Die materielle Produktion

Das Arbeitsvermögen auf der Grundlage beschränkter natürlicher Ressourcen ist die Grundlage menschlicher Produktion und Reproduktion. Wer der Überzeugung Ausdruck verleiht, die Ausschüttung bedruckten Papiers an diejenigen, die nicht produktiv sein dürfen, könne das Problem beheben geht in die Irre. Diese Lösung ist nur eine vermeintliche: Sie unterstützt nämlich die gegenwärtige Aufteilung der Welt in reiche Staaten mit vielen Armen und wenigen Reichen und arme Staaten mit noch mehr Armen und wenigen Reichen. Wer über die Herkunft des Reichtums der Reichen, die Armut der Menschen und die Armut der öffentlichen Hand nichts zu sagen hat nicht mehr bietet als sozialistische Visionen, Aktionismus gegen Rechts oder moralisch begründeten Pazifismus erleidet notwendigerweise Schiffbruch. Vor allem die deutsche Linke und die LINKE samt ihrer parteinahen Stiftung sagen zur Produktion, dem Ursprung des Reichtums nichts und haben den aktuell lebenden Produzenten nichts mehr zu sagen. Gerechtigkeitsvisionen können realitätsbezogene politische Handungsalternativen nicht ersetzen und finden deshalb auch nicht den Zuspruch der vielen, die auf materiell gerechtere Zustände hoffen.

Im „Blättchen“ ist ein Text von Bernhard Romeike zu finden, der die Situation der deutschen Linken gut beschreibt. Er schließt mit den Worten: „Aber während Marxisten früher darüber nachdachten, wie denn die „materielle Produktion“ funktioniert und anders gestaltet sein kann, glauben manche Linke heute auch hierzulande, der Strom kommt aus der Steckdose und das Geld aus dem Geldautomaten oder steckt im Smartphone.“
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