Wahrheit(en)

Das sieht so aus, als würde die Bedeutung des Materiellen abnehmen, wir in Zukunft auch zufrieden sein werden, Autos oder andere Dinge nicht mehr zu besitzen, sondern nur die Möglichkeit haben, bei Bedarf Zugang zu ihren zu erhalten, sie wie eine Wohnung zu mieten. Aber auch die digitalen Daten befinden sich nicht in einer leichten, schwebenden Wolke, sondern in bunkerhaften Rechenzentren, in möglichst feinstaubfreien und daher lebensfeindlichen Reinräumen, die überdies aufwändig gekühlt werden müssen und so viel Strom verbrauchen wie ganze Kleinstädte.

Florian Rötzer in Overton

Richtig! Es sieht so aus!
Da in „unserem“ Industrieland in den letzten Jahrzehnten kaum etwas so viel Federn hat lassen müssen wie die naturwissenschaftliche Bildung, kann man Menschen in allen Fragen von „Energie“ und „Stofflichem“ verarschen ohne Ende.
Nach meiner Einschätzung sind es mittlerweile vor allem die Zöglinge anthroposophisch orientierter Kindergärten und Grundschulen, die im bildungsfähigen Alter bis etwa 14 +/- 2 noch Erfahrungen sammeln dürfen im direkten Umgang mit Dingen aus der Natur, ihrem Nutzen und ihren Tücken. Alle anderen werden auf ein „Wissen“ dressiert, das binnen kürzester Zeit veraltet, weil der notwendige Zeit- und Personalaufwand für den Prozess des Klärens zu viel kostet. Daher auch der Erfolg von Angst- und Hoffnungskampagnen jeglicher Art.
Übrigens: Oman und Island stehen an der Spitze des Weltenergieverbrauchs. Das Temperaturhalten dürfte weltweit der energieintensivste Teil des modernen Lebens sein. Vor etwa 50 Jahren habe ich gemeinsam mit meinem damaligen Mann erwogen, in ein wärmeres Land umzuziehen. „Meinst du allen Ernstes ich rubble rollenverteilt gemeinsam mit den anderen Frauen die Wäsche und hüte das Feuer, so lange bis ihr mit dem Windradbauen fertig seid?“ Das eine u n d das andere gibt´s halt immer nur im Paket. Dialektik nennen das Geisteswissenschaftler. Naturwissenschaftler kennen es als den Dualismus von Welle und Teilchen. Was machen wir bloß mit den ganzen Leuten, die immer „das Wahre“ suchen?
Seit Gesellschaftswissenschaftler und Psychologen ständig auf der Suche sind, nach den kleinstmöglichen Elementen menschlicher Beziehungen, damit wir die tagtäglich, stündlich, minütlich optimieren können, läuft so gut wie alles schief.

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