Lebensrettung

„Das Triageurteil: Wer darf überleben?“ 1

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland stellt in seiner Überschrift eine Frage, die kein Gericht beantworten kann. Selbst dann nicht, wenn man ihm einen sprachlich präziseren Rechtsrahmen an die Hand gibt. Auch wenn manche meinen, Menschen in weißen Kitteln seien zumindest gottähnliche Wesen. Sie entscheiden nicht über die eingangs genannte Frage.

Jeder Mensch kann jederzeit von anderen für die Folgen seines Handelns zur Verantwortung gezogen werden. Was ist „Überleben“? Wie lange muss überlebt werden, dass von einer erfolgreichen Behandlung gesprochen wird? Ist ärztliches Handeln ob seiner Fahrlässigkeit strafbar, wenn es nur 1 Stunde, 5 Tage überleben lässt, statt der erhofften 3 1/2 oder 5 Jahre? Eine Gerichtsentscheidung, die in einer dieser Fragen ergeht, trägt nicht dazu bei Leben zu retten. Lebewesen sterben. Alle. Niemand überlebt. Es gibt ein einziges berichtetes Gegenbeispiel. Wer Unwahrscheinliches für Wahrheit hält, glaubt.

Das ist der eigentliche Kern der stochastischen Purzelbäume, die die Grundlage gegenwärtiger Pandemiepolitik sind. Man versucht aus politischen Gründen – welche es sind, sei dahingestellt – Menschen zum Glauben an die Obrigkeit zu bewegen. 2

Ein Lebensretter zieht unter Lebensgefahr einen anderen Menschen, der nicht mehr atmet, aus dem Wasser. Hat der Mitmensch schon seinen letzten Schnaufer getan, oder war s nur der vorletzte, der vorvorletzte…? Wann darf der Retter seine Bemühungen einstellen, weil er meint, der Mitmensch sei schon tot? Hat schon mal einer einen Retter verklagt, dessen Rettungshandeln zu lebenslangem Siechtum geführt hat? Nein. Der Gerettete kann es in aller Regel nicht mehr. Genaueres hier. 3

Den Tod Gottes auszurufen war wohl eine erfolglose Handlung. Glückliche Zufälle werden von Menschen in aller Regel als Erfolg ihres überragenden persönlichen oder gesellschaftlichen Tuns angesehen. Bei bedauerlichen Zufällen kommt unmittelbar die Suche nach dem/den Schuldigen auf. Menschen können offensichtlich mit unerklärlichen Zufällen schlecht leben. Wenn ich schon nicht weiß warum, dann wenigstens geborgen und nicht geworfen ist die Losung. Was wenn wir doch alle Geworfene sind?


Quellen:

1: RND

2: rt.de

3: ARD

Geld teilen?

„Für 222 Mio. € kann man entweder einen Fußballer kaufen oder 5.276.919 Kinder ein Jahr lang ernähren.“

„Mit den 40 Mrd. Strafzahlungen der internationalen Banken könnte man 5.276.919 Kinder 180 Jahre lang ernähren.“

Wird erkennbar dass hier Milchmädchen am Werke sind?

Mit Euros und Dollar auf Speichermedien aus Papier oder seltenen Erden kann man überhaupt niemanden ernähren – nur mit Getreide, Bohnen oder Speck. Diese würden gegenwärtig für alle aufrecht gehenden Zweibeiner reichen. Es geht nicht ums Geld, sondern ums Teilen.

Wer meint, mit dem Verteilen von Geld sei etwas geändert, ist dem kapitalistischen Glauben schon auf den Leim gegangen.