betr.: Julian Assange

Nur weil Streckbänke nicht mehr üblich sind, kann man nicht behaupten, es gebe keine Folter mehr. Die (Widerstands)Kraft von Menschen zu brechen – dafür gibt es inzwischen vielerlei Methoden.
Foltermethoden werden angewandt gegen alle möglichen „Verdächtigen“. Verdächtig werden ist nicht so schwer wie sich manche denken. Julian Assange ist einer von möglicherweise vielen Fällen, in denen anerkannte, vorgeblich rechtsstaatliche Institutionen Vorwürfe konstruieren, die missliebige Meinungen unterdrücken sollen. Während in Deutschland auf breitester Front gegen Rassismus gekämpft wird, besser: gegen das, was manche dafür halten, schleichen sich durch die Hintertür Zustände ein, die sich Orwells 1984 annähern. Oder auch „Fahrenheit 451“. Noch werden keine Bücher verbrannt, aber Information wird so gut es geht unterdrückt. Quellen, Autoren, Texte werden als wahrscheinlich unwahr an den Rand der gesellschaftlichen Debatte verschoben, etc.
Julian Assange ist ohne jeden Zweifel ein Kämpfer für Transparenz des Handelns von Regierenden und Herrschenden. Was mit ihm gemacht wurde und noch gemacht wird hat der UN-Berichterstatter Nils Melzer öffentlich kritisiert. Berichtet wird über Melzers Kritik nur selten.

Interview mit Nils Melzer

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s