Vielfalt

Rassist ist, wer „Neger“ sagt und Nationalist ist, wer einen Türkisch sprechenden Menschen für einen Türken hält. Sicher keine Rassisten oder Nationalisten sind diejenigen, die Menschen anderer Hautfarbe oder fremder Sprache ein Integrationsangebot unterbreiten, bei dem mit Bezug zum Geburtsort der Mindestlohn um 30 % unterschritten wird.
Nicht das Unterscheiden selbst ist die Ursache von Rassismus – sonst müssten wir eine Wahrnehmungsstörung für eine besondere Fähigkeit halten – sondern sein Zweck: Abwertung, Ausgrenzung und Ausbeutung.
Wie einfältig müssen Leute sein, die nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass wahrnehmen und unterscheiden können  Voraussetzung des Erlebens von Vielfalt ist. Bei Apfelsorten und Menschen.
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Aspekte unserer Leitkultur (III)

Politik und Parteien – Parteien und Politik

Max Weber folgend definiert Wikipedia (31.01.2016) Parteien so: „Eine politische Partei (lateinisch pars, Genitiv partis ‚Teil‘, ‚Richtung‘) ist ein auf unterschiedliche Weise organisierter Zusammenschluss von Menschen, die innerhalb eines umfassenderen politischen Verbandes (eines Staates o. Ä.) danach streben, möglichst viel politische Mitsprache zu erringen, um ihre eigenen sachlichen oder ideellen Ziele zu verwirklichen und/oder persönliche Vorteile zu erlangen. Wesentlicher Teil des Erringens bzw. Ausübens solcher politischer Macht ist es, Führungspositionen in staatlichen und anderen Institutionen (zum Beispiel Öffentlich-rechtlicher Rundfunk) mit Parteimitgliedern oder der Partei nahestehenden Menschen zu besetzen.

Innerhalb eines Mehrparteiensystems konkurrieren politische Parteien untereinander um die Besetzung der politischen Entscheidungspositionen; sie tragen zur politischen Willensbildung bei und bilden insofern eine wichtige Säule der politischen Verfasstheit eines demokratischen Staates.[2] In einem Einparteiensystem ändern sich notwendigerweise auch Struktur und Funktion einer Partei. Eine derartige Partei `neuen Typs´ bekommt in der Regel `totalitären´  Charakter.“

In Deutschland hat sich über lange Zeit die Vorstellung, der Glaube, die Hoffnung  gehalten, Parteien seien nicht nur erfunden worden, um die Interessen ihrer Wähler zu vertreten, sondern sie täten dieses wirklich.

Diese, möglicherweise falsche,  Hoffnung wird dadurch verstärkt, dass Parteien gesehen werden als notwendige und hinreichende Bedingung für die Entfaltung einer Demokratie. Vor Jahrzehnten habe ich in einer Grundschulklasse die ganz konkrete Frage aufgeworfen, was denn los ist, wenn tatsächlich „das Volk herrscht“. Der erste Beitrag aus Schülermund kam postwendend und ohne vorschriftsmäßiges „Melden“: „Wir müssten dann nicht mehr mit dem Schulbus in die Kreisstadt zum Schwimmen fahren.  Wir könnten im Hallenbad vom Selnar schwimmen.“ Selnar war seinerzeit der Eigentümer einer örtlichen Fensterfabrik. Sinn des Sozialkundeunterrichts und der damit immer verbundenen Institutionenlehre ist es, der nachwachsenden Generation derartige Flausen auszutreiben! Bezugnehmend auf die einleitende Wikipedia-Definition wird zur politischen Weisheit: „Demokratie ist, wenn aufgrund wechselnder Mehrheiten bei Wahlen, maßgebende Posten mit wechselnden Leuten besetzt werden.“

Gegenwärtig mehrt sich die Zahl der Leute, denen dieses von den eigenen Lebensverhältnissen losgelöste Demokratiespiel nicht mehr richtig gefällt. Sie wählen entweder nicht mehr oder „falsch“, will sagen „extremistisch“. Die Mitte spricht deshalb von einer „Krise der Demokratie“. Dass die „Krise der Demokratie“ ihre Ursache darin haben könnte, dass Hallenbäder wg. knapper öffentlicher Kassen geschlossen werden oder fast nur noch „das Volk“ Steuern zahlt, aber nicht die Nachfolger der Feudalherren in Gestalt des obersten Prozents der Vermögenden und/oder Einkommensbezieher – wer denkt denn an so etwas!

Das oberste Integrationsziel betreffend unsere Leitkultur ist daher: Alle Menschen, die aus fremden Ländern zu uns kommen, haben sich daran zu gewöhnen, dass sie auch hier nicht dürfen, was sie zuhause nicht durften oder konnten – mitbestimmen über ihre Lebnsverhältnisse.  Es wird gewählt, basta. Öffentliche Äußerungen, gar Demonstrationen,  bzgl. der Nutzung von Hallenbädern, des Zustandes der Straßen, von Waffenproduktion und Braunkohleverstromung  … sind unerwünscht. Sollten sie trotzdem stattfinden wird Wirkungslosigkeit garantiert. Die Lebensbedingungen werden stellvertetend für „das Volk“ von den sich abwechselnden Parteien geregelt. Das ist Demokratie. Integriert ist, wer nicht mehr aufbegehrt, sondern alle 4,5 oder 6 Jahre ein Kreuzchen macht, um das Rotationsprinzip in der Besetzung der Pfründen umzusetzen.

 

 

Bekenntnis

Bekenntnis

entsprechend § 237 des Integrationsgesetzes abzulegen von Personen mit Migrationshintergrund bei Vorliegen einer möglicherweise illegalen Einreise von Vorfahren

Ich spreche frängisch. Dieses schriftliche Bekenntnis habe ich selbstständig unter Verwendung von Microsoft Programmen verfasst. Vor Auswahl der aufgelisteten Inhalte habe ich mich von einem/ einer Integrationsberater/in  (BA, Studiengang Kulturpädagogik, Hochschule Niederrhein) eingehend informieren lassen.

Ich sorge regelmäßig dafür, dass mein Kleiderschrank mir den unauffälligen Besuch von Wagnerfestspielen, Rock am Ring und der Wies´n in der jeweiligen Mode der Saison erlaubt.

Ich versichere, dass ich keine Ausstrahlung von Sendungen mit Helene Fischer versäume, auch nicht den „Eurovision Song Contest“, das „Dschungelcamp“ und „GZSZ“.

Ich gehe täglich um 21:45 nach Ende der Hauptsendezeit der öffentlichen Fernsehsender ins Bett und vermeide es so, mich der Beeinflussung durch Monitor, Panorama, Plus Minus auszusetzen.

Anders als Menschen, die sich als Touristen an meinem Wohnort aufhalten, esse ich kein Schäuferla oder Bratwürste mit Kraut, sondern gehe zum Griechen und zum Italiener, wie es die Einheimischen tun.

Zu Sportschau und Sportstudio trinke ich regelmäßig Bier und esse Chips. Eigene sportliche Betätigung vermeide ich, wo immer möglich.

gezeichnet

Pauline Longchambre

Integration und Wahlrecht

„Am Ende dürfen die Integrierten auch noch wählen!“ Gesprochen mit einem Unterton der Empörung in einem deutschen Wirtshaus am 03.01.2015. Ich bin schon lange dafür, dass nur  diejenigen wählen dürfen, die integriert sind. Sie erreichen in ihrer Muttersprache das B2-Niveau des europäischen Referenzrahmens (siehe http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/),  kennen und achten die Verfassung  und schlagen ihre Frauen nicht.

So deutsch und so deutsch

Flüchtlinge, die gut Deutsch lesen, sprechen und schreiben und vielleicht sogar eine akademische Berufsausbildung haben, sollen schneller ein Bleiberecht bekommen. Zu ihrer Sicherheit könnte man Zündler, die mit 18 den Einbürgerungstest nicht bestehen und keinen Schulabschluss haben, des Landes verweisen.
Und die Eigenschaft `Mensch´ ?