arbeit überwunden werden können, steht außer Zweifel – dass Bedürfnisse irgendwann in ferner Zukunft ohne Arbeit befriedigt werden könnten, kann man als utopische, menschliche Hoffnung stehen lassen. Schafft aber der Sozialismus  die Notwendigkeit ab, sich die materiellen Grundlagen menschlicher Existenz zu beschaffen? Besteht wirklich die Aussicht, dass Astralleiber ohne Nahrungsaufnahme durch die Welt schweben? Dann wären wir wohl da, wo Materialisten nicht sein wollen: im Himmel!

Der Mensch muss seiner Umwelt die Überlebensmittel entnehmen und sie sich verfügbar machen. Das ist Arbeit. Sollten irgendwann 3-D-Drucker Brot `backen´ wird es immer noch jemanden geben müssen, der die Produktion programmiert und  sich an der Entwicklung der  Kohlehydratpaste für die Spritzdüsen beteiligt. Ach, Leute,  ohne Arbeit geht halt nix!

An die Frage, ob dieses Brot dann auch schmeckt, will ich gar nicht rühren. Tendenz ist im Moment eher, dass immer mehr Leute sich die Zeit nehmen, ihr eigenes Biobrot zu backen, weil sie die Industrieprodukte nicht mehr wollen. Zu diesem Schluss komme ich zumindest, wenn ich die Abteilung „Mehl“ in unserem Dorfsupermarkt betrachte.  Ist das dann keine Arbeit, sondern Selbstverwirklichung?