Rechter Osten

Vielleicht ist es gar nicht die fehlende Erfahrung im Umgang mit Fremdem und Fremden, die in den östlichen Bundesländern die Menschen  rechts wählen lässt. 1989 hat der nach 40 Jahren wieder vereinigte  Nationalstaat Tausende von Menschen vor folgende Alternativen gestellt:

  • Abwandern
  • die Familienzeit auf das Wochenende beschränken
  • in einer menschenleeren, verrottenden Heimat bleiben.

Ihre Hoffnung, sie könnten  weiterhin auf der Grundlage eigener Arbeit in ihrer Heimat ihr Leben sichern, wurde bitter enttäuscht.  „Schutz“ ist vielleicht das Einzige, was die Übertölpelten, die wenig flexiblen, wenig mobilen Heimattreuen von ihrer neuen Nation noch erwarten.

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Heimaten

Bei uns ist es Eltern eine Beruhigung  zu wissen, dass fast alle Kinder so werden wie die anderen Kinder, die zu dieser Zeit an diesem Ort geboren werden.

Anderswo gibt es kaum Entsetzlicheres als die Vorstellung, die Kinder müssten das vorhersehbare Los all derer teilen, die zu dieser Zeit an diesem Ort leben und geboren werden.

Dann machen sich Eltern, Mütter, Väter, Kinder auf den Weg und suchen einen Ort, der Heimat werden kann.

Eine Heimat zu haben ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Es wird zum Privileg. Manche von uns haben dafür gesorgt, dass es so ist. Vor allem die Heimatduseligen.