Weltweite Angleichung von Arbeitsbedingungen

Quick commerce – Die Rückkehr der Dienstbotengesellschaft“ überschreibt Jens Berger seinen Artikel auf den Nachdenkseiten zu einer neuen Erscheinung, die eigentlich altbekannt ist: persönliche Dienstleistungen als unterbezahlter und nicht sozialversicherungspflichtiger Broterwerb für Arme. In aller Regel arme Frauen und Kinder. Vom Wäscherubbeln im 4. Hinterhof der städtischen Mietskaserne, dem anschließenden Mangen und Bügeln übers Nähen, Flicken und Stopfen, Hauskochen bei Einladungen etc. . Nur eines hat sich geändert: Das alles dürfen jetzt auch Männer. Solche, die gut Radeln können oder gut kochen. Wenn das keine Emanzipation ist!
Das ist der Teil der Globalisierung, der den milliardenschweren Profiteuren der Digitalisierung der Kommunikation am liebsten ist: die Angleichung weltweiter städtischer Lebensverhältnisse durch lokale Handelsstützpunkte (Kiosk) und Garküchen (Imbiss). Es müssen ja nicht gleich Zustände sein wie in Bangkok, aber sicher lassen sich die auch in Deutschland herstellen. Sie erleichtern den share workern im homeoffice das Leben. Es gibt keine ausgebeutete Gruppe für die man nicht eine Möglichkeit erfinden könnte, sich trotz miesester Arbeitsbedingungen privilegiert zu fühlen. Und gleichzeitig noch gut! Je nach Einkommen sind Trinkgelder schon seit Menschengedenken eine Möglichkeit sich besser zu fühlen und Großzügigkeit zu demonstrieren.
Was weltweit keinesfalls zur Gewohnheit werden darf: Guter Lohn für gute Arbeit. Das würde das aktuelle philanthropische Projekt der obersten 1000 der Welt scheitern lassen.

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