Übersterblichkeit?

Anders als zu Beginn der Sars CoV 2 vom RKI angekündigt bzw. versprochen, gibt es im 13. Monat nach Ausrufung der Pandemie immer noch keine republikweite Erfassung der Übersterblichkeit im Rahmen der europäischen Übersterblichkeitsstatistik. Nur 2 Bundesländer (Berlin und Hessen) beteiligen sich schon länger an diesen Erhebungen. Mittlerweile muss man der Regierung und ihren Behörden wirklich Absicht unterstellen.

Quelle aller Abbildungen: https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps

Im Klartext bedeutet das: Es gibt keine Übersterblichkeit, die sich wesentlich von den jahreszeitlich wechselnden Belastungen durch Atemwegserkrankungen unterscheidet. Es gibt keine Veranlassung für die regierungsamtliche Dramatisierung der Entwicklungen und deshalb auch keine Veranlassung in die Grundrechte einzugreifen. Im Gegenteil: Die gegenwärtigen Maßnahmen belegen, dass die im 16. Jahr regierende Kanzlerin über bald 10 Jahre die sich aus der Expertise ihrer eigenen Behörden ergebenden Schritte unterlassen hat.

Verhaltet euch im Rahmen eurer eigenen Vernunft. Etwaig anfallende Bußgelder nicht zahlen und einfach widersprechen.

Wissenschaft und ihr Personal

Auf die Gefahr hin, dass ich mich – zumindest in Teilen – wiederhole: Die Panikmache ist überflüssig und lässt politische Motive vermuten. Sie ist keine auf die Gesundheit der Bevölkerung gerichtete Aktivität.

I

Es ist nicht so, dass man die Expertise nicht im Hause hätte. Hier der wöchentliche Bericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza beim RKI.
Betrachtet man die dort wöchentlich fortgeschriebene Entwicklung winterlicher Atemwegserkrankungen leichter und schwerer Art, so ist der Alarmismus der Herren Drosten und Lauterbach völlig verfehlt. Beiden kann zwar eine hohe Abhängigkeit ihrer Einkünfte und ihres gesellschaftlichen Rangs von Aufträgen und Zuwendungen der Pharmaindustrie attestiert werden, leider aber nur ein geringes Interesse an winterlichen Infektionskrankheiten.
Bei Herrn Drosten in besonders hohem Maß: Als Chef einer der Forschungsabteilungen der Charité [wie der Webauftritt verrät kein renommiertes Krankenhaus, sondern ein forschendes Gesundheitsunternehmen mit der Notwendigkait laufender Einwerbung von Aufträgen im Rahmen der Drittmittelforschung] profitiert er unmittelbar und mittelbar nicht nur von der Einflussnahme der Pharmaindustrie sondern auch von Zuschüssen der Bill & Melinda Gates Stiftung. Das Sprichwort „Getroffene Hunde bellen.“ angewandt, wurde Herr Drosten durch Einlassungen seiner medizinischen Kollegen anscheinend ganz schön getroffen. Wie anders lässt sich interpretieren, dass er auf inhaltliche Kritik so reagiert?

„Ich sage hier nur Great Barrington Declaration: Das ist eine ganze Gruppe von Pseudoexperten. Die sind alle nicht aus dem Fach, haben sich aber über infektionsepidemio-logischeThemen laut geäußert, in Form von schriftlichen

Stellungnahmen.“

https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript282.pdf; download vom 08.04.21 ; 19:28

Ein Virologe ist kein besserer Fachidiot als andere. Sonst könnte man auch sagen, ein Goldschmied habe eine größere Expertise für das Stanzen von Blech als ein Werkzeugmacher. Schließlich verwende er ein kostspieligeres Material. Ist die in weiten Teilen von der Gates-Stiftung finanzierte Forschung zu Infektionskrankheiten so etwas wie die katholische Kirche und Christian Drosten ihr allein seligmachender Stellvertreter? Begegnet der gelernte Arzt, im Unterschied zu Herrn Wieler für Menschen und nicht für Tiere, überhaupt Menschen die erkrankt sind, als symptomfrei infiziert gelten oder Schnupfen haben, Fieber oder unter einer schweren Beeinträchtigung der Lungenfunktion leiden? Seit Jahren verbringt er seine Arbeitszeit vor Petrischalen, Reagenzgläsern und Zentrifugen , seit Anfang 2020 auch vor Fernsehkameras. Dass die von ihm erfundenen PCR-Tests in der Praxis nichts wert sind, wenn zusätzlich keine klinischen Symptome vorliegen, weiß inzwischen sogar die WHO. [Liegt leider nur auf Englisch vor.]
Ich war schon mehrfach im Krankenhaus. Dort vermitttelte sich mir immer das Gefühl , dass mein Zustand eher den Assistenzarzt interessierte als den Chef der Abteilung, der an der Spitze einer hierarchisch gegliederten, pfeilförmigen Formation von Weißkitteln durch die Gänge eilte. Der souveräne Experte Drosten hat sich in der oben zitierten 82. Sendung des NDR-Corona-Updates gegenüber Kollegen derart unsachlich vergaloppiert, dass es ein Anlass zum Fremdschämen wäre, gehörte man zu seinem Fan-Club. Nur Herr Drosten ist ein Experte – und natürlich der Herr Lauterbach. Nur wer stetig warnt, handelt verantwortlich – wer beruhigende Aspekte in den Vordergrund stellt, weil er weiß, dass Angst nur Fluchtinstinkte auslöst und keine überlegte Antwort auf eine Bedrohung, der ist ein Verharmloser? Sicher kennen manche meiner Leser aus dem Fernsehkrimi die Person des dummen Opfers, die wegläuft um letztendlich erschöpft eingeholt zu werden, statt sich zu verstecken.

II

Es gibt keine von Verantwortungsgefühl geprägten Beschlüsse der Politik in Bezug auf eine winterliche Atemwegserkrankung, die für alte und sehr alte Menschen oft einen tödlichen Verlauf nimmt. Was wiegt schon ein Krebstod infolge verzögerter Diagnose und/oder Behandlung im Vergleich zur Pandemie? Die Entscheidungen sind politische. Lieber sichert die Große Koalition durch Kurzarbeitszahlungen Mercedes Dividenden. Intensivbetten in der Fläche zu erhalten ist bedeutungslos. Auch die Existenzsicherung der 1.235.767 Erwerbstätigen in der Kultur- und Kreativwirtschaft oder der 2.096.000 Beschäftigten in Hotels und Gaststätten ist politisch nicht beachtenswert.
All das wurde nicht von einem Virus erzwungen – Viren haben keinen Willen – sondern von Wirtschaftslobbyisten und einer Kanzlerin, die zwar ihren Job nicht kann, aber über eine bedeutsame Geste verfügt. Einschließlich der Lobbyisten, deren Finanziers aus der Pharmaindustrie seit Jahren ihr Geld verdienen mit Impfungen gegen Coronaviren, die jährlich zufällig einen gewissen Grad von Wirksamkeit entfalten. Wie die Zahlen aus den früheren Jahren belegen, konnten auch diese tödliche Verläufe bei alten und sehr alten Menschen nicht verhindern. Berichte über Impfnebenwirkungen und Todesfälle nach zweimaliger Impfung lassen annehmen, dass sich daran nichts ändern wird. Menschen sterben, wenn sie alt oder sehr alt sind. Manchmal an einer Erkrankung der Atemwege.

III

So lange aufrechte christliche Politiker wie Maaßen, Söder und Seehofer auf der Matte stehen, um Recht und Ordnung gegen Recht und Freiheit zu verteidigen, brauchen wir uns um Zuwächse für die AfD nicht zu sorgen.

1 Jahr Pandemie Zusammenfassung eines Arztes

Dem Verfasser Dr. med. Manfred Horst ist für die verlinkte sachliche Darstellung der allgemein medizinischen, nicht virologischen, Aspekte zu danken. Obwohl jemand, der schon gelegentlich zwischen November und April wegen einer fiebrigen Erkältung den Arzt aufgesucht hat, nichts Neues erfahren dürfte. Was wichtig ist: Dr. Manfred Horst weist auf die fehlenden Begründungen für die in fast allen Ländern mehr oder weniger umfangreichen nichtmedizinischen Interventionen in Sachen Pandemie hin. Deren Wirksamkeit wurde bisher nicht nachgewiesen.

Nachzulesen ist sein Bericht hier:

Sorglos?

„Wir sind jetzt in einer Phase der Hoffnungen, Gott sei Dank. Aber es kann und darf nicht eine Phase der Sorglosigkeit sein“, vermeldete laut RND Herr Seibert der Bundespressesprecher. 1

Kann es sein, dass ein hochdotierter Journalist nur mehr über eingeschränkte Fähigkeiten im Gebrauch der Muttersprache verfügt? Ist es nicht Aufgabe von Regierungen, Sorgen der Untertanen ernst zu nehmen, Abhilfe zu schaffen, wenn Besorgnis, Sorge die Lebensqualität mindert und die materielle Existenz breiter Teile der Bevölkerung gefährdet? Herr Seibert scheint Sorglosigkeit, Freiheit von Sorgen für unpassend zu halten und verwechselt offensichtlich Sorglosigkeit und Leichtsinn.

Das passt ins allgemeine Bild des Umgangs mit der von der WHO am 13. März 2020 erklärten Pandemie in Deutschland. Nach der seit 2010 geltenden Definition ist dies die weltweite Ausbreitung einer infektiösen Erkrankung ohne Bezug zu Letalität oder Mortalität in Zusammenhang mit einem Erreger.

Die Bewohner Deutschlands haben durch Wohlverhalten in der Produktion und durch Verzicht auf soziale Kontakte, Verzicht auf Lernen und Bildung sowie Verzicht auf Amusement die Gesundheit zu gewährleisten. Eine eher marginale Rolle spielen im Kampf gegen die ausgerufene Pandemie, verbunden mit einem quasi übergesetzlichen Notstand, beengende Wohnverhältnisse für Familien mit Kindern, ebensolche für die Bewohner von Heimen jeglicher Art für Asylsuchende, Menschen mit Handicap oder pflegebedürftige Alte.

https://www.rnd.de/politik/corona-lockerungen-bund-mahnt-vor-sorglosigkeit-GXSGTXNJVG5FHQW4FRASSYBXLU.html, abgefragt am 02.0.3. 17:30

Widerstand oder Apathie?

Um einen winzigen Stausee [max. Länge ca.1500 m] in meiner näheren Umgebung führt ein Weg zwischen Wald und Wasserfläche. Auf dem Rundweg quert man auf Bohlen auch eine Hochmoorfläche, die als Biotop kartiert ist. Zentrale Höhe der Gegend ist der Gipfel unseres Hausbergs Ochsenkopf mit 1024 m über Seehöhe. Rund um den Ochsenkopf liegen die Gemeinden Bischofsgrün, Warmensteinach und Fichtelberg. Die Lokalzeitung hat für diese Orte am vergangenen Wochenende über 3 positiv getestete Menschen berichtet, die zur aktuell vom RKI genannten 7-Tage- Inzidenz des Landkreises Bayreuth mit seinem kreisfreien zentralen Ort Bayreuth beitragen, insgesamt ca. 180 Personen.

  • Fichtelberg: 0
  • Warmensteinach: 3
  • Bischofsgrün: 0
    In zwei der 3 Gemeinden gibt es ein Seniorenheim. Zur Gemeinde Bischofsgrün in der ich wohne kann ich sagen: Es gab im Sommer 2020 4 positiv getestete Menschen, die entweder symptomfrei bleiben oder binnen kurzer Zeit den Infekt überwanden. Nur einer davon war kurzzeitig im Krankenhaus zur Beobachtung. Ich weiß also zuverlässig, dass keiner der Menschen, die seit März 2020 in meiner Wohnortgemeinde verstorben sind, ein positiv getesteter war. Seuche schaut anders aus.

Vor diesem Hintergrund wurde eine Maskenpflicht verfügt für den Rundweg um den Fichtelsee. Geneigte Leserinnen mögen auf Grundlage dieses Luftbildes beurteilen wie gefährdet Spaziergänger am Fichtelsee sein könnten, wenn sich in den genannten Dörfern derzeit 3 positiv getestete Mitbürger befinden, mit größter Wahrscheinlichkeit in häuslicher Quarantäne.


Dieses Gebiet hat eine Fläche von ca. 110 km². Auf dieser Fläche tummeln sich max. 6500 Eingeborene, ca. 60 pro Quadratkilometer . Ausreichend Abstand herstellbar? Es mag ja sein, dass zur Zeit zusätzlich einige Wohnmobile an Standplätzen dieses Raums zu finden sind. Sicher gibt es auch hie und da ein paar Städter in Ferienwohnungen oder am Wochenende Hundebesitzer aus Bayreuth, Hof, evt. auch aus Regensburg, Nürnberg oder Dresden. Noch gibt es einige Gasthöfe und Hotels, die etwa die Hälfte ihrer Betten belegen dürfen und eine Rehaklinik mit an die 200 Betten. Von bedrohlicher Nähe in möglichen Ballungen von Menschen kann also nirgendwo die Rede sein.
Seltsamerweise darf man also an einem Seeufer nur mit MNS spazieren gehen, nach wie vor dürfen aber alle Menschen, die noch eine Arbeit haben einen regen Austausch pflegen mit ihren Arbeitsorten – hauptsächlich sind das die gleichen Orte, deren Bewohner sich bei uns erholen wollen.

Die Jahreszeit für kleine Feste mit Nachbarn unter freiem Himmel ist vorbei. Spaziergänger in unserer Gegend schöpfen keine Kraft mehr aus einem schweifenden Blick über besonnte Höhen. Nicht die Einheimischen und auch nicht die Erholung suchenden Städter. Mit festem Schuhwerk laufen sie jetzt über fauliges, rutschiges Laub und schauen in den Hochnebel oder eine niedrig hängende Wolkendecke. Vor uns liegen voraussichtlich 120 solcher Tage. Vielleicht mit ein paar Tagen Unterbrechung bei einem scharfen Nordostwind, kalt und trotzdem sonnig. Es macht sich Apathie breit.

Bill Gates, der Herr über die Organisationen GAVI und CEPI hat vor kurzem in einem Interview mit dem US-amerikanischen Sender NBC angedeutet, dass der politische Schwachsinn auf diesem Niveau noch bis zu 4 Jahre dauern könnte. Gemeinsam mit seinen Freunden aus den Reihen der 100 reichsten Menschen der Welt und willfährigen Wissenschaftlern arbeitet er im Weltwirtschaftsforum auf einen Großen Neustart hin [https://www.weforum.org/great-reset/ ] . Wollen wir angesichts politischer Willkür, die keinerlei medizinische oder epidemiologische Grundlage hat apathisch auf den von oben durchgesetzten Neustart warten, oder widerständiges Verhalten üben? Unsere Phantasie in der Entwicklung neuer Handlungsformen ist gefordert.


Mit wem, mit wem nicht?

In der gegenwärtigen Lage wird eine Spaltung der Gesellschaft von Regierung und Medien herbeigeführt – gewollt oder als Folge ungenügender Einsichtsfähigkeit aller Beteiligten. In dem Bestreben diese Spaltung durch eine öffentliche Debatte zu überwinden, stelle ich eingangs eine leicht zu beantwortende Frage:

Welche deutsche Regierung hat erstmalig ihre Behörden ermächtigt, darüber zu befinden, wer als krank mit Behördenmaßnahmen rechnen muss, die sich gegen ihn selbst richten?

Es gibt Menschen jeglicher politischer Couleur, die das angesichts der Tatsache, dass intensivst gegen Mohren-Straßen gekämpft wird, vielleicht bald auch gegen Türkenstraßen, schlicht vergessen haben. Eugenik und Euthanasie wurden im deutschen Faschismus als wissenschaftliche Grundlegung betrachtet für zahlreiche menschenverachtende und -vernichtende Maßnahmen zur Herstellung eines gesunden Volkskörpers. Gegenüber obrigkeitlichen Maßnahmen für den Gesundheitsschutz ist deshalb die gleiche Aufmerksamkeit und kritische Haltung angeraten wie gegenüber den rassistischen Grundlagen des Faschismus.
Nicht allein rassische Beweggründe leiteten die Politik der faschistischen deutschen Regierung, die zwischen 1933 und 1945 in Zwangs-Einrichtungen vorgeblich im Interesse des Fortschritts und der Wissenschaft und unterstützt von deutschen Professoren Versuche an Menschen durchführte. Ziel dabei war es Mittel gegen Infektionskrankheiten zu finden, die Chancen der Wundheilung für Soldaten zu verbessern oder bakterielle Kriegführung zu ermöglichen. Opfer dieser Menschenversuche waren Behinderte, rückfällige Straftäter und andere sozial auffällige Menschen. [Ich verwende hier das Wort Lager nicht, weil nicht alle Menschen, die solcherart gedemütigt, missbraucht und getötet wurden, in Konzentrationslager verbracht wurden. Eingriffe wie z. B. Zwangssterilisation und Kastration und die Tötung `lebensunwerten Lebens´ wurden auch in Gefängnissen, Heimen oder in Forschungseinrichtungen vorgenommen.]

In der Sache:
1. Gegenwärtig entscheiden Behörden – nicht allein in Deutschland – mit Hilfe eines wissenschaftlich umstrittenen Tests, wer als krank zu gelten hat. Um die Anklänge an frühere Zeiten im Hintergrundgeräusch untergehen zu lassen, spricht man nicht von Kranken, sondern von Infizierten. Und die meisten von ihnen sind und werden ja auch nicht krank.
2. Ein öffentlich propagiertes Gesundheitsinteresse mündete Ende März ´20 in eine Ermächtigung des Gesundheitsministers und der nachgeordneten Behörden, ohne Einflussnahme des Parlaments, Maßnahmen zu ergreifen, die nicht hinterfragt werden dürfen. Dazu gehören z. B. Geldstrafen für Menschen, die sich privat treffen (z. B. 150 €, ersatzweise Haft); amtlich angeordnete örtliche Festsetzung (Quarantäne) von Menschen; Verbringung alter und nicht mehr entscheidungsfähiger Menschen an ungewohnte Orte und Kontaktsperren für deren Angehörige.
3. Wenn es nicht um die durch Erwerbsarbeit erzwungene Mobilität geht, greifen massive Einschränkungen der persönlichen Bewegungsfreiheit über innere Grenzen hinweg. Landesteile, Landkreise, Orte werden zu Risikogebieten erklärt, deren Bewohner man dem Risiko aussetzt, andernorts wegen ihrer Herkunft tätlich angegriffen zu werden. Ministerpräsidenten zweier benachbarter Bundesländer entblöden sich nicht, pressewirksam zu debattieren, woher der Infizient kam – aus Bayern oder Thüringen.
4. Gesetze, die dazu beitragen sollen, dass Arme sich nicht angeblich freiwillig dem Risiko aussetzen, durch Versuche an Menschen neue Impfstoffe und Medikamente zu erproben, wurden gelockert. Die Beschränkungen für eine vertretbare Erprobung von Medikamenten und Impfstoffen an Menschen wurden zeitlich und inhaltlich aufgeweicht.
5. Während rechte Gewalt von Ermittlungsbehörden und Gerichten weitgehend unbehelligt bleibt, Polizei- und Militäreinheiten sich als rechte Zellen organisieren, werden Menschen diffamiert, die sich angeblich mit Rechten gemein machen, mit Menschen die – für alle deutlich erkennbar – einfach einen an der Klatsche haben: abgewrackte Musikanten, sendungsbewusste Veganköche und auch öffentlich weniger bekannte Mitmenschen, die vielleicht zu den 30 % der Bevölkerung gehören, die nach Meinung von Fachblättern mehr oder weniger stark psychisch oder mental beeinträchtigt sind.

Noch nie dagewesene Gefahr
Es mag für manche, möglicherweise für viele, meiner sich links und kritisch gebärdenden Freunde als antifaschistisch gelten, dass man die gegenwärtigen Einschränkungen und Gefährdungen menschlicher Freiheitsrechte aus Gründen, die für mich nicht nachvollziehbar sind, nicht nur für vertretbar hält,

sondern für angemessen und notwendig.
Es gibt jedoch die Möglichkeit saisonale Spitzen von Virusinfektionen über die Jahre zu vergleichen. [ s. o. ] Die Covid 19-Kurve folgt ungefähr früheren jährlichen Kurven der Sterblichkeit im Jahresverlauf.
Auf dem Stand der Wissenschaft ist eine fundierte Einschätzung zu Ursachen, Mortalität und Letalität des Virus Sars_Cov 2 und seinen bereits vorhandenen und nachgewiesenen Mutationen noch nicht möglich. Keine der mittlerweile unübersehbaren Zahl von Studien und Erfindungen in Sachen Corona [ siehe https://www.nlm.nih.gov/ – Medizinische Bibliothek der nationalen Gesundheitsbehörde der USA ] ist seit der öffentlichen Bekanntgabe der Struktur des Virus Sars_Cov 2 Anfang Januar 2020 durch den chinesischen Vertreter in der WHO wissenschaftlich validiert, empirisch überprüft oder andernorts in ihren Aussagen bestätigt worden. Deshalb wird es Zeit, sich gegen die Fortführung einer wissenschaftlich nicht begründeten Politik zu wehren, die eine Verhältnismäßigkeit der Mittel, der angewendeten rechtlichen Maßnahmen vermissen lässt. Die Ermächtigung von Gesundheitsminister und Regierung durch das Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite läuft zwar nach einem Jahr aus, Befürchtungen sind aber nicht unbegründet, dass die herbeigeführte Verängstigung vieler Menschen dazu beitragen wird, weiterhin – evt. sogar unbegrenzt – jedwede vorgeblich gesundheitsschützende Maßnahme der Regierung zu dulden, auch wenn sie sich der öffentlichen Kontrolle durch das Parlament entzieht.

Stammhirn vs. Großhirn
Die Wörter Alarmismus, Verängstigung, Panikmache bezeichnen eine Grauzone zwischen begründeter Vorsicht und politisch veranlasster Angsterzeugung zur Unterstützung von Manipulationszwecken. Wer Demonstranten mit und ohne MNS als Covidioten, potentielle Mörder oder rücksichtslose Egoisten bezeichnet, der bewegt sich auf einem sprachlichen Terrain, das eine vernunftorientierte offene politische Debatte erschwert, wenn nicht verhindert. Meine Kritik an den Regierungsmaßnahmen beruht auf den im folgenden skizzierten Überlegungen zur Empfindung von `Angst´, einem Gefühl, das konkret in der Frage der Verhältnismäßigkeit der Mittel zur Bekämpfung der Ausbreitung einer infektiösen Erkrankung eine gewichtige Rolle spielt.
Angst ist ein in der menschlichen Evolution sehr früh entwickelter, dem Stammhirn entspringender Impuls, der Panikreaktionen veranlasst. Solche Panikreaktionen können in Aggression münden, in Flucht oder in Schockstarre. Tiere sind häufig auf eine der angegebenen möglichen Panikreaktionen spezialisiert, die man zu Recht als Reflex bezeichnet. Die Panikreaktionen der Menschen hingegen sind selten vorhersehbar. Im Umgang mit einer optisch nicht wahrnehmbaren, viralen Bedrohung, die das Immunsystem aller menschlichen Körper herausfordert, ist Angst gewiss nicht nützlich oder hilfreich. Im Gegenteil. Angst kann, wie man weiß, abhängig von den individuellen psychischen und körperlichen Voraussetzungen, massive Veränderungen von Atmung und Herzschlag bewirken. Angstgefühle tragen nicht dazu bei, die von Herz und Lunge zu leistende Sauerstoffversorgung des Körpers optimal zu gewährleisten, die für eine Bereitstellung von Abwehrstoffen durch das Immunsystem von essenzieller Bedeutung ist.
Angst schwächt das Immunsystem. Sie verstärkt eine vorhandene körperliche und organische Abwehrschwäche, die z. B. gerade bei armen Menschen wegen Fehl- und Mangelernährung ohnehin extrem häufig vorliegt. Wir wissen, dass in allen Ländern tödliche Verläufe einer Covid 19 Erkrankung vor allem die Armen der großen Städte betreffen. Deutlich weniger die finanziell gesicherten älteren Menschen mit Garten um das ländliche Einfamilienhaus mit ausreichend Bewegung an frischer Luft, Besonnung und Lieferung von Bio-Nahrungsmitteln an die Haustüre.

Verhältnismäßigkeit
Ob es vor diesem Hintergrund als verhältnismäßig bezeichnet werden kann, überall auf der Welt die Ärmsten der Armen ihrer materiellen Existenz zu berauben, und das Augenmerk auf einen gefühlten Schutz derjenigen zu richten, die eher zu den Saturierten zählen, das muss gefragt werden und Regierungen müssen gezwungen werden, darauf begründet zu antworten. Die Verfechter einer Fortdauer der Pflicht zum Tragen eines textilen Mund- und Nasenschutzes wissen durchaus, dass dieser bestenfalls das Risiko für andere herabsetzt, das eigene Infektionsrisiko aber nicht mindert. Den Armen nützt er also am wenigsten. In Demokratien müssen Regierungs- und Behördenmaßnahmen auf ihre Verhältnismäßigkeit überprüfbar sein. Niemand muss hinnehmen, dass Behörden ihre Maßnahmen in der Sache öffentlich nicht begründen und fast ausschließlich Wissenschaftler zu Wort kommen lassen, die nicht allein ein Einkommen aus öffentlichen Kassen beziehen, sondern von Stiftungen, die ihre Gelder bei der Pharmaindustrie einsammeln und die mit einzelnen Pharmaherstellern erwerbsorientiert persönlich verflochten sind.
Die moralisch begründete Abwertung der Kritiker des Regierungshandelns durch vorgeblich richtig informierte, real aber umfassend verängstigte Menschen weise ich deshalb zurück. Es sind eher therapiererfahrene Menschen mit guten Einkommen, die sich Techniken haben aneignen können, die ihnen helfen, die bereits angesprochenen Auswirkungen von Ängsten auf Kreislauf und Atmung zu beherrschen. Zu fünft in einer Drei- oder gar bloß Zwei-Zimmer-Wohnung im 5. Stock, ist das schwieriger.
Fazit: Eine Verhältnismäßigkeit der Mittel ist aus meiner Sicht nicht gegeben, wenn man gerade die materiell benachteiligten Teile der Bevölkerung einschränkt: in ihrer Bewegungsfreiheit, ihren Selbstbestimmungsrechten, ihren Erwerbsmöglichkeiten um die Gesundheit derer zu schützen, die für den Eigenschutz, eine gute persönliche Immunabwehr, ohnehin die bestmöglichen Voraussetzungen haben. Menschen, die außerhalb ihrer Wohnung ihre Existenz sichern müssen, evt. nicht einmal eine eigene Wohnung haben, Wege zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen müssen, gemeinsam mit vielen anderen Arbeitsräume, Pausenräume, Unterkünfte nutzen müssen – all diese Menschen sind ohne jeden Zweifel massiv benachteiligt gegenüber all denjenigen, die über optimale Voraussetzungen zur Stärkung ihrer Immunabwehr verfügen und darüber hinaus noch über Gegenstände, Ausrüstung, die ihnen einen sicheren freiwilligen Aufenthalt zuhause ermöglichen und erleichtern. Das Gärtchen ums Eigenheim nicht zu vergessen.

MoralinVersuch einer stofflichen Qualitätsprüfung
Ist es wirklich ein Beleg überlegener Moral, ein Gesundheitsregime mitzutragen, das die unteren Klassen mit der Perspektive eines Impfstoffs und durch Erzeugung von Angstgefühlen bei der Stange zu halten versucht, und gleichzeitig den eher Saturierten die Möglichkeit verschafft, sich ein Wohnmobil zuzulegen oder zu leihen um am Wochenende im Voralpenland oder an der Ostsee Luft zu schöpfen? Die politisch motivierte Denunziation aller Kritiker der Regierungsmaßnahmen als rechtsoffen oder gar rechtsaffin halte ich für den Ausdruck einer – vielleicht unüberlegten – Komplizenschaft mit Herrschenden und Obrigkeit – nicht für einen Ausdruck von Mitgefühl und schon gar nicht für den Ausdruck einer antifaschistischen Grundeinstellung.
Die Regierung ersetzt nämlich die propagandistische Formel `Deutschland über alles´ durch die ebenso propagandistische Formel `Gesundheit über alles´ . Sie meint damit aber offensichtlich die maximale Abschöpfung öffentlicher Mittel durch die Hersteller ungeprüfter Testmaterialien und noch nicht vorhandener Impfstoffe. Letzteren hat man bereits die Abnahme von Millionen Impfdosen vertraglich zugesichert, ohne die zeitlich geraffte Erprobung überhaupt abzuwarten. Die gleichzeitige Bedrohung und Vernichtung von Millionen materieller Existenzen durch das Vorenthalten von Arbeitsmöglichkeiten ist weder verhältnismäßig noch menschenfreundlich, gesundheitlich zuträglich oder demokratisch.

Wörter mit `be-´

Vergleichende Sprachwissenschaft habe ich nicht gelernt. Es ist also eine ganz subjektive Einschätzung, dass die unter Deutschen beliebten Passivkonstruktionen mit Hilfe von Verben, die mit der Vorsilbe `be´ anfangen die Neigung verstärken, andere `be´-stimmen zu lassen. Ob es sich dabei um eine nationale Mentalität handelt, mögen `Be´-rufenere entscheiden, die sich mit so etwas auskennen. Ich persönlich finde es einfach auffällig.

Die Berufenen einer Behörde, die für die Bearbeitung von Seuchen zuständig ist, bestimmen gegenwärtig, weitgehend frei von rechtlichen Skrupeln oder Überlegungen zur materiellen Richtigkeit, was Mensch im deutschen Alltag zu tun oder zu lassen hat. Sie legitimieren dies mit der Behauptung, sie seien beauftragt mich, Angehörige einer Risikogruppe, zu beschützen. Deshalb werde ich, werden wir, täglich auf allen medialen Kanälen belehrt, hinsichtlich der immensen Bedrohung durch eine globale Seuche, die lt. einer anderen Behörde, der WHO, alle Weltbürgerinnen, Weltbürger und Weltdiverse jeglicher Hautschattierung gleichermaßen betrifft. Die unterschiedlichen materiellen Ausgangslagen verschiedener Teile der Weltbürgerschaft, die möglicherweise zu unterschiedlichen Risiken führen, spielen in dieser Frage keine Rolle, denn außer Geschlecht und Lebensalter gibt es keine Unterscheidungen, die von Bedeutung sind – meinen die amtlich bestallten und von Pharmaunternehmen bezahlten Bewerter der berufenen Behörden.

Stimmt das, was sie behaupten? Was buchstäblich meint, dass diese Beamten, Beauftragten und Behörden, die einzigen seien, die einen Kopf mit Füllung besitzen. Alle anderen laufen hauptlos umher. Wollen wir uns angesichts dieser Lage nicht daran erinnern, dass jeder von uns ein eigenes Haupt trägt, das bei aufrechtem Gang oben ist und mit dessen Hilfe wir uns gegen die Bestimmer, Belehrer und Beschützer wehren können?