Frieden

Noam Chomsky  schrieb 1998:

„Der intelligente Weg, Leute passiv und fügsam zu halten, besteht darin, die Breite der akzeptablen Überzeugungen strikt zu begrenzen, jedoch innerhalb dieser Grenzen eine sehr lebhafte Debatte zu erlauben – gerade zu kritischen und anders denkenden Sichtweisen zu ermuntern. Das gibt den Leuten die Wahrnehmung, dass freies Denken möglich ist, während die ganze Zeit die Vorannahmen des Systems bestärkt werden durch die Grenzen, die der Debatte gesetzt werden.“

Das gegenwärtig beliebteste Feld, diese Strategie anzuwenden ist die Spaltung der Friedensbewegung, insbesondere der Friedensbewegung in Deutschland. Der Versuch ist erfolgreich, zu diesem Schluss kann man kommen. Gerade deshalb veranlasst mich die von Trump vollzogene „Anerkennung Jerusalems“  als Hauptstadt Israels das Thema aufzugreifen. Braucht ein Staat eine ausländische Anerkennung in der Wahl seiner Hauptstadt? Vielleicht blieb es hinter verschlossenen Türen: Haben die USA der Verlegung des Regierungssitzes von Bonn nach Berlin zugestimmt? Wenn ja, warum? Symbolische Handlungen symbolisieren etwas, deswegen werden sie so genannt.  Die Nachfrage, was denn symbolisiert, gemeint sei ist nicht unwichtig. Wäre „symbolisches Handeln“ bedeutungslos, könnte man es sich sparen.

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Menschenrechte verteidigen

Am Leben zu sein ist die absolut notwendige – allerdings nicht hinreichende – Bedingung, Menschenrechte beanspruchen zu können. Wer also Menschenrechte durch Krieg sichern will, hofft insgeheim darauf, dass niemand übrig bleibt, der sie einfordern könnte. Vielleicht begreifen manche auch nicht, dass aufrechter Gang und Standfestigkeit, selbst der Tyrannenmord, etwas anderes sind als die Bereitschaft,  wahllos und unter dem Schutz der Anonymität Mitmenschen für die eigenen Werte in den Tod zu schicken.

Pubertär

„die alte Friedensbewegung ist eben hauptsächlich eins: Alt.“

Das muss ich gestehen: Etwa zwischen dem 13. und 17. Lebensjahr habe ich ähnliche Sätze abgesondert. Aber von einem Menschen über 30 mit einer abgeschlossenen akademischen Berufsausbildung  und politischem Anspruch finde ich so etwas  ein bisschen dünn.

Richtig erschreckend finde ich diesen „Sagerer“, weil  von der gleichen Person die militärische Verteidigung der Menschenrechte für akzeptabel gehalten wird und auch der bewaffnete Schutz von Siedlungen jüdischer Menschen auf einem Gelände, das ihnen nicht gehört. Wenn mir dann auch noch bekannt wird, dass der Urheber dieses gewichtigen inhaltlichen Arguments  als Direktkandidat für den Bundestag nominiert wurde, weiß ich was ich zu tun habe.

 

Thema Friedenspolitik

In der Nummer 193 der Zeitschrift „Arbeiterstimme“ ist ein Aufsatz erschienen, den ich hiermit mit Zustimmung der Arbeiterstimme zur Verfügung stellen möchte.

Abschrecken, rüsten, Krieg führen

Die „Arbeiterstimme“ verdient eine größere Verbreitung, Bestellmöglichkeiten kann man dem Kopf des Artikels entnehmen oder hier finden:  www.arbeiterstimme.org  .

Die „Arbeiterstimme“ halte ich für ein „Muss“ für alle, denen eine dialektisch-materialistische Analyse gegenwärtiger Zustände wichtig ist.

Frieden!

Die enttäuschend geringe Teilnehmerzahl bei der Friedensdemo am 08. Oktober in Berlin 8000 – 10.000 Menschen bei bundesweiter Mobilisierung –  lässt mich Schlimmes vermuten. Könnte es sein, dass nach zwei Weltkriegen  viele Menschen – auch solche, die sich für links halten – Warnzeichen nicht erkennen?  Wer sich in unserer Vorkriegszeit, wie sie Egon Bahr vor Schülern nannte, nicht für den Frieden einsetzt wird sich möglicherweise über Rente und Freihandel keine Gedanken mehr machen müssen.

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