Bayerische Niederungen

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Nichts illustriert die Probleme der bayerischen Linken besser als dieser FB-Beitrag.

Die Fragestellung suggeriert, dass Ursachen im wesentlichen in der LINKEN selbst liegen müssen und vermeidet jeglichen Bezug zu den äußeren Bedingungen, die man gerne die objektiven nennt. Sie zeigt, dass manchen Nabelschau wichtiger ist als Umschau.

Die Fragestellung übernimmt eine, wenn nicht sogar die wichtigste Denkfigur der in Bayern seit 60 Jahren unangefochten herrschenden Konservativen, nämlich eine landsmannschaftliche Sichtweise. Die Wendung „Mia san mia“ hat nicht der FC Bayern erfunden, sondern sie hat von Franz Strauß über die CSU, Stoiber und Hoeneß auf den Fußball übergegriffen

Diese landsmannschaftliche Sichtweise verringert die Möglichkeiten, sich eine gründliche Analyse der spezifisch bayerischen Ausprägungen des Kapitalismus zu erarbeiten. Statt über den eigenen Tellerrand zu schauen und evt. Ähnlichkeiten und Unterschiede  in den länderspezifischen Ausformungen des gegenwärtig herrschenden Neoliberalismus zum Ausgangspunkt zu nehmen, wird die bevorzugte Denkfigur der in Bayern  Regierenden gestützt. Weiterlesen „Bayerische Niederungen“