2020: weltweit 1.644 Milliarden Euro für die Rüstung

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/sipri-ruestungsausgaben-rekord-101.html – abgefragt am 10.11.2021

Zerstörung
Wer denkt daran noch, wenn täglich mehrfach zu Beginn der Nachrichten vor einer angeblich gefährlichen Erkrankung gewarnt wird?

Ein Bild meiner Heimatstadt Nürnberg im Jahre 1945 habe ich hinzugefügt, weil ein etwa 50-jähriger Nachbar kürzlich in einer Sendung des Bayerischen Rundfunks erzählte, er fühle sich als Bewohner der Nürnberger Altstadt wegen der vielen mittelalterlichen Häuser so wohl. Kann er beim Blick von der Burg nicht erkennen, wieviele der Nürnberger Häuser aus dem Mittelalter maschinell hergestellte, supergerade Firstbalken haben? So leicht kann man sich täuschen.

Blick auf die mittelalterlichen Häuser

Finden Sie im Vordergrund des Bildes das Stück Mittelalter an dem der Denkmalschutz ein Wunder vollbracht hat? Es war auf meinem Weg in den Kindergarten eines der sehr wenigen Häuser, das als solches noch erkennbar war. In meiner Kindheit war das Burgviertel größtenteils eine staubige Fläche mit Unkraut auf den mit Trümmern und Steinen verfüllten und planierten Kellern. In seinem Webauftritt spricht der Nürnberger Jazzclub von einem „großen Schutthaufen, der heute wieder das Burgviertel ist“. 1955 eröffnete nämlich in einem leidlich intakten Keller ein Jazz-Lokal mit Life-Auftritten. Die Eltern eines späteren Klassenkameraden gehörten zu den ersten, die in den späten 50er Jahren eine Wohnung brkamen in einem der in dieser Gegend neu errichteten Häuser.
Kriege enden nicht mit der Unterzeichnung der Kapitulationserklärung und auch nicht mit der Ankunft von Flüchtlingen auf fremden, sicheren Territorien. Die meisten von ihnen sind Flüchtlinge im eigenen Land. Ohne Obdach, ohne Nahrung, ohne ärztliche Versorgung, ohne Unterricht…

Lebensgrundlagen erhalten durch weltweiten Verzicht auf Rüstung
Schon im (brüchigen) Frieden sind Rüstungsindustrie, Unterhalt von Streitkräften und deren Manöver eine enorme Belastung der natürlichen Lebensgrundlagen. Sie erinnern sich? Moorbrände auf Truppenübungsplätzen? Ist der CO2-Ausstoß von Flugzeugträgern geringer als der von Kreuzfahrtschiffen? Wieviele Menschen werden mit körperlichen Einschränkungen geboren, weil in der Erde Unmengen von Uranrückständen von Munition liegen? Wie ist die Wasserqualität im Umfeld großer Truppenübungsplätze? Glasgow hat jedenfalls das Thema Rüstung und Klima vorsichtshalber im Rahmen seiner Themen nicht angesprochen. Da hört das Retten der Welt auf, wenn es um die militärische Durchsetzungkraft für unsere westlichen Werte geht. Kann man mit vorgeblich demokratisch legitimierten Munitions- und Waffenkäufen bessere, sauberere, menschlichere Kriege führen?

Von der durch die Panikpandemie verängstigten Bevölkerung werden Kriegspropaganda und Kriegsvorbereitung übersehen. Dabei können durch Kampfhandlungen auch Getestete, Geimpfte und Genesene sterben. Schon mal darüber nachgedacht, wie sinnlos es ist, die Gesundheit gerettet zu haben, wenn eine Drohne die Dorfhochzeit erwischt, weil der Zug der Feiernden als militärische Formation „erkannt“ wurde?

Raus zum Ostermarsch

Deine Entscheidung!Zeit Prioritäten zu setzen!

„Das Virus hat offenbar eine neue Strategie und umschifft alle Abwehrmaßnahmen, die wir bisher hatten.“

Der Oberbürgermeister der Stadt Halle/S. Dr. Bernd Wiegand zitierte am 30. März 2021 zur aktuellen Coronalage den Ärztlichen Direktor des Elisabeth-Krankenhauses Hendrik Liedtke https://www.youtube.com/watch?v=X6tcZyzdoIE

Wir stehen vor den Ostermärschen 2021.

Nicht ein Virus verfügt über die Fähigkeit dem Ziel der Ausrottung der Menschheit näherzukommen.
Nur Menschen können das leisten: unter Anwendung strategischen Denkens, verbunden mit einer entsprechenden Handlungsfähigkeit und der Bereitschaft alles auszulöschen, was lebt.
Sie setzen diese Fähigkeit gegen ihre Mitmenschen ein. Jeder von uns kann helfen, ihnen zu wehren.

Die Ostermärsche sind eine gute Gelegenheit vor Ort öffentlich darauf hinzuweisen, dass gegenwärtig von Deutschland aus dirigierte Drohnen der US-Streitkräfte atomar bestückt werden können und tatsächlich das Potenzial haben, die Menschheit auszurotten.
Wer persönlich Schwierigkeiten mit der Luftzufuhr hat, könnte das Wagnis auf sich nehmen, ohne Maske (Welche Sorte eigentlich?) teilzunehmen.

Eine notwendige Klarstellung

In den Ländern, die sich entwickelt, frei oder westlich nennen, scheint die Erinnerung an die beiden großen Kriege des vergangenen Jahrhunderts verblasst zu sein. Hauptsächlich wohl, weil es in den Jahren seit 1945 gelungen ist, unter  Kriegen  nahezu ausschließlich diejenigen leiden zu lassen, die ohnehin entwicklungstechnisch, rassisch, völkisch und religiös gesehen zu den Überflüssigen gezählt werden.
Kriege sind weder Boxkämpfe noch Schlägereien. Es gewinnt niemand, sondern sie laufen erst aus, wenn den Beteiligten das menschliche und/oder das mineralische Material ausgeht. Es hat sich eingebürgert die zur Zeit des Auslaufens dieser Vorräte Regierenden als Friedensstifter anzusehen und mit Nobelpreisen zu ehren, auch wenn sie es selbst waren, die den Krieg vom Zaun gebrochen hatten.
Der gegenwärtig ins Auge gefasste nächste Krieg wird möglicherweise die aktuell größten Kriegstreiber, Großbritannien und die Vereinigten Staaten, weitgehend glimpflich davonkommen lassen. Deren Hoffnung, sie könnten aus diesem von ihnen herbeigeredeten Krieg als Sieger hervorgehen, beruht allerdings auf der völlig absurden Vorstellung, dass sich die über die Erde verteilten Kampfstoffreste jeglicher Art nach dem Krieg  rückstandsfrei auflösen, ohne vorher von Menschen verstoffwechselt zu werden.

Ich bitte alle, die dieses lesen, um weitere Verbreitung. Es ist nicht völlig auszuschließen, dass der ein oder andere ins Grübeln verfällt, der die althergebrachte – dennoch falsche – Annahme teilt, Kriege würden geführt um uns vor Übeln zu bewahren.

 

Frieden und Arbeit /Arbeit und Frieden

Menschen flüchten, wenn ihr Leben bedroht ist. Menschen wandern, wenn sie da, wo sie wohnen kein Auskommen haben oder woanders besser verdienen. Deutsche Ärzte in die Schweiz und nach Skandinavien. Polnische Pflegerinnen nach Deutschland und Sachsen nach Ingolstadt und München. Dank Digitalisierung gibt es neuerdings auch Arbeitsplätze, für die man zuhause bleiben kann und bei denen man unmittelbar, global, grenzenlos mit den KollegInnen der anderen Hemisphäre konkurrieren darf. Das Versprechen „Qualifikation sichert gute Arbeit“ stellt sich als falsch heraus. Die Antwort darauf kann nur heißen: Arbeit da schaffen bzw. erhalten, wo die Menschen wohnen und eigentlich auch bleiben wollen. Das weiß, glaube ich, jeder. Selbst unter der Voraussetzung, dass morgen Deutschland sozialistisch würde, ginge das nicht „von heute auf morgen“. Ein derartiger Umgestaltungsprozess braucht Zeit.
Erst Recht  kann diese Umgestaltung nicht klappen mit einer LINKEN, die nicht einmal vom Recht auf Arbeit spricht, sondern nur noch vom Recht auf höhere Arbeitslosenunterstützung. Die Rechte erzählt spätestens seit Thatcher – eher seit Pinochet, aber dieser Einschlag war noch ziemlich weit weg – „Wenn es der Wirtschaft gut geht, gibt es Arbeit und ganz am Ende fällt für dich ein Arbeitsplätzchen ab.“  Was setzt dem eine LINKE entgegen, die mehrheitlich vom Recht auf Faulheit träumt und vom Recht auf bessere „Stütze“ (BGE)? Was setzt dem eine LINKE entgegen, die mehrheitlich allem Anschein nach vergessen hat, dass man Bildung, Pflege, Nahverkehr, Bibliothek und Schwimmbad nur aus dem bezahlen kann, was man mit Arbeit im Sinne stofflicher Veränderung – Erz zu Töpfen, Getreide zu Brot, Wolle zu Pullover, Holz zu Stuhl … – real erwirtschaftet hat? Auch das weiß eigentlich jeder, wissen vor allem alle Proletarier. Nur eine LINKE und Linke nicht, die sich an 20-stelligen Zahlen auf Papier berauschen, die man zwar buchhalterisch und steuerlich erfassen kann, die aber real nichts wert sind. 
Wie bringt man eine durchsetzungsfähige politische Bewegung in Gang, die sich ihren Anteil am Erwirtschafteten erzwingt, wenn man tagtäglich davon redet, dass Arbeit heute schon so überflüssig sei wie ein Kropf und wir demnächst alle in Soros´, Bezos, Schwarz´, Albrechts und Klattens Geld beißen? Ganz besonders gepflegt wird diese Vorstellung von „Linken“, die es zwar für ein Menschenrecht halten, dass  alle über den ganzen Globus der Arbeit nachlaufen, auf dem eigenen Territorium aber tunlichst die Artikel 23 und 24 der Menschenrechtscharta vergessen, weil „uns“ ja die Arbeit ausgeht. Dabei geht sie uns vorläufig gar nicht aus, sondern „wir“ lassen nur woanders arbeiten: Blusen nähen, Töpfe formen, Turnschuhe kleben, Rosen schneiden, Erdbeeren bewässern … . Linke verhalten sich offensichtlich wie Kleinkinder, die sich die Augen zuhalten und fragen „Siehst du mich noch?“. Wie sollen eine LINKE und Linke Arbeitswillige aller Länder mobilisieren können, wenn sie von Arbeit nicht mehr sprechen wollen, sondern nur noch von fiktiven Geldbeträgen, die nicht durch Arbeit entstehen, sondern durch Börsenkreisläufe?
Wie soll eine Linke „Internationalismus“ entwickeln, die keinen Weltfrieden mehr braucht, weil sie es vermeidet von denjenigen zu sprechen, die sich mit Hilfe von Waffengebrauch die ganze Welt aneignen? Das sind Täter, die man benennen kann oder etwa nicht? Allen voran der Kriegstreiber USA mit Rüstungsausgaben in Höhe von 611 Mrd. Dollar im Jahr 2016. Man bringt keine Friedensbewegung zustande, wenn man sich mit „Antiamerikanismus“ nicht gemein machen will und deshalb vorsichtshalber darauf verzichtet, die Menschen zu mobilisieren, denen die Benennung des Haupttäters wichtiger ist als eine pazifistische Attitüde. Deutsche Waffenexporte sind das eine – US-Drohnen und ihre Kollateralschäden in aller Welt das andere. Die „alte“ Friedensbwegung hat Hunderttausende auf die Straße gebracht. Allerdings verbunden mit einer gehörigen Portion „Antiamerikanismus“. Pfui! Gemeinsamkeit mit „Nationalisten“! Man könnte das durchaus wiederholen mit der Mobilisierung gegen eine Kriegsstrategie, die Europa zum Aufmarschfeld macht des US-amerikanischen „Harmagedon“ gegen Russland. Wer jedoch diese amerikanische Strategie entschieden bekämpft – wie z. B. Daniele Ganser oder Albrecht Müller – wird immer öfter auch unter Linken  als „rechter Putinversteher“ denunziert, der sich an die Seite eines blutigen Diktators stellt, der in „seinem“ Land gleichgeschlechtliche Ehen noch nicht zugelassen hat – genauso übrigens wie ungefähr 170 andere Länder unterschiedlichster weltanschaulicher Orientierung, u. a. auch Kuba, Bolivien und Venezuela.
In den FÜR ALLE MENSCHEN wichtigsten zwei politischen Themenbereichen bleibt die LINKE also klare An- und Aussagen schuldig. Klare Aussagen sind KEINE bösen Vereinfachungen, KEIN „Linkspopulismus“, KEINE „Verschwörungstheorie“.

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die mächtigste Strömung innerhalb der LINKEN diejenige geworden ist, die jeden vorsichtshalber als faschistisch, rassistisch, rechtspopulistisch, nationalistisch, national-sozial denunziert, der in diesen beiden Fragen „gemeinsame Sache macht“ mit angeblich antiamerikanischen und antisemitischen Verschwörungstheoretikern, Populisten…. DAS hatte ich nicht im Sinn, als ich mich 2001 gemeinsam mit anderen auf die Socken gemacht habe, um eine wählbare Alternative links der SPD zu entwickeln!!! Noch hoffe ich, dass sich die grundlegende Ausrichtung der Politik in und mit der LINKEN ändern lässt.

 

Nach 70 Jahren

Bild: Briefmarke aus dem Jahr 1947. So recht ist nichts draus geworden, oder?

Der gemeinsame Auftritt von Angela Merkel und Barack Obama als Friedensstifter auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin verdient eine Anmerkung.

Meine Eingangsfrage ist wie immer „Zu wessen Nutzen?“. Die zentrale Funktion des Trump-Bashings und Obama-Beweihräucherns: Grundsätzlich können so die Interessen der Hegemonialmacht als „gemeinsame Werte unserer Zivilisation“ bekräftigt und überall gegenüber der Bevölkerung besser durchgesetzt werden. Weiterlesen „Nach 70 Jahren“