Eine gefährliche Erfindung

„Die Erfindung des jüdischen Volkes“ von Shlomo Sand, List Verlag, 2015

Ich finde Bücher sympathisch, die mit Fragen enden statt mit Antworten. Die letzten Zeilen des Buches „Die Erfindung des jüdischen Volkes“ von Shlomo Sand, erstmals auf Deutsch erschienen 2011, lauten:

„Und schließlich: Wenn es möglich war, die Vorstellung von der Vergangenheit auf so radikale Art zu ändern, warum sollte man sich dann nicht mit viel Phantasie ein anderes Morgen ausdenken? Wenn der Großteil der nationalen Vergangenheit ein Traum war, warum sollten wir dann nicht damit anfangen, uns eine neue Zukunft zu erträumen, ehe sie zum Alptraum wird?“ – Wie der Alptraum im Nahen Osten aussieht zeigen uns die Bilder der Kriegsberichterstatter.

Es ist etwa ein Jahr her, da hörte ich  einen Politiker jüdischer Herkunft betreffend die mögliche, gewaltsam durchgesetzte Etablierung eines muslimischen Staates im Nahen Osten sagen: “ Israel hat die Blaupause geliefert. Es gibt jetzt nicht mehr allein Befreiungs- und Autonomiebewegungen, die sich auf ethnische Konstruktionen berufen. Es gibt jetzt Versuche von Staatsgründungen, die ihr Volk  auf der ganzen Welt einsammeln und so das bisherige Völkerrecht in Frage stellen.“  Die Rede war vom IS, dem „Islamischen Staat“. Lt. BKA (= Bundeskriminalamt) gibt es auch in Deutschland eine  steigende Tendenz für Ausreisen junger Menschen, überwiegend in den Irak und nach Syrien. Lt. BKA seien im Jahr 2015 insgesamt 677 Personen dorthin ausgereist oder hätten einen Versuch dazu unternommen. Sie hätten sich aktiv, auch mit terroristischen Mitteln, am Aufbau eines islamischen Staatswesens  beteiligen wollen. Unter ihnen Muslime aus der 2. und 3. Einwanderergeneration aber auch Konvertiten mit deutschem Hintergrund.

Das Buch

In seiner Einleitung stellt uns Shlomo Sand  verschiedene Menschen vor: „Der Dozent von Larissa an der Universität Tel Aviv war … auch der Hebräischlehrer von Gisèle in Paris. In seiner Jugend war er ein Freund von Mahmud dem Aufzugbauer, und auch von Mahmud Darwisch, der später der Nationaldichter der Palästinenser werden sollte. Er ist der Schwiegersohn des Anarchisten Bernardo aus Barcelon und der Sohn von Scholek, dem Kommunisten aus Lodz.“ Shlomo Sand selbst ist der Dozent, der Hebräischlehrer, der Schwiegersohn des Anarchisten aus Barcelona und der Sohn des Kommunisten aus Lodz. Die erlebte Vielzahl  jüdischer und palästinensischer individueller Identitäten hat ihn veranlasst, als Historiker zur Frage der Identität eines Volkes, des jüdischen Volkes, zu forschen und sich interdisziplinär auszurichten. In seine Darstellung gehen historische, philosophisch-theologische, archäologische, soziologische und juristische Befunde ein.

Ausgehend vom Begriff der Nation, wie er u. a. von Gellner und Hobsbawm erarbeitet wurde, kritisiert er die Tradition, die Bücher des alten Testaments nicht als Mythen zu sehen, sondern als historische Aufzeichnungen. Er prägt dazu den Begriff „Mythohistorie“ (Wort der deutschen Übersetzung).

Dem Bild vom ewig wandernden, weil immer wieder von neuem vertriebenen Juden, stellt er historische Befunde gegenüber, die darauf hinweisen, dass  die Verbreitung des Judentums in der Welt der Antike  hauptsächlich auf Bekehrung und Konversion zurückzuführen ist, nicht auf eine Vertreibung nach der Zerstörung des Tempels.

Er stellt dann verschiedene jüdische  Reiche  aus der Geschichte vor: im arabischen Süden, in Nordafrika und  in der Kaukasusregion  mit ihren jeweiligen Kulturen und ihren ökonomischen Grundlagen.

Zusammenfassend kritisiert er im letzten Kapitel den Rassismus, der dem Zionismus zugrunde liegt und die Staatsgründung im Namen einer nur vorgeblichen Ethnie, die weder über ein Territorium noch über eine gewachsene, einheitliche Volkskultur verfügt. Er gelangt zu dem Schluss, dass der gegenwärtige Staat Israel ein wesentliches Kriterium moderner Nationen nicht erfüllt, nämlich die Gleichheit aller vor dem Gesetz und wirft die Frage auf, ob es sich bei der Beschreibung des Staates als „jüdisch und demokratisch“ nicht um einen Widerspruch in sich selbst handelt. In Zusammenhang mit der zionistischen Metaidentität zitiert Sand die Soziologin Liah Greenfeld, die den Zusammenhang zwischen Religion und Nation bzgl. Israel so fasst: „Die Religion ist nicht länger der Ausdruck einer offenbarten Wahrheit und einer persönlichen Überzeugung, sondern ein äußeres Zeichen und ein Symbol für die kollektive Individualität. […] Noch schwerer wiegt, dass der Wert der Religion hauptsächlich an ihrer äußerlich – und irdischen – Funktion beurteilt wird, und so wird wird sie zu einem ethnischen Charkteristikum, zu einer unwandelbaren Eigenschaft des Kollektivs. In dieser Funktion spiegelt sie eine Notwendigkeit wider, keine freie Entscheidung oder persönliche Verantwortung. Das heißt, in ihr spiegelt sich letzlich eine Rasse wider.“ (Seite 416 der 7. Auflage der Taschenbuchausgabe )

Über eine Reihe höchstrichterlicher Entscheidungen, Einlassungen von Richtern und Justizministern gelangt er zu der folgenden Aussage: „Das zionistische Denken von heute scheitert, weil es verlangt, dass Juden am Schicksal anderer Juden Anteil nehmen sollen, ohne mit ihnen eine gemeinsame nationale Existenz zu teilen.“ und kommt ein paar Seiten danach zu einem, wie ich finde, vernichtenden Urteil über die Realität des Staates Israel: „Der jüdische Nationalismus, der die israelische Gesellschaft im Griff hat, bietet keine inklusive, offene Identität, die Außenstehende einlädt, ein Teil von ihr zu werden beziehungsweise unter Bewahrung des Eigenen in Gleichheit und Symbiose in und neben ihr zu leben. Stattdessen grenzt er durch seine Gesetzgebung und in seiner Kultur die meisten Mitglieder der Minderheit aus und stellt immer wieder klar, dass der Staat nur der Mehrheit gehört. Zudem verspricht er einer weiteren, noch größeren Gruppe von Menschen, die noch nicht einmal dort leben will, die ewige Herrschaft über das Land. So verhindert er eine aktive und harmonische Teilhabe der Minderheit an der Souveränität und an den demokratischen Prozessen, er macht jegliche Identifikation dieser Minderheit mit der Politik des Staates unmöglich.“ (S. 445 ebda.)

Sand bezeichnet die staatliche Verfasstheit von Israel deshalb als „Ethnokratie“, die er deutlich unterscheidet von einer tatsächlichen Demokratie, die allen Bewohnern ihres Territoriums gleiche Rechte und Gleichbehandlung vor dem Gesetz zubilligt – unabhängig von Herkunft und/ oder Glauben.

Das Buch greift eine ganze Reihe gegenwärtig vorhandener, oft nicht hinterfragter Denkfiguren kritisch auf, die nicht allein in Bezug auf den Staat Israel und dessen Gründung  von Bedeutung sind, sondern eine, z. T. gewichtige, Rolle spielen in  allen politischen Fragen von Demokratie, Nation und Volk, Inklusion und Exklusion, Xenophobie und vor allem auch Islamophobie, Rassismus und Religion.

Ich selbst teile die Kritik am Zionismus als Staatsdoktrin und an dessen Nähe zu einer rassistisch begründeten Konstruktion jüdischer Volkszugehörigkeit. Jeglicher Rassismus ist menschenverachtend, auch ein jüdischer. „Inwieweit ist die jüdisch-israelische Gesellschaft bereit, sich von der alten Vorstellung zu verabschieden, die sie zum >>auserwählten Volk<<  macht, und aufzuhören, sich selbst abzugrenzen und andere aus ihrer Mitte auszustoßen, gleichgültig ob das aus fragwürdigen historischen Gründen oder mittels einer dubiosen Biologie geschieht?“ Shlomo Sands Fragen am Ende seines Buches [S. 456] schließe ich mich an. Ich glaube bei Friedrich Torberg ist der Witz zu finden: „Warum muss ein Jude auf eine Frage immer antworten mit einer Gegenfrage?“ – „Warum soll er nicht?“ .  Vor allem in Bezug auf gesellschaftliche Phänomene sind vermeintliche Gewissheiten meistens des Teufels. Mit  offenen Fragen zu schließen, vermeidet diese.

Nicht nur lesenswert sondern fast ein Muss ist das Buch für alle, die den Nahen Osten und seine z. T. religiös bezogenen, religiös begründeten Konflikte verstehen wollen.

Lauter Labels

Zur gegenwärtig umstrittenen Verleihung eines Preises der Wagner-Stadt Bayreuth an „Code Pink“

Es macht einer dem Skeptizismus zuneigenden Agnostikerin enormen Spaß, das Buch eines Shlomo Sand zu lesen, das viele Hinweise darauf zusammenfasst, dass es sich beim Zionismus um den zumindest rassistisch beeinflussten Gründungsmythos eines Staates handelt, der auch aggressiv nationalistische Züge trägt. Dessen aktuelle Regierung und ihre bedingungslosen Unterstützer hierzulande schrecken nicht davor zurück, jede Kritik am Handeln dieses Staates als Rassismus und Antisemitismus zu denunzieren.

Eigentlich ziemlich blamabel, wenn einem Preisverleiher das intellektuelle Rüstzeug fehlt, seine Entscheidung jenseits des politischen Tagesgeschäfts vernünftig zu begründen. Es lebe das Vor-Urteil.

Ergänzung ein paar Stunden später:

Hurra! Mit einer dünnen Mehrheit (23: 41) hat sich gestern am Abend der Bayreuther Stadtrat für die Verleihung des Toleranzpreises an Code Pink entschieden.

Unauffällige Rassisten? Alles neu?

Die gründliche Recherche einer Autorengruppe der ZEIT unter dem Titel „Der Terror der anderen“  brachte es an den Tag:  Viele der ermittelten Täter bei Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte sind keineswegs unauffällige Bürger, die sich neuerdings, womöglich auch noch verständlicherweise, bedroht wähnen. Ihre Kontakte zur rechten Szene und ihre nachweisliche Sympathie für rassistische Denkweisen wurden und werden nur unter den Tisch gekehrt. (mehr…)

Das hat mich an zwei Leserbriefe aus dem Jahr 2009 erinnert:

„Zunächst ist dem Reporter Manfred Scherer und dem KURIER dafür zu danken, dass sie die Verhandlung gegen den Fichtelberger JU-Vorsitzenden an die Öffentlichkeit gebracht haben. Allzu oft werden solche Vorfälle nämlich in der Presse unter den Tisch gekehrt. Oft sogar dann, wenn es wie in diesem Fall zu einer Verhandlung kommt, was ohnehin in den seltensten Fällen vorkommt.
Bedenklich stimmt das „Attest“ des Kreisjugendamtes. Der Volksmund formuliert mit dem Satz „Kinder und Betrunkene reden die Wahrheit“ nämlich Alltagserfahrung. Kinder und Betrunkene lassen einfach unkontrolliert das heraus, was in ihnen steckt, im Fall des JU-Mannes offensichtlich eine rassistische Grundeinstellung. Trunkenheit ist in diesem Fall keine „Entschuldigung“! Sollte der latente Rassismus des JU-lers bisher tatsächlich unerkannt geblieben sein? Dass sich der JU-Kreisverband sofort distanziert ist logisch, aber in meinen Augen nicht unbedingt glaubhaft. Eine ähnliche, rassistische Grundeinstellung markiert nämlich der kürzlich von Peter Ramsauer, Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, vorgebrachte Vorschlag zwischen „formalen“
und anderen, vielleicht „echten“ (?) Deutschen zu unterscheiden, wenn auch vorläufig nur in der Kriminalstatistik. Auch in unserer Region ist es so, dass viele Vertreter der CSU, wenn überhaupt, erst dann laut ihre Stimme gegen Rechts erheben und initiativ werden, wenn die wirtschaftlichen Interessen der eigenen Gemeinde bedroht sind. Die Gemeinsamkeit der Demokraten gegen den braunen Spuk herzustellen, ist deshalb für viele engagierte Antifaschisten und Antifaschistinnen eine sehr mühselige und
langwierige Überzeugungsarbeit.“ (Datei mit Erstellungsdatum 15.01.2009)

“ Mit dem Vorschlag Peter Ramsauers, in der Kriminalstatistik nicht die Staatsangehörigkeit, sondern die „Herkunft“ zu erfassen, fischt die CSU, so wie es schon immer ihre Art ist, Stimmen vom rechten Rand.
Was soll eine Unterscheidung zwischen „formalen“ und, so ist zu vermuten, „echten“ Deutschen.Deutlicher kann Rassismus nicht ausgedrückt werden! Selbst im „finsteren“ Mittelalter wurden Farbige in die Gemeinschaft aufgenommen, sobald sie sich der Taufe unterzogen hatten! Väterlicherseits habe ich eine italienische Urgroßmutter und mütterlicherseits haben meine Vorfahren als protestantische Hugenotten Frankreich verlassen müssen. Da der von den Nationalsozialisten geforderte „Ariernachweis“ (Ahnenpass) meines Vaters bereits in der Großelterngeneration abbricht, darf vermutet werden, dass auch mindestens ein Mensch jüdischen Glaubens unter meinen Vorfahren
zu finden ist. In meinem Elternhaus pflegte man sich darüber lustig zu machen, dass wohl im Zug der römischen Besatzung auch ein nubischer Sklave Spuren hinterlassen haben muss, denn einer meiner Brüder hat sehr dunkle, klein gelockte Haare.
Muss man in Bayern nachweisen, dass man Nachkomme der Bewohner eines durch Jahrhunderte lange Inzucht rein erhaltenen bayerischen Bergdorfes ist? Das würde manche Eigenarten (alt)bayerischer Politik erklären!“ (Erstellungsdatum im o.g. Zeitraum, jedoch nicht mehr nachvollziehbar)

 

Aspekte unserer Leitkultur (IV)

Status und Distinktion

Bunte Anmerkungen zu Bildung, SUV und Co.

Im Statusgebaren zeigen sich Nachwirkungen z. B. ständischer Kleiderordnungen oder durch Sitten und Gebräuche dokumentierter Standesunterschiede. Erhalten blieb die Gewohnheit, den sozialen Status der Mitmenschen an ihrer Kledung, den von ihnen genutzten Dingen abzulesen. Hatte diese Gewohnheit früher einen gewissen Bezug zur Lebenswirklichkeit – wer barfuß ging hatte kein Geld für Schuhe, wer seidene Schuhe trug, konnte sich über Pfützen hinweg tragen lassen – so ist dieser Bezug in der heutigen Zeit oft verschüttet.  Fast alle können sich ausreichend mit Essen versorgen und es gibt „Spielräume“ – selbst für Bezieher von Transferleistungen: Wenn man jeden Tag Nudeln mit Soße ißt, reicht es für einen Handy-Vertrag. Wer kein Handy braucht, entscheidet sich vielleicht für ein Original-Bayern-Hoodie und Markenturnschuhe.

Irgendetwas jedenfalls muss der Mensch haben, das nach außen verdeutlicht: „Das kann ich mir leisten.“ Das ruft mit Bezug zu den persönlichen Wert-Setzungen („Das bin ich mir wert!“)  Urteile anderer hervor, die in den Satz münden: „Der muss Geld haben, der hat… „. In diesem Sinn ist natürlich ein noch nicht bezahltes SUV-Fahrzeug distinktionswirksamer als ein bezahlter Kaschmirpullover. Da muss man sich als Neuankömmling erst hineinfinden.

Wer Kleinwagen fährt, statt dessen Bücher kauft, ist ein Sonderling, denn weder die Bücher noch der beim Lesen aufgenommene Inhalt sind im öffentlichen Raum sichtbar. Bildung ist hierzulande nicht prestigeträchtig, es sei denn sie hat ein Etikett wie „Salem“, „Oxford“ oder so ähnlich. Ein Dahergelaufener mag darauf stolz sein, dass er es bei einem täglichen Fußweg von einfach 10 km zur Schule  geschafft hat, nicht nur Rechnen zu lernen, sondern auch noch eine Fremdsprache in Wort und Schrift. Ob er ohne abgeschlossenes Ingenieurstudium unsere Kultur aber wirklich bereichert? Nur verwertbare Bildung ist echte Bildung, Bildung in harter Währung sozusagen.

Der Besitz eines Smartphones wird anders bewertet, sobald es sich um  Zugezogene mit mediterranem Aussehen handelt. Schon wird vergessen, dass auch der einheimische Transferleistungsbezieher ein solches nutzt. Das Telefonieren mit dem Onkel zuhause stellt den Besitz eines Luxusguts unter Beweis.  Wirklich hilfebedürftige Menschen haben so etwas nicht. Menschen, die abgelegte Kleidung zur Kleiderkammer der Flüchtlingshilfe bringen, sollten auch darauf achten, nur Markenloses weiterzugeben. Das Tragen  gebrauchter Polo-Shirts mit Krokodil, auch wenn sie auf einem türkischen Basar erstanden wurden,  kann verständliche Tätlichkeiten verarmter Nicht-Krokodil-Träger mit Tätowierungen in Frakturschrift auslösen und Unterstützte gefährden.

Hier geborene Menschen, die weder ein unbezahltes SUV noch ein unbezahltes Fernsehgerät mit Bildschirmdiagonale über 1 m,  ein Smartphone mit Ratenvertrag oder ein unbezahltes Haus mit Erker benutzen,  statt dessen aber ein paar Euro in Reserve haben für den anstehenden baren Kauf einer neuen Waschmaschine in Energieklasse A +++ – die sind wirklich arm dran! Das sieht man doch!

Angemessene Integrationsbereitschaft auf diesem Feld der Leitkultur zu beweisen, ist sehr, sehr schwer, vielleicht sogar unmöglich. Es nützt einer Deutschen mit 3 Generationen zurück liegendem Migrationshintergrund jedenfalls nichts, als politische Kabarettistin zu zeigen, dass sie die Landessprache besser beherrscht als die meisten ihrer deutschstämmigen Mitbürger. Wer trotz Kleinkunstpreis kein SUV fährt, verweigert  ganz offensichtlich die Anpassung an die Kultur unseres Landes.

 

Diskriminierende Merkmale

„Beamte haben mittlerweile zugegeben, dass bei Straftaten von Ausländern vermieden werde, die Nationalität zu nennen, um den fremdenfeindlichen Schwedendemokraten nicht in die Hände zu spielen.“  ( Quelle: http://diekolumnisten.de/2016/01/14/kommunikations-super-gau-koeln )

Ich kann mich gut erinnern an folgenden Skandal: In Zusammenhang mit einem Tötungsdelikt hatte die Pressestelle der Staatsanwaltschaft den Beruf eines Verhafteten  und später auch Angeklagten öffentlich gemacht. Die Lokalpresse sprach von einem „verdächtigen Zahntechniker“. Eine ganze Innung empörte sich.

Ausländern wird es verübelt, wenn sie es als Diskriminierung empfinden, dass in Zusammenhang mit Straftaten die Nationalität von Verdächtigen angegeben wird. Ihr Empfinden trügt nicht. Es gibt keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen Nationalität und Delinquenz. Auch wenn´s manche gerne so hätten. Diejenigen, die es gerne so hätten, als Nationalisten, Rassisten, evt. auch als Islamhasser zu bezeichnen, ist berechtigt.