Enttäuscht!

Wer sich eine Partei vorstellt, die das theoretische Konstrukt „Klasseninteresse“ vertritt, also einen angenommenen allgemeinen Willen, wird notwendigerweise enttäuscht, sobald er feststellt, dass auch eine solche Partei gestaltet wird, nicht anders gestaltet werden kann, als unter Berücksichtigung der vielen, äußerst unterschiedlichen Vorstellungen und Interessen aller, nämlich der einzelnen Mitglieder.

Wer sich erhofft, die Partei werde die individuell geprägten Ziele erfüllen, die er sich fälschlicherweise als Gemeininteresse zurechtgelegt hatte, muss enttäuscht werden. Ursache der Enttäuschung sind nicht allein uneingelöste Versprechen, sondern auch die eigene fehlerhafte Einschätzung dessen, worauf man sich beim Beitritt  zu einer Partei einlässt.

 

 

 

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Toll!

Heute in der Zeitung: Für die gehobene Gastronmie gibt es jetzt einen 3D-Drucker, der Leberwurst – vielleicht muss man in der Preisklasse  -pastete sagen –  eine dekorative Form gibt.
Unter Umgehung von Lohnkosten kann man dafür sorgen, dass  uns in der Wertegemeinschaft die Delikatessen nicht langweilig werden.
 

Besondere Rechte von Menschen, die …

Es hat sich eingebürgert unterschiedliche Eigenschaften von Menschen nicht mehr klar zu benennen. Man gibt vor, das richte sich gegen Diskriminierung.  Gleichzeitig gibt es seltsamerweise immer mehr besondere, besonders detaillierte, besonders schwer zu verstehende Gesetze zum Schutz kleiner und kleinster Menschengruppen mit jeweils ganz besonderen physischen oder psychischenMerkmalen.

Alle Menschen sind gleich.  Man muss keine Unterschiede erfinden, um  ihren individuellen Bedürfnissen besser gerecht werden zu können. Jeder der müde ist, hat das Recht auf eine Pause – auch ohne amtliche Bestätigung eines besonderen Bedarfs.

Es gab einmal eine Forderung „1 Stunde = 50 Min. + 10 Min. Pause“  für alle in einförmigen Arbeitsabläufen und bei einseitiger körperlicher Belastung.

Zu theoretisch? Beispiele gefällig?

Sie wollten schon immer einmal bei Ihrer Gemeindeverwaltung nachfragen, welchen Sinn allzeit verschlossene WCs haben? Sie selbst finden sehr häufig unterwegs selbst gegen Gebühr keine öffentliche Toilette?  Sollten Sie erstens zum Personenkreis gehören, der es weiß, zweitens unter eines der Merkmale A, B und/oder C fallen, haben Sie drittens die Möglichkeit bei der Behörde XY, die mir leider entfallen ist, gegen Gebühr einen Schlüssel zu bekommen. Dieser Schlüssel erlaubt für amtlich Berechtigte den Zutritt zu der geheimnisvollen, immer verschlossenen Tür mit Überbreite auf der das Piktogramm „Mensch mit Rolli“ klebt.

Ihnen wird mulmig, wenn sie freie Sicht nach unten über 3-4 Stockwerke haben oder gar 30-40 Meter? Nicht einmal die Bahnpolizei kann Ihnen sagen, wo es im Hauptbahnhof Berlin ein Treppenhaus gibt.

Beurteilen oder Spekulieren?

Etwa seit dem Brexit-Schock überschlagen sich die Ereignisse.Von „Sommerloch“ kann keine Rede sein. Auf FB und in den Kommentarseiten der Zeitungen „argumentieren“ die Spekulatiusse um die Wette. Wissen im engeren Sinn: Null. Wer sich ein begründetes Urteil bilden will, nutzt zur Zeit das Internet zum Sammeln von Belegen, Hinweisen. Mehr ist zur Zeit nicht drin. Deshalb kommt von mir gegenwärtig ….

Nix

Betrifft: Bernie Sanders, Jeremy Corbyn

Viele spekulieren darüber, was Bernie Sanders bewogen hat, sich „hinter Hillary Clinton zu stellen“. Wer das tut, sollte seine eigene Stellungnahme kennen.( Lust auf Übersetzungsarbeit habe ich im Moment keine.)

Auch die Situation zur Labour Party und Jeremy Corbyn wird hierzulande nicht gerade mit journalistischer Sorgfalt dargestellt.

Zu beidem

Sanders – Brief an seine Unterstützerinnen

Abschlussbericht zur Darstellung von Jeremy Corbyn in den Medien  [London School of Economics]

„Querfront!“

eins links, eins rechts und quer

Die zitierte Sentenz von Ernst Jandl hat derzeit Hochkonjunktur im Feuilleton und auf T-Shirts. Auf letzterem begegnete sie mir am vergangenen Wochenende im Rahmen eines Parteitags der LINKEN, seltsamerweise ohne die letzte Zeile. Da bin ich gestolpert.

Während der 3 Lebensjahre, die ich in der Oberstufe eines deutschen Gymnasiums der Typklasse G9 verbrachte, hasste ich die Aufgabenstellung „Interpretation“. Bald 50 Jahre später sehe ich mich genötigt, eine zu verfassen. Anders als „Ottos mops trotzt“ geht „lichtung“ über das Sprachspiel hinaus und verweist auf die Möglichkeit und Notwendigkeit von Unterscheidungen und ihren Grundlagen in einer demokratischen Debatte. Wer die letzte Zeile einfach weglässt, läuft Gefahr der dogmatisierenden Reinkultur eines der beiden Enden oder Pole zu erliegen.

Das Bändchen

Kinder, die auf die Welt kommen, kennen keinen Unterschied zwischen links und rechts. Sie erwerben diese Unterscheidungsfähigkeit   in mehreren Stufen. Weiterlesen „„Querfront!““