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Seit Jahrhunderten wissen wir: Die Bedrohung kommt aus dem Osten. Erst waren´s die Hunnen, dann die Türken und dann 1914 auch noch eine Umklammerung durch die Feinde in West und Ost. Nach dem Ende der Herrschaft der Romanows 1917 haben die kriegslüsternen Moskowiter sich ein europäisches Land nach dem anderen unter den Nagel gerissen und die dort lebende Bevölkerung versklavt. Aktuell werden in den von ihnen eroberten Landen homosexuelle Paare gezwungen, sich zu trennen. Jeder Untertan über 18 muss auf dem Einwohnermeldeamt ein Kapitel aus einem Buch von Dostojewski auf Russisch vorlesen und anschließend in der Herrschaftssprache nacherzählen, um einen Personalausweis zu bekommen. Die psychischen Qualen der Winterdepression münden in fürchterlich schwermütigen Liedern, weil nur Reichen und dem Präsidenten erlaubt ist, sie durch geeignete Drogen zu bekämpfen. Täglich zwischen 15 und 16 Uhr müssen die geknechteten Bewohner der annektierten Länder ihr Smartphone aus den Händen legen, sich zu zweit an einen Tisch setzen und Schach spielen statt Pokemon go.

Kann man hierzulande als „Vorleistung“ für Verhandlungen nicht ein bisschen Verständnis für ein Land aufbringen, dessen Territorium 1812, 1914 und 1941  von Armeen aus dem Westen angegriffen und verwüstet wurde und in dem über mehrere Jahre Interventionstruppen aus 14 Ländern in innere Auseinandersetzungen eingriffen? Kann man vor diesem Hintergrund nicht akzeptieren, dass sie von einen Präsidenten vertreten werden, der manchem von uns vielleicht nicht gefällt? Muss man wirklich ein Land und seinen gewählten Präsidenten in den Medien ständig als den „Gottseibeiuns“ und seine Heimat darstellen?

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