Wissenschaft und ihr Personal

Auf die Gefahr hin, dass ich mich – zumindest in Teilen – wiederhole: Die Panikmache ist überflüssig und lässt politische Motive vermuten. Sie ist keine auf die Gesundheit der Bevölkerung gerichtete Aktivität.

I

Es ist nicht so, dass man die Expertise nicht im Hause hätte. Hier der wöchentliche Bericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza beim RKI.
Betrachtet man die dort wöchentlich fortgeschriebene Entwicklung winterlicher Atemwegserkrankungen leichter und schwerer Art, so ist der Alarmismus der Herren Drosten und Lauterbach völlig verfehlt. Beiden kann zwar eine hohe Abhängigkeit ihrer Einkünfte und ihres gesellschaftlichen Rangs von Aufträgen und Zuwendungen der Pharmaindustrie attestiert werden, leider aber nur ein geringes Interesse an winterlichen Infektionskrankheiten.
Bei Herrn Drosten in besonders hohem Maß: Als Chef einer der Forschungsabteilungen der Charité [wie der Webauftritt verrät kein renommiertes Krankenhaus, sondern ein forschendes Gesundheitsunternehmen mit der Notwendigkait laufender Einwerbung von Aufträgen im Rahmen der Drittmittelforschung] profitiert er unmittelbar und mittelbar nicht nur von der Einflussnahme der Pharmaindustrie sondern auch von Zuschüssen der Bill & Melinda Gates Stiftung. Das Sprichwort „Getroffene Hunde bellen.“ angewandt, wurde Herr Drosten durch Einlassungen seiner medizinischen Kollegen anscheinend ganz schön getroffen. Wie anders lässt sich interpretieren, dass er auf inhaltliche Kritik so reagiert?

„Ich sage hier nur Great Barrington Declaration: Das ist eine ganze Gruppe von Pseudoexperten. Die sind alle nicht aus dem Fach, haben sich aber über infektionsepidemio-logischeThemen laut geäußert, in Form von schriftlichen

Stellungnahmen.“

https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript282.pdf; download vom 08.04.21 ; 19:28

Ein Virologe ist kein besserer Fachidiot als andere. Sonst könnte man auch sagen, ein Goldschmied habe eine größere Expertise für das Stanzen von Blech als ein Werkzeugmacher. Schließlich verwende er ein kostspieligeres Material. Ist die in weiten Teilen von der Gates-Stiftung finanzierte Forschung zu Infektionskrankheiten so etwas wie die katholische Kirche und Christian Drosten ihr allein seligmachender Stellvertreter? Begegnet der gelernte Arzt, im Unterschied zu Herrn Wieler für Menschen und nicht für Tiere, überhaupt Menschen die erkrankt sind, als symptomfrei infiziert gelten oder Schnupfen haben, Fieber oder unter einer schweren Beeinträchtigung der Lungenfunktion leiden? Seit Jahren verbringt er seine Arbeitszeit vor Petrischalen, Reagenzgläsern und Zentrifugen , seit Anfang 2020 auch vor Fernsehkameras. Dass die von ihm erfundenen PCR-Tests in der Praxis nichts wert sind, wenn zusätzlich keine klinischen Symptome vorliegen, weiß inzwischen sogar die WHO. [Liegt leider nur auf Englisch vor.]
Ich war schon mehrfach im Krankenhaus. Dort vermitttelte sich mir immer das Gefühl , dass mein Zustand eher den Assistenzarzt interessierte als den Chef der Abteilung, der an der Spitze einer hierarchisch gegliederten, pfeilförmigen Formation von Weißkitteln durch die Gänge eilte. Der souveräne Experte Drosten hat sich in der oben zitierten 82. Sendung des NDR-Corona-Updates gegenüber Kollegen derart unsachlich vergaloppiert, dass es ein Anlass zum Fremdschämen wäre, gehörte man zu seinem Fan-Club. Nur Herr Drosten ist ein Experte – und natürlich der Herr Lauterbach. Nur wer stetig warnt, handelt verantwortlich – wer beruhigende Aspekte in den Vordergrund stellt, weil er weiß, dass Angst nur Fluchtinstinkte auslöst und keine überlegte Antwort auf eine Bedrohung, der ist ein Verharmloser? Sicher kennen manche meiner Leser aus dem Fernsehkrimi die Person des dummen Opfers, die wegläuft um letztendlich erschöpft eingeholt zu werden, statt sich zu verstecken.

II

Es gibt keine von Verantwortungsgefühl geprägten Beschlüsse der Politik in Bezug auf eine winterliche Atemwegserkrankung, die für alte und sehr alte Menschen oft einen tödlichen Verlauf nimmt. Was wiegt schon ein Krebstod infolge verzögerter Diagnose und/oder Behandlung im Vergleich zur Pandemie? Die Entscheidungen sind politische. Lieber sichert die Große Koalition durch Kurzarbeitszahlungen Mercedes Dividenden. Intensivbetten in der Fläche zu erhalten ist bedeutungslos. Auch die Existenzsicherung der 1.235.767 Erwerbstätigen in der Kultur- und Kreativwirtschaft oder der 2.096.000 Beschäftigten in Hotels und Gaststätten ist politisch nicht beachtenswert.
All das wurde nicht von einem Virus erzwungen – Viren haben keinen Willen – sondern von Wirtschaftslobbyisten und einer Kanzlerin, die zwar ihren Job nicht kann, aber über eine bedeutsame Geste verfügt. Einschließlich der Lobbyisten, deren Finanziers aus der Pharmaindustrie seit Jahren ihr Geld verdienen mit Impfungen gegen Coronaviren, die jährlich zufällig einen gewissen Grad von Wirksamkeit entfalten. Wie die Zahlen aus den früheren Jahren belegen, konnten auch diese tödliche Verläufe bei alten und sehr alten Menschen nicht verhindern. Berichte über Impfnebenwirkungen und Todesfälle nach zweimaliger Impfung lassen annehmen, dass sich daran nichts ändern wird. Menschen sterben, wenn sie alt oder sehr alt sind. Manchmal an einer Erkrankung der Atemwege.

III

So lange aufrechte christliche Politiker wie Maaßen, Söder und Seehofer auf der Matte stehen, um Recht und Ordnung gegen Recht und Freiheit zu verteidigen, brauchen wir uns um Zuwächse für die AfD nicht zu sorgen.