Kontaktschuld

Der Zucker in der Schublade neben dem Salz muss sich ob dieser Nähe rechtfertigen oder umgekehrt. Je nach Interesse  wird der Inhalt beider Schubladen als versüßt oder versalzen bezeichnet. Welcher Reinheitsgrad für welchen Zweck erforderlich ist, wird von den Beurteilenden nicht offen gelegt.

Es gibt immer  Leute,  die gerne zu einer uralten Argumentations-, Denunziations- und Verurteilungsstechnik greifen, die uns „Abendländer“ mindestens seit der Inquisition begleitet. Ich bezeichne sie mit dem Stichwort „Kontaktschuld“. Die Zuweisung einer Kontaktschuld ist die bevorzugte Ausgrenzungstechnik  der gesellschaftlich Handelnden, die jegliche freie Debatte unterdrücken wollen, den gedanklichen Horizont auf den Radius Null einengen, letztendlich autoritäre, diktatorische Ziele verfolgen.

Vielen ist der eigene Gebrauch dieser Technik nicht bewusst. Gerade das macht sie   gefährlich.

 

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Propaganda

Seit Jahrhunderten wissen wir: Die Bedrohung kommt aus dem Osten. Erst waren´s die Hunnen, dann die Türken und dann 1914 auch noch eine Umklammerung durch die Feinde in West und Ost. Nach dem Ende der Herrschaft der Romanows 1917 haben die kriegslüsternen Moskowiter sich ein europäisches Land nach dem anderen unter den Nagel gerissen und die dort lebende Bevölkerung versklavt. Aktuell werden in den von ihnen eroberten Landen homosexuelle Paare gezwungen, sich zu trennen. Jeder Untertan über 18 muss auf dem Einwohnermeldeamt ein Kapitel aus einem Buch von Dostojewski auf Russisch vorlesen und anschließend in der Herrschaftssprache nacherzählen, um einen Personalausweis zu bekommen. Die psychischen Qualen der Winterdepression münden in fürchterlich schwermütigen Liedern, weil nur Reichen und dem Präsidenten erlaubt ist, sie durch geeignete Drogen zu bekämpfen. Täglich zwischen 15 und 16 Uhr müssen die geknechteten Bewohner der annektierten Länder ihr Smartphone aus den Händen legen, sich zu zweit an einen Tisch setzen und Schach spielen statt Pokemon go.

Kann man hierzulande als „Vorleistung“ für Verhandlungen nicht ein bisschen Verständnis für ein Land aufbringen, dessen Territorium 1812, 1914 und 1941  von Armeen aus dem Westen angegriffen und verwüstet wurde und in dem über mehrere Jahre Interventionstruppen aus 14 Ländern in innere Auseinandersetzungen eingriffen? Kann man vor diesem Hintergrund nicht akzeptieren, dass sie von einen Präsidenten vertreten werden, der manchem von uns vielleicht nicht gefällt? Muss man wirklich ein Land und seinen gewählten Präsidenten in den Medien ständig als den „Gottseibeiuns“ und seine Heimat darstellen?

Frieden!

Die enttäuschend geringe Teilnehmerzahl bei der Friedensdemo am 08. Oktober in Berlin 8000 – 10.000 Menschen bei bundesweiter Mobilisierung –  lässt mich Schlimmes vermuten. Könnte es sein, dass nach zwei Weltkriegen  viele Menschen – auch solche, die sich für links halten – Warnzeichen nicht erkennen?  Wer sich in unserer Vorkriegszeit, wie sie Egon Bahr vor Schülern nannte, nicht für den Frieden einsetzt wird sich möglicherweise über Rente und Freihandel keine Gedanken mehr machen müssen.

Weiterlesen „Frieden!“

Sparkassen

Im Landkreis Bayreuth soll eine Reihe örtlicher Filialen der Kreissparkasse geschlossen werden. Dazu berichtete der Nordbayerische Kurier.
Hier mein Leserbrief zum Thema „Sparkassen“:

Meinen abschließenden Hinweis auf die Kennfarbe haben sie mir  gestrichen. „Es gibt eine Alternative – sie wirbt allerdings nicht in der Farbe Blau, sondern mit einem satten Rot“

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