Aspekte unserer Leitkultur (II)

Unsere Landesdroge

Brauer versus Bürgermeister – Wer ist jetzt der Kulturträger?

„Schmitt sagt, am schlimmsten seien  die Gruppen. Die mit Bussen von weither an den Bierwanderweg gekarrt  würden. Die schon betrunken ausstiegen. Und die Junggesellen. Die herumschrien, auf den Tischen tanzten  und die Bedienung anpöbelten. Der  Braumeister von Heckenhof sagt, er  verscherze es sich langsam mit den  Stammgästen. Denen rate Schmitt bereits von Besuchen am Samstag ab.  Was man an den Betrunkenen verdiene, büße man so am Geschäft mit den  übrigen Gästen wieder ein. Schmitt  sagt: „Wir kaufen uns den Ärger sogar  selber ein.“ Weil die Gemeinde den  Weg bewerbe. Die 8000 Euro, die das  jedes Jahr koste, solle sich Aufseß gefälligst sparen. Von dem Bierwanderweg habe seine Gaststätte sowieso noch nie profitiert. Dafür aber von netten Bedienungen und guten Preisen.  Bürgermeister Ludwig Bäuerlein  ärgert das. Die Werbung einzustellen,  komme gar nicht infrage. Der Bier-Wanderweg sei das touristische Aushängeschild der Gemeinde. Das Problem sieht der Bürgermeister bei den  Gastwirten. Auf seine Gäste müsse  man sich eben einstellen. Mit Betrunkenen könnten die Gastwirte entlang  des Bierwanderweges schlicht und  einfach nicht umgehen. Vom Engagement der Wirtsleute entlang des Bierwanderweges ist der Bürgermeister  grundsätzlich enttäuscht. “ (Zitat aus dem Artikel zum Beitragsbild).

Man sollte die Menschen anderer Kulturkreise nicht herabsetzen, die sich an einem unserer traditionellen Suff-Feiertage größte Mühe gaben, sich zu integrieren.