Leseempfehlung

Falsche Pandemien –
Argumente gegen die Herrschaft der Angst
von Wolfgang Woodarg, erschienen 2021 im Rubikon Verlag, München.
ISBN 978-3-96789-018-1

Werbetechnisch gesehen ist meine Leseempfehlung überflüssig: Das Buch hat es binnen kurzer Zeit auf die Spiegel-Sellerliste geschafft. Es bedarf meiner Empfehlung nicht. Ich empfehle es trotzdem.
Denn:
Es ermutigt, sich vom Lesen auf den Pfad des Handelns zu begeben. Wenn sich genug Menschen daran beteiligen, dem Treiben der Pandemie-Profiteure ein Ende zu setzen, könnten wir es schaffen. Das wäre schön.

Zum Autor:

Meine Einschätzung ist davon beeinflusst, dass Wolfgang Woodarg (Jhg. 1947) und ich (Jhg. 1950) vermutlich in jungen Jahren von ähnlichen politischen Erfahrungen geprägt wurden. Wir haben – so glaube ich aus seinem Buch herauslesen zu können – einen gemeinsamen politischen Hintergrund, der seinerzeit tausendfach die jüngeren unter den Aktivisten der Schüler- und Studentenbewegung der 60er Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts geprägt hat: die Nähe zu einer Orientierung, die damals ihren Ausdruck in einem Parteiprogramm fand, das historisch noch nicht ganz so kurzatmig war, wie die gegenwärtigen, dafür aber weniger Druckzeilen benötigte als heutige Parteiprogramme. Dieses Programm, das Godesberger Programm der SPD, endete mit den Worten „Auf deutschem Boden sammeln sich die Sozialisten in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, die jeden in ihren Reihen willkommen heißt, der sich zu den Grundwerten und Grundforderungen des demokratischen Sozialismus bekennt.“ Wolfgang Woodarg ist, so zeigt er sich in diesem Buch, in diesem Sinne Sozialdemokrat. Kein modernisierter, wirtschaftsfreundlicher wie Schröder und Blair, sondern ein Demokrat mit einem tief gründenden Misstrauen gegenüber Machtstrukturen, die auf die Erhaltung materieller und gesellschaftlicher Ungleichheit abzielen. Kern seines im Buch entwickelten widerborstigen Denkansatzes zur vorgetäuschten Pandemie ist der Begriff der Autonomie. Individuelle Autonomie ist die notwendige, unverzichtbare Grundlage jeglicher Form von lokaler und regionaler Selbstorganisation und deren Vernetzung in größeren räumlichen Zusammenhängen. Auf der Grundlage der Autonomie kann Mensch dem herrschenden globalistischen, zentralistischen, manchmal sogar auf die Entwicklung transhumaner Wesen gerichteten Denken und Handeln der Plutokraten eigenes politisches Handeln entgegensetzen.

Zum Inhalt

Woodarg beschreibt den Wandel der WHO, der Fachorganisation der UN für Gesundheit, zu einer Organisation im Dienste der weltweiten Durchsetzung der wirtschaftlichen Interessen der Pharmaindustrie. Er prüft die Stichhaltigkeit der nahezu ausschließlich von hochspezialisierten Virologen in die Welt gesetzten Aussagen zu einer weltumspannenden Verbreitung einer viralen Bedrohung der Menschheit und entwickelt dazu die Perspektive eines Menschen, der als Leiter eines Gesundheitsamtes beruflich damit befasst war, der Ausbreitung infektiöser Erkrankungen durch behördliches Handeln entgegenzuwirken.
Gedankenstränge, die in diesem Zusammenhang wichtig sind:

  • die realitätsnahe Einschätzung des Ausmaßes der möglichen Gesundheitsgefährdung
  • praktische ärztliche und/oder medizinische Maßnahmen zu Eingrenzung gesundheitlicher Gefahren, basierend auf den verfassungsmäßigen Grundrechte
  • Abwägung möglicher Folgen von Maßnahmen

Mit aller Entschiedenheit wendet sich Woodarg dabei gegen Formen einer amtlichen Verantwortungslosigkeit, die mögliche Auswirkungen des eigenen, des behördlichen Handelns angesichts einer besonderen medizinischen Aufgabe in einen rechtsfreien Raum stellt, vorgeblich erzwungen durch eine überraschend in die Welt getretene bedrohliche Erkrankung, verursacht durch ein völlig neuartiges Virus. Gegen diese Krankheit soll buchstäblich jedes Mittel Recht sein. Wirklich jedes? Auch die nichtmedizinischen Interventionen von Behörden ohne Rechtsgrundlage? Woodarg stellt klar, dass die PCR-Tests das nicht leisten, was von Regierungsseite zur Rechtfertigung ihrer nichtmedizinischen Interventionen beständig herangezogen wird: eine Erkrankung feststellen, Infektiosität feststellen.
Er stellt die von medialer Propaganda verwendeten Bilder in ihren inhaltlichen Sachzusammenhang und macht dadurch deren manipulatorische Absicht erkennbar: Angsterzeugung. Er analysiert die realen Vorgänge in Kliniken und Heimen und beschreibt ihre nachteiligen Auswirkungen für Pflegebedürftige, Beschäftigte und Gesundheitssystem.
Woodarg widerspricht mit guten Gründen der Behauptung, ohne Massenimpfungen seien die Menschen hilflos gegenüber Viren, insbesondere gegenüber dem schon längst in der Version Sars-Cov 2 – Wuhan nicht mehr vorhandenen Virus. Er charakterisisiert den gegenwärtigen Impf-Hype als medizinisch überflüssige, von den Profitinteressen der Pharmaindustrie in Gang gesetzten Vorgang. Das Geschäft mit den Impfstoffen ist eine der realen Ausprägungen einer Gesundheitspolitik, die nicht bestimmt ist von der Notwendigkeit und Möglichkeit kranken Menschen zu helfen, sondern von den Gewinnperspektiven der Gesundheitswirtschaft. Er bekräftigt die Notwendigkeit einer lokal organisierten Gesundheitspflege als Zweig der allgemeinen Daseinsvorsorge in einem sozialen Rechtsstaat, benennt und beschreibt praktische Alternativen, die mancherorts schon in Gang gebracht wurden.
An vielen Stellen weist Woodarg auf die seit längerem im Gesundheitswesen vorhandene institutionelle Korruption hin, die es zwar nicht allein im Gesundheitssektor gibt, aber auch dort in hohem Maß politische Entscheidungen bestimmt. Er erläutert in einem gesonderten Kapitel die dazu gehörigen Details in der Gesundheitspolitik. Dabei folgt er dem Prinzip reale Geldströme aufzudecken und so die Frage „Zu wessen Nutzen? Zu wessen Vorteil?“ zu beantworten. Diese Geldströme kennzeichnen auch die Beziehungen zwischen Wissenschaft, Wissenschaftlern und dem Staat. Die breite wissenschaftliche Diskussion mit dem Ziel Aussagen zu treffen, die der Wirklichkeit entsprechen und so gemeinsame, gesellschaftliche Problemlösungen vorzubereiten ist weitgehend ersetzt worden durch eine von Profitinteressen bestimmte, von Lobbyisten durchgesetzte Politik wirtschaftlicher Interessenverbände. Das betreffe nicht allein die Gesundheitspolitik, sondern z. B. auch die Entwicklung der Infrastruktur oder der Agrarwirtschaft. Sein abschließendes Kapitel erinnert daran, dass wir Bürger gesellschaftliche Strukturen und Formen entwickeln können, die gegenüber der Herrschaft der Plutokraten durchsetzungsfähig sind.

Komsequenzen

Ich empfehle die Lektüre vor allem denjenigen, die seit der Ausrufung der Pandemie politische Entscheidungen aufmerksam verfolgen und in Beziehung setzen zu der nachweislich nicht vorhandenen Gefährdung durch ein vorgeblich neuartiges, bisher unbekanntes virales Geschehen. Für die nach unserer Verfassung demokratisch nicht legitimierten Maßnahmen der Exekutive gibt es keine medizinische Begründung, erst Recht keine Notwendigkeit. Die von Wolfgang Woodarg herangezogenen Belege dafür sind im Lauf der letzten Monate vielen Menschen bekannt geworden. Diese in einen politischen und interessenbezogenen Zusammenhang zu stellen gelingt Wolfgang Woodarg in einem sehr hohen Maß. Über seine politischen Handlungsvorschläge zu diskutieren ist der Mühe wert.
Unbedingt lesen! Nach der Lektüre: Maske fallen lassen! Politisch handeln!