Grundeinkommen

Im neuesten Heft, der Nummer 198, hat sich auch die „Arbeiterstimme“ mit dem bedingungslosen Grundeinkommen beschäftigt. Die „Arbeiterstimme“ hat allem Anschein nach nicht die Möglichkeit regelmäßig ihre Beiträge über das Netz zu veröffentlichen. Deshalb übernehme ich ihn hier ins „Dossier Grundeinkommen“.   Der Artikel informiert umfassend über unterschiedliche Konzepte und lässt Vertreter des BGE zu Wort kommen und kommt zu interessanten Schlüssen unter der Perspektive der Auseinandersetzung zwischen Kapital und Arbeit.

Zum Text unter dem Titel: “ Das bedingungslose Grundeinkommen – die humanistische Antwort auf den technologischen Fortschritt? geht´s hier .

Ich empfehle die vierteljährlich erscheinende Arbeiterstimme, die  in der Tradition der KPD-O steht. Sie ist zu bestellen über Thomas Gradl, Postfach 910307 Nürnberg oder die Mail-Adresse redaktion@arbeiterstimme.org

Uns geht die Arbeit aus? – Eine Polemik

Angesichts der Tatsache, dass Politik immer mehr zu einem Geflecht punktueller symbolischer Handlungen verkommt, verbunden durch inhaltsleere Sprechblasen, muss ich einfach ein paar reale, konkrete, materielle Pflöcke einschlagen zu einer der gegenwärtig in den technisch fortgeschrittensten Industriestaaten weit verbreiteten Sprechblasen. Allerorten begegnet uns die Behauptung, dass uns die Arbeit ausginge. Sie wird mit einem hoffnungsvollen Unterton ausgesprochen, von denjenigen, die annehmen die technische Entwicklung werde uns von der Last der Arbeit befreien. Sie treibt aber auch Menschen, die an Arbeit gewöhnt sind in die blanke Existenzangst. Allein dieser Widerspruch könnte einen veranlassen, die Rede von der verschwindenden
Arbeit als Behauptung zu erkennen – nicht als Wahrheit, nicht einmal als hinreichend begründete Aussage. Misstrauen in dieser Hinsicht könnte schon meine Beobachtung wecken, dass sich IGMetall, der Industrieverband Gesamtmetall und die Initiative neue soziale Marktwirtschaft auf geheimnisvolle Weise darauf verständigt haben, dass „Uns geht die Arbeit aus.“ als unangefochtene Grundlage aller weiteren Debatten zum
Arbeits- und Sozialrecht zu gelten hat. Da lohnt es sich vielleicht doch, der Richtigkeit dieser Behauptung nachzugehen.

 

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