Begriffen Inhalt geben

Ich bin das gedanken- und inhaltslose Gerede vom angeblich bedrohlich gewachsenen Rassismus leid.
Im Folgenden mein Versuch dem INHALT dieses Wortes näherzukommen. Glaubt mir: Es hat einen. Der ist nur verschwunden, weil das Wort zum zentralen Kampfbegriff gegen eine Rechte verkommen ist, die man nicht als bürgerliche wahrnehmen will. Man muss die etablierten rechten Parteien gegen ihre Konkurrenz von weiter rechts schützen. Dahinter steht zu meinem Leidwesen die Vorstellung von einer äußerst unvollkommenen, einer exkludierenden Demokratie, die eben NICHT alle an Entscheidungen beteiligt, sondern nur »die Richtigen«: die Gebildeten, die sich als besonders verantwortungsbewusst begreifenden, die Demokraten, die genauso solche Demokraten sind wie man selbst – auf keinen Fall solche, die materielle Verteilung einforden, gleiche Teilhabe und gleiche Entscheidungsmöglichkeiten. Wer so etwas auch nur gedanklich ins Auge fasst wird gnadenlos ausgeschlossen. Man muss sich schon genau überlegen, wem Gedankenfreiheit zukommt und wem nicht! Ich nehme dazu drei abstrakte Begriffe her, die im politischen Feld zur Zeit große Bedeutung haben. Militarismus, Sexismus, Rassismus. Diese Begriffe sind sprachlich und inhaltlich ähnlich konstruiert. Obwohl einer von ihnen in der öffentlichen Debatte verkleidet daherkommt: der Militarismus. Den will man angesichts der angeblich wieder wachsenden russischen Bedrohung partout NICHT in gleicher Weise an den Pranger stellen.

WEITERLESEN als PDF-Dokument

 

 

Advertisements

Faschismus gleich Rassismus?

Bildquelle: https://www.uni-bielefeld.de/ikg/Handout_Fassung_Montag_1212.pdf

Ein Versuch zu den politischen Wirkungen von Abgrenzung, Ausgrenzung und Missachtung

Herrschaft
Herrschaftsfreie Gesellschaften hat es bisher noch nicht gegeben. Ob sie real möglich sind, weiß man nicht, denn auch eine Gesellschaft, in der tatsächlich alle gleichberechtigt in allen nötigen Sachfragen gemeinsam entscheiden wird wahrscheinlich ohne Über- und Unterordnung nicht auskommen. Auch dann wird es wahrscheinlich übergeordnete Interessen und übergeordnete Machtausübung geben, die von unteren Entscheidungsebenen als Herrschaft wahrgenommen wird.
Nach wie vor leben wir in Gesellschaften, in denen die Besitzenden maßgeblich Macht ausüben, in denen ein idealtypisch herrschaftsfreier Diskurs nur sehr eingeschränkt möglich ist.

Weiterlesen „Faschismus gleich Rassismus?“

Das Relativierungsverbot

In einer engen Beziehung zur proisraelischen Staatsraison Deutschlands steht  das Verbot, die industrielle Massenvernichtung minderwertigen Lebens im deutschen Faschismus zu „relativieren“. Dies ist ein politisch motiviertes Verbot, denn das „Relativieren“, das in Beziehung setzen mit anderen, ähnlichen Fällen, Ereignissen, Sachverhalten ist im Grund eine notwendige Technik der Erkenntnisgewinnung.

Ich habe den vorherigen Text unter diesem Titel zurückgezogen, weil jemand, dessen Urteil für mich bedeutsam ist, meinen Gedankengängen nicht folgen konnte. Das ist für mich immer Anlass, diese neu zu sortieren und evt. auch  Argumentationslinien neu zu entwickeln. Um den Bezug zur Fragestellung zu bewahren, habe ich den Titel beibehalten.

zum aktuellen Text

 

Eine wichtige Frage

Forbes

Sreenshot von der heutigen Ausgabe der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt

Faschismus ist die mit autoritären Mitteln durchgesetzte, rechtlich und moralisch nicht eingehegte Durchsetzung der Interessen des Kapitals,  die auf die Spitze getriebene Ausbeutung von Menschen durch Menschen.  Gewinnt er menschliche Züge,  wenn die Herrscher Bill Gates, Amancio Ortega, Carlos Slim Helu, Liliane Bettencourt, Wang Jianlin, Karl Albrecht, Mukesh Ambani … heißen, in fast allen Ländern der Welt beheimatet sind und ihren Ausbeutungsobjekten genderfreie Toiletten, eine Welt ohne Grenzen und Gotteshäuser jeglicher Art schenken?

Antirassismus gleich Antifaschismus?

Ein einzelner Herr bat um eine Erläuterung meiner Anmerkung vom Studiobalkon vom 19. Januar 2017 unter der Überschrift „Narrative“.

Dieser Bitte habe ich entsprochen. Das Ergebnis möchte ich hier der  Öffentlichkeit zugänglich machen.

Explizit sei hier ergänzend darauf hingewiesen, dass die gegenwärtige Ablehnung von Muslimen ebenfalls rassistische Züge trägt.

  • Menschen aus bestimmten Herkunftsländern wird grundsätzlich Zugehörigkeit zur muslimischen Religion unterstellt.
  • Deutschen  Muslimen, ihren Organisationen und Einrichtungen wird wegen „Terrorverdachts“ eine besondere Aufmerksamkeit von Polizeibehörden und Verfassungsschutz zuteil.
  • Religiöse Inhalte werden häufig unter der Perspektive kritisiert, dass alles, was in Jahrhunderte alten heiligen Büchern steht, das Handeln der Gäubigen bestimme. Dabei wird  verschwiegen,  dass nicht allein im Islam immer wieder davon die Rede ist, dass sich die Religionsgemeinschaft im Dienst an ihrem Gott fremde Länder mit Gewalt aneignet und die dort lebenden Menschen vernichtet. Die 5 Bücher Mose sind voll von Szenen gewaltsamer Durchsetzung des richtigen Glaubens und der Rechte der Israeliten. Auch die Stellung der Frau als gleichberechtigtes Wesen ist den drei abrahamitischen Religionen keineswegs eingeschrieben. Hinter angeblich aufgeklärter Religionskritik versteckt sich deshalb häufig schlichte religiöse Intoleranz.

zum Text

 

 

Braune Torten

Sagt Ihnen das eigentlich was – „antideutsch“? Welche Inhalte verstecken sich hinter Webauftritten wie „Straßen aus Zucker“ oder „Pension Abgrund“? Welche Bedeutung, welche Folgen hat der Tortenwurf von Magdeburg? Welche Fragen stellen sich danach?

Ein Versuch, Antworten zu finden: Braune Torten