Nach 70 Jahren

Bild: Briefmarke aus dem Jahr 1947. So recht ist nichts draus geworden, oder?

Der gemeinsame Auftritt von Angela Merkel und Barack Obama als Friedensstifter auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin verdient eine Anmerkung.

Meine Eingangsfrage ist wie immer „Zu wessen Nutzen?“. Die zentrale Funktion des Trump-Bashings und Obama-Beweihräucherns: Grundsätzlich können so die Interessen der Hegemonialmacht als „gemeinsame Werte unserer Zivilisation“ bekräftigt und überall gegenüber der Bevölkerung besser durchgesetzt werden. Weiterlesen „Nach 70 Jahren“

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Hand, Spaten oder Traktor?

Sie haben sich die Aufgabe gestellt, ein Fleckchen Erde umzugraben, damit Sie Radieschen säen können. Sie können dies auf unterschiedliche Weise tun.  Wie  entscheiden Sie sich? Ein Tag mit bloßen Händen, ein halber Tag mit einer Schaufel und einem Kratzer oder 2 Stunden mit dem Spaten? Vor kurzem wurde mir ein neoliberaler Denkansatz unterstellt, weil ich die Annahme formulierte, vernünftige Menschen würden sich bemühen, die anstehende notwendige Arbeit  effizient  zu erledigen.  Waren Paviane, die mit einem Stock eine Frucht vom Baum schlugen,  verkappte Neoliberale? Der Werkzeuggebrauch und die Verbesserung der Werkzeuge begleitet die „Menschwerdung des Affen“.

Man kann die Entwicklung der Produktivkräfte innerhalb zurückliegender Zeiträume beschreiben. Die um Effizienz bemühten ersten Ackerbauern und Viehzüchter konnten nicht vorhersehen, dass sich nach 10.000 Jahren der von ihnen mühsam erwirtschaftete Überschuss, der ein Überleben ohne Hunger möglich macht, auf lange Sicht verwandelt in Finanzkapital und millionenfachen Hunger.

Auch  zunächst erfolgreiche Bemühungen, die Lebensbedingungen zu verbessern, können sich später  zumindest als ambivalent erweisen, wenn nicht sogar als leider irreversible Fehlversuche.