Keiner der folgenden Menschen hätte das ohne sorgfältige Recherche gewusst.

Die Hausfrau nicht, die aus 3 kg Waschpulver statt 120 Wäschen 150 herausholt.
Der Gastwirt nicht, der täglich aus 500 g Schweinefleisch 5 Portionen Gulasch macht statt 4.
Opa nicht, der heute 1 Tafel Schokolade statt auf drei Enkel auf vier verteilt.
… … … …
Unser aller Dank zur Jahreswende an die Qualitätsmedien für ihre zuverlässige wissenschaftsnahe Information.

Höhle, Lehm, Stein und das Geistige

Warum leben Menschen in Höhlen? Weil sie Schutz suchen und es in ihrer Umgebung Höhlen gibt.
Warum leben Menschen in Hütten aus geflochtenen Zweigen und bestreichen sie mit Lehm? Weil sie Schutz suchen und es in ihrer Umgebung Buschwerk und tonige Erde gibt.
Warum leben Menschen in Häusern aus Stein? Weil sie Schutz suchen und es in ihrer Umgebung Steine gibt, die man aufschichten kann.


Das Lebendige
Am Anfang steht die Notwendigkeit des Überlebens, des Überlebens des Individuums und der Art. Beide Notwendigkeiten sind ineinander verwoben, und machen jede individuelle Existenz gleichzeitig zu einer gesellschaftlichen. Das ist keine besondere menschliche Eigenschaft. Es gibt den einsamen Wolf und den Rudelführer – Arten, die den Einzelgänger genauso kennen wie das Herdentier, eine große Vielfalt von Rollen zulassen und gleichzeitig begrenzen. Die Sphäre, in der individuelle und gemeinsame Bedürfnisse abgeglichen werden, ist in hohem Maß konfliktträchtig. Unter Wölfen und unter Menschen. In der menschlichen Geschichte hat sich gezeigt, dass das Fokussieren auf Jenseitiges, vorgeblich Ewiges, menschliche Werte, Höheres, Geistiges, ein gemeinsamer Glaube die Konflikte abfedern, mildern kann. Es wird verwiesen auf eine höhere Instanz, die quasi als Schiedsrichter und über den realen Dingen stehend alles Individuelle und alles Gesellschaftliche leitet, ins rechte Verhältnis setzt, eine Instanz, deren Schiedssprüche anerkannt werden. Es ist unerheblich, ob diese Instanz hauptberuflich die Erde erschaffen hat, den Sonnenwagen über das Firmament zieht oder für unser aller ewiges Leben ihres gelassen hat. Dass die Methode, die innerhalb von Gruppen Gemeinsamkeit stiftet, gleichzeitig dazu verhilft zwischen den verschiedenen Gruppen schlimmste Gewaltausbrüche herbeizuführen, Kriege, ist seit langem bekannt. Es ergeben sich daraus folgende Fragen: Woraus resultiert die Macht der Herrschenden? Haben die hervorgerufenen Gewaltausbrüche ein Ziel? Wenn ja, welches?

Macht und Ohnmacht
Zu dieser Eingangsfrage gibt es Antworten die man in mehreren Traditionslinien bündeln kann:
A:
Herrschaft wird als von einem Gott gestiftete Machtausübung angesehen, die von der Gottheit in die Welt gesetzt wurde, um das Überleben der Gruppe zu gewährleisten. Kritik an der so legitimierten Herrschaft benutzt die Leitlinien der herrschenden Religion selbst als Hebel gegen ausufernde Macht oder unzureichende Erledigung der gottgegebenen Aufgaben, Wahrnehmung der besonderen Verantwortung.
B:
Machtausübung ist Teil des menschlichen Verhaltensrepertoires. Deshalb gibt es auf der psychischen Ebene geeignete Reaktionsmuster, die geeignet sind Macht zu begrenzen. Weniger mächtige Menschen können sich fähig machen -lernen – Mächtige in ihre Schranken zu weisen.
C:
Organisierte Machtausübung setzt Fähigkeiten voraus, die geeignet sind, Hungerperioden zu mildern oder zu verhindern. Macht ist innig verbunden mit der Fähigkeit die Nahrungsmittel zu beschaffen, die das Überleben der Gruppe sichern. Machthabende, die keine Bereitschaft zeigen die gemeinsam erzielten Überschüsse gerecht zu verteilen, werden angefeindet. Dies gilt für Familien, Clans und Völkerschaften gleichermaßen.

Der Menschen Recht
Gibt es eine zeitliche Abfolge dieser Weltsichten oder Traditionslinien, die eine Vorstellung von geschichtlichem Fortschritt begründen? Jede dieser Traditionslinien hat über die Zeit dazu beigetragen, Macht und gewaltsame Konflikte zu legitimieren, dem Gegner eine Verletzung der jeweils eigenen Linie zu unterstellen und dadurch die eigene Gewaltausübung zu rechtfertigen. Keine dieser Traditionslinien birgt in sich eine Tendenz zur Gewaltlosigkeit, die einen absoluten Respekt vor dem menschlichen Leben beinhalten würde.
Wer auch immer gegenwärtig mit der Losung hausieren geht, seine Form der Machtausübung sei die einzig anzuerkennende Form das uneingeschränkte Recht jedes Einzelnen auf ein möglichst langes Leben zu garantieren, der ist kein Wissenschaftler. Jeder einzelne Mensch, seine Gesellschaften und die Herrschenden, die Mächtigen, die Regierenden, müssen das Faktum zur Kenntnis nehmen, dass es Kräfte, Ereignisse gibt, die menschlicher Kontrolle in den von Menschen überschaubaren und gestaltbaren Zeiträumen nicht unterliegen. Seien es die Winde, der Regen, die Temperatur, bakterielle oder virale Mitbewohner auf diesem Planeten, Biber oder Wölfe, fossile Energieträger, die Wellen des Meeres oder Strahlen – der Katalog ist unvollständig und wird unvollständig bleiben. Jeglicher Macht, die sich mit einem Verweis auf überlegene Weisheit und Wahrheit zum Beschützer der Individuen und ihrer Gesellschaften aufschwingt, ist mit Skepsis zu begegnen. Nicht einmal bekennende und praktizierende Christen, die ich kenne, sind frei von Zweifeln an ihrer Religion, an göttlicher Weisheit und Allmacht und der Berechtigung ihres Vertrauen in weltliche religiöse Instanzen. An anderer Stelle habe ich das in diese Sätze gefasst: „Sowohl im Christentum als auch im Islam werden als Mystiker diejenigen bezeichnet, die behaupten, jeder Mensch habe einen eigenen Zugang zur Wahrheit. Der Papst, manche Religionsgelehrte und Mächtige behaupten,  die Wahrheit brauche die Vermittlung durch Experten. In unserer  säkularen Welt sollte man deshalb ganz besonders misstrauisch sein gegenüber denjenigen, die behaupten, die Wahrheit sei etwas, das Experten und dem qualifizierten Personal vorbehalten ist.“

Wissenschaftliche Wahrheit
Die Wissenschaften haben Übereinkünfte dahingehend getroffen, welche Methoden zur Erkenntnisgewinnung in ihrem Gegenstandsbereich gelten. Das schließt jedoch nicht aus, dass gegenwärtige und zukünftige Entwicklungen eine Korrektur dieser Methoden erfordern. Die Aussage „Was wahr ist, muss wahr bleiben“ ist in Bezug auf wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung nur bedingt richtig, nämlich nur dann wenn in Bezug auf die Erkenntnisse deren Gültigkeitsbedingungen klar beschrieben sind.
Was als gesicherte Erkenntnis gilt ist das Ergebnis zeitraubenden Widerstreits. Was im Vorgriff auf ein mögliches Ergebnis als Grundannahme formuliert und zur Diskussion gestellt wird, ist eines mit Sicherheit nicht: wahr. Es lohnt sich den feinen Unterschieden nachzugehen, die durch die Wörter Vermutung, Hypothese, Annahme, Theorie umrissen werden. Auch die Vermutung einer Wissenschaftlerin bleibt eine Vermutung, so lange nicht viele andere von dieser Vermutung ausgehend Überprüfungsmodelle entwickelt haben, Ergebnisse hervorgebracht und miteinander abgeglichen haben. Deshalb verwende ich im Bereich der Wissenschaft(en) lieber das Wort richtig. Die Unterscheidung hilft klarzustellen, dass die Aussage keine absolute Wahrheit darstellt, sondern für bestimmte Gegenstände unter bestimmten Umständen gilt. Der Philosoph Ludwig Wittgenstein spricht in diesem Zusammenhang von Wahrheitswerten. Es ist eine Anmaßung wenn Faktenchecker genannte Experten sich als Wahrheitsbesitzer ausgeben. Erst Recht dann, wenn es sich um gesellschaftsbezogene Aussagen handelt, die im günstigsten Fall als wahrscheinlich richtig angenommen werden, weil sie von vielen Menschen, meistens den herrschenden, geteilt werden. Die Durchsetzung gesellschaftlicher Wahrheiten mit diktatorischen Mitteln ist weit verbreitet, sobald die Propaganda zu den damit verbundenen Wahrheiten nicht mehr greift.

Meinen Mitmenschen rufe ich zu: „Viel Spaß bei der Wahrheitsfindung und der Kontrolle der gedachten, vorgestellten und praktizierten Abwege, ihr Kronen der Schöpfung!“

Politische Moral – moralisierende Politik

„Russlands Probleme anders zu lösen als mit Nowitschok, Pistolen und Njet würde Sanktionen überflüssig machen.“ schrieb Torsten Krause am 14. Oktober in einem Kommentar der „Welt“. Wer solche Sätze zu formulieren wagt, hat von dem grundlegenden Prinzip des Völkerrechts und des friedlichen Zusammenlebens der mittlerweile 193 Mitgliedsstaaten der UNO nichts begriffen. Der Schreiber mischt sich ein in Angelegenheiten, die ihn nichts angehen. Er hat sich für russische Probleme weder verantwortlich zu fühlen, noch obliegt es ihm, sich im Rahmen bürgerlicher Verantwortung an der Lösung russischer Probleme zu beteiligen. Natürlich darf er sie kommentieren, denn den eigenen Senf dazugeben darf jeder.

Beziehungen zwischen Menschen und ihren Räumen

Wie würden Sie reagieren, käme jemand zu Besuch und würde anfangen Ihre Einrichtung zu kritisieren? Vielleicht mit der Begründung, er habe gehört, dass Ihrer Frau die Wohnung nicht gefalle, sie traue sich aber nicht, das zu sagen, weil sie vor Ihnen Angst habe. Der Billiardtisch müsse raus, denn auf der großen Fläche und dem umlaufenden freien Raum würde sie lieber tanzen. Ihren Protest wischt er vom Tisch mit den Worten „Gleich kommen Handwerker und Transporteure mit Gurten. Wir schaffen das.“ Absurd, oder?
Aus einer solchen zwischenmenschlichen Einschätzung resultiert wohl das Prinzip der Nichteinmischung im Völkerrecht.
Sie kämen auch nicht auf die Idee, in Hamburg wählen zu wollen, wenn Sie in München wohnen und meinen, wie man eine Großstadt regiere, wüssten sie besser als alle Hamburger, denn schließlich sei München die größte Stadt zwischen Hamburg und Rom.
Vielleicht wird es der Bürgermeister der Nachbargemeinde hinnehmen, wenn sie sagen: „In ihren Ort würde ich nie ziehen. Für meine Kinder ist mir das Schulhaus zu alt.“ Er könnte eine solche Äußerung vielleicht politisch verwerten, weil er schon lange das Schulhaus sanieren will, und der Gemeinderat will die nötigen Gelder nicht aufnehmen. Aber würden Sie selbst sich mit dieser Aussage auf der nächsten Bürgerversammlung der Nachbargemeinde einmischen?
Die Beziehungen zwischen Menschen und ihren Nachbarn sind ein schwieriges Feld. Egal ob die Nachbarn Einzelne sind, eine Familie, ein Kindererholungsheim, die große Kreisstadt, ein Regierungsbezirk, ein Bundesland oder ein Staat. Einmischungen werden selten geschätzt und in aller Regel werden sie zurückgewiesen. Manchmal gibt es Regierende – Bürgermeister, Landräte, Regierungspräsidenten, Ministerpräsidenten, Kanzler oder Präsidenten – die darauf im Namen der von ihnen vertretenen Bürger sogar ausgesprochen trotzig reagieren. Selbst der Gründung eines kommunalen Zweckverbandes für den Neubau einer gemeinsamen weiterführenden Schule gehen oft zeitraubende Verhandlungen voraus zwischen den Gemeinden, wo die Schule stehen soll, damit die Buskosten für alle Beteiligten tragbar bleiben. Glücklicherweise verfügen nur Staaten über Armeen. Benachbarte persönliche Widersacher bemühen meistens Anwälte und Gerichte und schlagen nur sehr selten zu oder werfen Unrat über den Zaun.
Es erhebt sich die Frage: Warum ist es im internationalen Bereich so schwer, sich an vereinbartes Recht zu halten, das es ja gibt: die UN-Charta, weitere völkerrechtlich verbindliche Verträge , Konventionen und Absichtserklärungen.

Interesse und Moral

In fast allen Inhaltsfeldern der Politik scheint gegenwärtig eine moralische Herangehensweise geboten zu sein. Die Frage nach dem Interesse der Handelnden wird nicht mehr gestellt, darf nicht mehr gestellt werden. Automatische Folge: Unterschiedliche Interessen und Einschätzungen können auf dem Verhandlungsweg keiner Lösung mehr zugeführt werden. Es gilt nur noch die Frage nach Gut oder Böse, egal welche Pole angesprochen werden: göttlich oder teuflisch, Yin oder Yang, Gesundheit oder Tod, Freiheit oder Diktatur, Weltherrschaft oder Chaos, Ichsucht oder Nächstenliebe, fröhliches Geben oder zerstörerischer Geiz? Alles nur eine Frage der moralischen Haltung?
Wer den Lauf der Welt davon abhängig macht, ob das Gute siegt oder das Böse und keinen vernünftigen Gedanken darauf verwendet, Mehrheiten für sachgerechte Lösungen zu finden – der verlässt das Feld der Politik. Das kann man natürlich tun. Es gibt viele Menschen, die es für sinnlos halten, gesellschaftliche Probleme mit Hilfe von organisierter Einflussnahme und den damit verbundenen Verfahren lösen zu wollen. Manche sind überzeugt, dass Beten hilft. Andere setzen den Übeln der Welt ihr eigenes Handeln entgegen indem sie Menschen aus dem Mittelmeer retten, nach Katastrophen medizinische und technische Hilfe leisten, den in Deutschland gestrandeten Menschen fremder Muttersprache beibringen, sich in der Landesprache zu verständigen o. ä. . Dieser persönlichen Bereitschaft durch eigenes Handeln die Welt zu einem besseren Ort zu machen, sind jedoch sehr enge Grenzen gesetzt. In aller Regel sind Menschen, die das versuchen auf Spenden von Mitmenschen angewiesen, die dazu beitragen, dass man Rettungsschiffe kaufen kann, Rettungstragen und Decken, Wasserrohre oder Papier und Bleistifte. Das wiederum bedeutet, dass man sich organisieren muss um wirken zu können, womit wir wieder in der politisch-gesellschaftlichen Sphäre wären.
In einem vor einigen Wochen hier veröffentlichten Text habe ich darauf hingewiesen, dass es durchaus problematisch sein kann, sich mit der Begründung, wir seien doch alle Menschen, auf eine angenommene Gleichheit zu beziehen und an die Mitmenschen zu appellieren, die anderen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Wer einen Masochisten streichelt, verkennt evt. dessen Interesse. Man wird sich erkundigen, vergewissern müssen, was ein Gegenüber erhofft, wenn man Konflikte vermeiden will. „Was du willst, dass man dir tu – das füge ungefragt keinem anderen zu.“ Die Geschmäcker und die Interessen sind unterschiedlich.
Es gibt tatsächlich Menschen, die so frech sind, sich gegen die Einmischungen derer zu verwahren, die ihnen Gutes wollen. Manchmal wehren sie sich sogar mit groben Worten.
Eine alte Anekdote greift die Problematik auf: Ein Kind geht mit seiner Oma im Sonnenschein spazieren. Die Schatten der Straßenlaternen sind deutlich als dunkle Streifen sichtbar. Bei jedem solchen Streifen ruft das Kind „Oma hupf!“ Oma hüpft über den Streifen. Von einem Passanten angesprochen mit den Worten“Du kannst doch deine Oma nicht hüpfen lassen!“ sagt das Kind: „Das ist MEINE Oma. Die kann ich hüpfen lassen wie ICH will.“ Warum das Kind seine Oma hüpfen lasst, weiß nämlich niemand. Sicher auch der rügende Passant nicht. Man erfährt nicht, warum die Oma mitmacht. Was maßt sich der Passant an? Nach meiner persönlichen Erfahrung können oder dürfen Kinder mit Omas vieles machen, was ihnen ihre erziehungspflichtigen Eltern nie durchgehen ließen. Wer will über die Beziehung zwischen Kind und Oma rechten?
Außer in der besonderen Situation des Gewaltgebrauchs gegenüber Familienangehörigen wird sich jede Familie die Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten verbitten. Handlungen gegen das Leben sind meines Wissens in allen Ländern strafbewehrt. Frau mag mit ihrer besten Freundin Luise darüber sprechen, was ihr in ihrer Beziehung zu Gerd-Baltus missfällt. Das gibt Luise nicht das Recht, bei nächster Gelegenheit Gerd-Baltus, vorgeblich im Namen ihrer Freundin, die Leviten zu lesen.
In der Frage von Konflikten zwischen Staaten gilt die Charta der Vereinten Nationen, ausgehend von dem Prizip der Nichteinmischung. Es ist nicht Sache anderer Staaten in inneren Konflikten Partei zu ergreifen oder die aktuelle Regierung durch Sanktionen, Drohungen oder Gewalt Mores zu lehren. Diese Aufgabe müsste schon das Volk übernehmen, le peuple, the people. Es liegt im Ermessen der Bewohner eines Landes die Gesetze zu bestimmen, die innerhalb ihrer Grenzen gelten. Der Staat Deutschland z. B. hat sich ein Recht gegeben, das der Logik der Abstammung folgt, den Prinzipien der eigenen Verfassung zuwiderläuft und von vielen Menschen mit guten Gründen als undemokratisch kritisiert wird. Es steht Kritikern trotzdem nicht zu, gewaltsam durch Krieg oder das Schüren eines Bürgerkriegs das Leben der Bewohner des deutschen Territoriums zu gefährden oder zu vernichten. Auch nicht im Namen derer, die sich vergeblich um eine Einbürgerung bemühen. Keiner Regierung anderer Länder steht es zu, einen Krieg anzuzetteln, um die Ausformung der Menschenrechte durchzusetzen, die sie für richtig halten. Auch wer behauptet berechtigt zu handeln, gehandelt zu haben, muss sich verantworten. Es gibt dafür einen internationalen Gerichtshof. Bombenangriffe auf zivile Wohngebiete, Drohnenangriffe auf muslimische Hochzeitsgesellschaften oder gezielte Tötungen im Feindesland sind verboten. Auch für die NATO und den Wertewesten.

Doppelte Moral

Die doppelte Moral der Herrschenden und der in ihrem Auftrag Regierenden darf gerade in Zeiten nicht übersehen werden, in denen vorgeblich jeder, der an einer durch einen Test nachgewiesenen Krankheit stirbt, ein Toter zuviel ist. In Kriegen, an Hunger, an anderen Krankheiten darf nämlich weiterhin gestorben werden, ohne dass Abhilfe auch nur in Aussicht gestellt würde. Dieser doppelten Moral huldigen in besonderem Maß jene Moralisten, die jeglicher Kritik an ihrem Handeln mit der Rede vom Relativierungsverbot entgegentreten. [ siehe: Relativieren verboten! ] Gestorben wird immer. Warum manche Tode zu besonderen, ehrenhaften, heldenhaften erklärt werden oder als sinnvolle, mitmenschlichen Zwecken dienende Opfer betrachtet, müssen sich die Verfechter einer Lehre schon fragen lassen, die – so war gestern in meiner Tageszeitung zu lesen – 4 Operationssäle schließen, damit ohne jegliches Abwägen medizinischer Möglichkeiten und Notwendigkeiten zuverlässig all jene gerettet werden können, denen vielleicht ein von einem Virus mitverursachter Tod droht.
Meine Vermutung: Die Angst vor einem tödlichen Virus wird mit größtem propagandistischem Aufwand geschürt, um die gegenwärtige Vorbereitung von Kriegen zu verschleiern, die wirtschaftlichen Interessen dienen. Kriege führen zu Toten. Immer. Überall. Auch wenn Militärs lieber über Waffen und Strategien sprechen als über Tote. Mit großem Erfolg basteln derzeit die moralisierenden Vertreter eines absoluten Lebensschutzes an den richtigen Feindbildern, die die wichtigste Grundlage für das Schüren innerer und äußerer Konflikte liefern. Den politischen Moralisierern das Handwerk zu legen und sie an die Aufgabe zu erinnern, Brot und Obdach für alle zu gewährleisten, halte ich deshalb derzeit für die vordringlichste Aufgabe. Wer sich satt fühlt und im Warmen sitzt, lässt sich schwer gegen angebliche Feinde aufstacheln.

Wissenschaftlichkeit

Der wissenschaftliche Heiligenschein deutscher virologischer Experten beginnt zu bröckeln.


https://www.eurosurveillance.org/content/10.2807/ese.18.16.20461-en

https://cormandrostenreview.com/report/

https://cormandrostenreview.com/retraction-request-letter-to-eurosurveillance-editorial-board/