Ich will mir das nicht vorstellen…

Allerdings meine ich dabei das Gegenteil von dem, was sich ein Inspekteur der deutschen Bundeswehr nicht gerne vorstellt, der Herr Mais, der dem `Handelsblatt´ ein Interview gegeben hat. Wer in Herrn Mais´ Sinn nach Höherem strebt, braucht die Zweijährig-Freiwilligen und Wehrpflichtigen einer Verteidigungsarmee nicht, wie die der Bundeswehr vor der faktischen Abschaffung der Wehrpflicht. Einer Armee mit Pionieren, die nach einer Flutkatastrophe nicht den Bauern und Baufirmen der höher gelegenen Orte das Aufräumen und den Bau von Pontonbrücken überlassen mussten, die mit Feldküchen aushelfen konnten, auch mit Feldtelefonen, die Latrinen und gefüllte Wassertanks einfliegen konnten. Heute muss die Bundeswehr auf der Höhe der Technik weltweit vom Drehstuhl im Bunker aus gegen Menschen kämpfen, die Kriege für eine Verletzung des Menschenrechts auf Leben halten und das Problem in der Tat ethisch nehmen. An Herrn Mais kann man problemlos erkennen, welchen Rang der Schutz der Bevölkerung hat, z. B. vor Krankheiten, die man nicht selbst erfunden hat, sondern seit langem kennt: Typhus, Ruhr, Cholera…

Mit dem Cyber Innovation Hub haben wir bereits eine institutionalisierte Andockstelle zwischen Bundeswehr und IT-Sicherheits-Community geschaffen. Wir müssen uns aus meiner Sicht nun dringend um Robotik kümmern, verknüpft mit Künstlicher Intelligenz. Auch wenn es da ethische Vorbehalte gibt. Ich frage die Parlamentarier immer wieder: Wollen Sie sich junge Menschen Europas vorstellen, die zum Beispiel gegen chinesische Roboter kämpfen müssen? Ich will mir das nicht vorstellen.

https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/alfons-mais-bundeswehrgeneral-fordert-auch-bei-klassischen-militaerischen-problemen-jetzt-mit-start-ups-zusammenarbeiten/27457824.html?ticket=ST-1660379-5GXyjmKxHfAefYoVdqYe-ap2

Wenn das kein Fortschritt ist…

Nach katholischen und evangelischen Militärseelsorgern gibt es 75 Jahre + x nach dem Ende des 2. Weltkriegs in der deutschen Armee auch jüdische Militärseelsorger. Zunächst nur einen, der sich seine Kollegen noch suchen muss. Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis wir auch islamische, hinduistische oder shintoistische Militärseelsorger haben.
Hauptsache, es wird gekämpft. Wer gegen wen, wissen wir noch nicht. Das ist dann sicher auch nicht mehr unmenschlich, denn bald kämpfen bloß noch Maschinen miteinander und nur ganz selten kommen dabei Menschen zu Schaden, die sich dummerweise im Zielbereich der Geschosse oder Strahlen aufhalten.
Wer das wechselseitige Kaputtmachen von Maschinen für eine Form der Wertvernichtung hält, die angesichts steigender Zahlen von Hungernden und Flüchtenden durch nichts gerechtfertigt werden kann, hat von unserer freien Welt und der Notwendigkeit ihre Werte zu verteidigen einfach nichts verstanden.

Thema Friedenspolitik

In der Nummer 193 der Zeitschrift „Arbeiterstimme“ ist ein Aufsatz erschienen, den ich hiermit mit Zustimmung der Arbeiterstimme zur Verfügung stellen möchte.

Abschrecken, rüsten, Krieg führen

Die „Arbeiterstimme“ verdient eine größere Verbreitung, Bestellmöglichkeiten kann man dem Kopf des Artikels entnehmen oder hier finden:  www.arbeiterstimme.org  .

Die „Arbeiterstimme“ halte ich für ein „Muss“ für alle, denen eine dialektisch-materialistische Analyse gegenwärtiger Zustände wichtig ist.