Die alten Säcke…

Man verzeihe mir die rüde Überschrift. Mir gefällt die Rede von den alten weißen Männern nicht. Sie entspräche auch nicht der gegenwärtigen politischen Wirklichkeit.

Die Überschrift greift eine entschiedene Positionierung meines Vaters auf, bezüglich der Tatsache, dass der Krieg, in dem er zu kämpfen hatte, von besagten alten Säcken vorbereitet und geführt wurde, während in allen Kriegen die Jungen, Fitten an den Fronten stehen, fahren, fliegen, springen… und dabei Gliedmaßen, Sinne, den Verstand oder das Leben verlieren. Die Folge: Als Aufrüstung anstand, zu Zeiten des Krefelder Appells, beteiligte er sich am Ostermarsch: im dunkelblauen Anzug, mit Hemd und Krawatte, am Revers eine Nadel mit seinen Kriegsauszeichnungen. Er suchte gleichermaßen das Gespräch mit den jungen, friedensbewegten Langhaarigen wie mit den häufig am Straßenrand stehenden, schimpfenden Menschen seiner Generation (Jhg. 1915). Manche von ihnen erinnerten sich gar zu gern der glorreichen Zeiten.

Ich unterstelle, dass unter seniora.org vor allem die älteren Menschen zu Wort kommen sollen, deren Interessen, Erfahrungen und daraus resultierenden Anregungen in den Vordergrund gestellt werden sollen.

Durch Anklicken des Bildes ist das Thema `Der Wunsch nach Frieden´ mit vielen Einzelbeiträgen zu erreichen

Gegenwärtig sind es die jüngeren Nachrücker im politischen, öffentlichen Leben, die die Kriegstrommel schlagen. Frau Baerbock (Jhg. 1980) ist in ihrem Amt als Außenministerin eine Fehlbesetzung – zumindest dann, wenn man es für die zentrale Aufgabe von Außenministern hält, diplomatisch alles dafür zu tun, den Frieden zu wahren. Diese Frau schürt nach altväterlicher Sitte, nach der Sitte der alten weißen Männer, die Bereitschaft zum Krieg. Allem Anschein nach, hält sie das Zurschautragen von Gelüsten nach bewaffneter Macht, ja sogar von „Siegeswillen“, für einen Ausdruck von Emanzipation. Verkehrte Welt!

Schuldzuweisungen

„Russisch-Ukrainischer Krieg
(Weitergeleitet von Krieg in der Ukraine seit 2014)“

„Nach einem relativen Abflauen baute Russland ab Sommer 2021 massiv Truppen an der ukrainischen Grenze auf. Ab dem 24. Februar 2022 folgte ein groß angelegter Angriff durch die russische Armee aus mehreren Richtungen. Die NATO verweigerte ein direktes Eingreifen, um Kämpfe zwischen dem Bündnis und Russland zu vermeiden.“

zitiert aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Russisch-Ukrainischer_Krieg

Nicht einmal die deutsche wikipedia behauptet, der Krieg zwischen der Ukraine und Russland habe Ende Februar 2022 begonnen, sondern lässt den bewaffneten Konflikt im Frühjahr 2014 nach den Ereignissen auf dem Maidan beginnen. Wenn auch bisher in Zusammenhang mit dem Beschuss eines zivilen Flugzeugs am Juli 2014 fast nichts geklärt ist: Der Treffer belegt, dass bereits zu diesem Zeitpunkt geschossen wurde. Mit Waffen, die ein Flugzeug in einer Reisehöhe von mindestens 5000 m über Grund haben treffen können. Welcher Staat, welche nichtstaatliche, terroristische Gruppe in der infrage kommenden Gegend solche Waffen auf der Erde stationiert hatte, ist nicht geklärt. Die Buk- Waffensysteme wurden 1980, also noch zu Zeiten der Sowjetunion, in Dienst gestellt. Welche und wie viele Waffensysteme und Munition bei der Auflösung der Sowjetunion in den 6 – teilweise als solche nicht anerkannten – Staaten verblieben, die man als Zerfallsprodukte der SU bezeichnen kann, ist öffentlich weitgehend unbekannt.
Welcher Teil davon z. B. über den weitgehend illegalen Handel einen Weg an bewaffnete Konfliktparteien in aller Welt gefunden hat, dürfte – wenn überhaupt – bestenfalls den in Sachen illegaler Waffenhandel ermittelnden Behörden bekannt sein. Es lässt sich also aus der Seriennummer eines Projektils nicht darauf schließen, wer es abgeschossen hat. Ganz übel werden die gegenwärtigen Schuldzuweisungen im Ukraine-Russland-Krieg, sobald davon geredet wird, ein Waffe sowjetischer Bauart sei per se heute eine russische Waffe.
Russland ist nicht der Nachfolgestaat der Sowjetunion. Wer so argumentiert müsste ohne jeden Zweifel das gegenwärtige Deutschland gleichermaßen als Nachfolgestaat des sog. Dritten Reichs und der DDR ansehen. Ganz zu schweigen von den Ansprüchen gegen ein koloniales Wilhelminisches Kaiserreich. Na! Welcher Leidtragende dieser Zeiten hat noch etwas „wieder gut zu machen“? Kann man es überhaupt wieder gut machen? Wenn ja, wie?
Wer auch immer aus dem Orbit „russische Waffen“ fotografiert, muss Belege dafür haben, dass im fraglichen Gebiet Kräftedieser oder jener kriegführenden Partei operierten. Die Identifizierung von Kriegsmaterial als ein solches sowjetischer Bauart allein erlaubt angesichts der vielfältigen Möglichkeiten des Handels mit, des Erbeutens von, des Weiterreichens von Waffen keine strafrechtlich korrekt begründete Antwort auf die Frage „Wer war´s?“ Die Seriennummer einer Waffe, eines Flugkörpers lässt keine zweifelsfrei Aussage darüber zu, wer sie eingesetzt hat. Wenn UN – Vertreter Wochen verstreichen lassen, bevor sie anfangen Beweise zu sammeln, helfen sie nicht Ereignisse aufzuklären, sondern lassen es zu, dass sich gegenseitige Vorwürfe verfestigen.
Man kann auf Grund einer solchen Beweislage politisch Verantwortliche zwar vor ein Gericht stellen. Selbst wenn ein Nachweis eines vorliegenden Verstoßes gegen internationales Recht gelänge und ein Schuldspruch erfolgte: Dieser macht nichts ungeschehen.
Vor allem dann nicht, wenn sich die verantwortlichen Herrschenden und/oder die von ihnen benutzten Machthaber der Verfolgung internationaler Behörden jederzeit entziehen können. Eine weltweite Strafverfolgung gelingt nur in Ausnahmefällen bei besonderen, herausragenden Menschen, die aber selten geherrscht haben: Julian Assange oder Edward Snowden… fallen mir da ein. Nicht einmal im Falle Eichmann hat sie funktioniert im Sinne einer Befriedung durch Gerechtigkeit.

Der Krieg an sich ist das Unrecht, dem man entgegenarbeiten muss. Wer auf dem gegenwärtigen Stand der Technologie in der Herstellung und Verbreitung von Waffen von gerechten oder gerechtfertigten Kriegen schwätzt oder spricht ist ein Kriegstreiber.
Hätte ich jemals angenommen, dass weibliche Politiker meine Interessen vertreten, weil ich auch eine Frau bin, wäre zur Zeit gehöriges Fremdschämen angesagt.

Politisch bilden für den Krieg

Mein folgender Einwand gegen Kriegspropaganda im Unterricht ist ein ausschließlich bürgerlicher. Einer der außer Acht lässt, dass alle gegenwärtigen Kriege genau wie bisherige Kriege der Durchsetzung der Interessen der wirtschaftlich Mächtigen dienen.

Die mit dem Material der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg anzusprechenden Menschen bedürfen einer „vereinfachten Form“ der Inhalte. Kurz : Es sind Kinder und Jugendliche.
https://www.lpb-bw.de/publikation3610

Wer zu den Adressaten der vereinfachten Form gehört: Kinder. Verantwortlich handelnde Erzieher könnten solche lustigen Bilder in der Oberstufe zur Diskussion stellen, wenn es eine Grundfähigkeit gibt, Satire, Ironie, Sarkasmus zu erfassen und zu bewerten.
Als lustige Illustration im Rahmen von Unterrichtsmaterial für Menschen, die einer vereinfachten Form bedürfen sicher nicht angemessen.
Dem Beutelsbacher Konsens im politischen, zeitgeschichtlichen, geschichtlichen Unterricht immer mindestens die beiden gegensätzlichen Positionen darzustellen, genügt das Material nicht!
Dieses Material zeigt, was von Befähigung zu demokratischer Mitwirkung übrig bleibt, sobald man zu wissen glaubt, wer die Guten und wer die Bösen sind. Diese Republik war schon mal weiter.

Es steht zu hoffen, dass solches Unterrichtsmaterial mangels Nachfrage genauso auf dem Müll landet wie überflüssig gewordene mRNA-Impfstoffe.


Sachstand – ein Text im Konjunktiv

Hätte die WHO nicht auf der Grundlage einer neuen Definition, die die Zahl der Sterbefälle außer Acht lässt, „Pandemie!“ gerufen, hätten Pharma- und andere Konzerne in 2020 und 2021 nicht exorbitante Gewinne eingefahren. Hätten die Staaten den Konzernen nicht so hohe Summen gut schreiben müssen an Geld das sie nicht haben, könnten Arme mit ihren realen Pfennigen besser einkaufen, heizen und am Wochenende die Oma besuchen.

Hätten die Leute nicht so viel Angst um ihre Gesundheit gehabt, hätten sie vielleicht gemerkt, wer die warnenden Politiker und ihre wissenschaftlichen Zuarbeiter bezahlt. Sie hätten sich vielleicht eigene Gedanken gemacht, und entdeckt, dass es nicht nur bestechliche Minister gibt, sondern auch bestechliche Wissenschaftler. Vielleicht hätten sie sogar gemerkt, dass sie von den vereinten Herrschaften wieder einmal knallhart über den Tisch gezogen werden.

Wir hätten ganz einfach die alljährliche Lostrommel für die Zusammensetzung des Grippeimpfstoffs für den bevorstehenden Winter durch ein weiteres Grippevirus ergänzt, hätten wie bisher im Herbst vorzugsweise alte Leute geimpft und solche, die im Beruf täglich Kontakt zu vielen Menschen haben. Die Lehrer hätten wie immer darüber geklagt, dass die Personalreserven für die winterlichen Krankmeldungen nicht reichen und die Betreuung der fehlenden Schüler mehr Arbeit macht.

Ohne die Ausrufung einer außergewöhnlichen medizinischen Notlage wären wie immer mehr Arme gestorben, die schlecht ernährt sind, beengt wohnen und nicht genug Wasser zur Verfügung haben, um sich regelmäßig gründlich die Hände zu waschen. In Ländern, die weniger Winter haben und dafür mehr warme Sümpfe, hätte man weiterhin die nötige Malaria-Prophylaxe betrieben. Die Fürsorglichen der gemäßigten Zonen in Nord und Süd hätten sich keine Gedanken darüber gemacht, ob die Bewohner der Sumpfgebiete genug Impfstoff bekommen, gegen eine Krankheit, die es bei ihnen nur selten gibt.

Die Pharmaindustrie hätte keine Möglichkeit bekommen, den Eindruck zu erwecken, sie sei befähigt uns ein ewiges Leben im Diesseits zu bescheren. Das hätte ihre Gewinnchancen stark beeinträchtigt und die Leute hätten vielleicht eher gemerkt, dass die Wirtschaft wegen einiger Blasen nicht mehr so rund läuft und dass versucht wird, ihre ohnehin kleinen Anteile am Kuchen noch kleiner zu schneiden.

Ohne behördliche Einschränkungen der Möglichkeiten sich zu treffen, zu schunkeln, zu tanzen, zu singen, zu lachen und „Vorwärts Horsti, noch ein Tor!“ zu rufen, hätten sicher mehr Menschen gemerkt, dass ein großer Krieg vorbereitet wird. Hätten sich nicht Millionen um ihre Gesundheit gesorgt, statt um den Frieden, wären sie auf die Straße gegangen, um gegen eine Politik der Feindseligkeit und der gewaltsamen Unterdrückung fremder Länder zu protestieren. Vielleicht hätte es etwas geholfen.


Cui bono?

Die sich stetig vertiefende Spaltung der deutschen Gesellschaft, wird aktiv mit Hilfe unterschiedlicher Corona-Erzählungen betrieben von den Herrschenden, den von ihnen geförderten Menschen, Institutionen, Organisationen, auch von sog. Nichtregierungsorganisationen mit willfährigen Helfern.

Ein wichtiger Teil der politischen Kräfte, die dazu beitragen wollen, den Frieden zu sichern, ist die Friedensbewegung. Die von den Mächtigen betriebene Spaltung der Menschen in Coronaleugner und Impfjunkies scheint auch dort angekommen zu sein.

Ich erhielt Kenntnis von einer Positionierung des Landesverbandes NRW der DFG – VK, die ich hier als Kopie der Mail wiedergebe:

Das politische Spektrum des alten, des 1. Krefelder Appells war ein sehr breites, in dem vor Ort manchmal um Formulierungen, Akzente, Verantwortlichkeiten mit Bezug auf parteiliche und/oder ideologische Orientierungen intensiv diskutiert wurde. Wegen dieser Breite konnte dieser Appell so erfolgreich werden, dass er die Stationierung atomar bestückter Raketensysteme über einige Zeit verhindern konnte. Der aktuelle Stand ist ein anderer. Die in Deutschland befindlichen Kernwaffen der USA wurden erst vor kurzem modernisiert. [https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-04/nato-usa-atomwaffen-modernisierung-deutschland-buechel] Vor diesem Hintergrund ist mein Kommentar zu sehen.
Der von der DFG-VK kritisierte „Schulterschluss zwischen Friedensbewegung und Querdenkerbewegung“ ist hier nachzulesen. Denke ich quer, links, für den Frieden oder einfach falsch?

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