Inhalte und/oder Personal?

Nach den beiden ersten von 3 Landtagswahlen in sog. „Ost-Ländern“ ist die Partei DIE LINKE auf der Suche nach Ursachen für unerwartete Verluste an Stimmenanteilen. Dazu will ich als ehemaliges Mitglied einen Beitrag leisten. Dabei bemühe ich mich, Inhalte und Personen miteinander zu verknüpfen, denn es ging in den letzten Jahren (seit 2015) wirklich nicht allein um einen „Zickenkrieg“, wie von vielen unterstellt wurde, für die das einheitliche öffentliche Bild einer Partei unerlässliche Voraussetzung politischen Erfolgs ist.

Inhalte und/oder Personal?


Neues Reizwort: Sammlungsbewegung

Wieder einmal diskutieren Linke und Mitglieder der LINKEN, Menschen also, die der Überzeugung sind, dass sie selbst »richtig« links sind, ob ein anderer Mensch aus genau dieser Grundmenge noch links ist. Sie gehen dabei davon aus, dass es politisch sinnvoll und wichtig ist, zu entscheiden mit wem man wohin geht, bevor man einen Minimalkonsens erarbeitet hat, welches Ziel auf welchem Weg angestrebt werden soll. Die allerersten Fragen dazu lauten: Gegen welchen Zustand, welche Handlungsweisen, welche ungerechtfertigte Fremdbestimmung will ich mich wehren? Gibt es in meinem Umfeld andere Menschen, die Gleiches als ärgerlich empfinden? Welchen Beitrag kann und will ich dazu leisten, dass dieses »Sich-zur Wehr-setzen« Erfolg hat. Erkannt? Ich bin es, meine Bedürfnisse und Interessen und meine Suche nach Möglichkeiten der Unterstützung durch andere sind Ausgangspunkt alles Politischen. Mein Misstrauen gegenüber Menschen, die nicht von sich und ihren Interessen sprechen, sondern von Gemeinwohl, Werten, Tugenden hat zugenommen, nicht abgenommen, seit ich wie viele Pubertierende angefangen habe, die Welt um mich herum zu meinen Gunsten zu beeinflussen. Wer erwachsen wird, fängt an, das zu versuchen.

Weiterlesen „Neues Reizwort: Sammlungsbewegung“