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Zur gegenwärtig umstrittenen Verleihung eines Preises der Wagner-Stadt Bayreuth an „Code Pink“

Es macht einer dem Skeptizismus zuneigenden Agnostikerin enormen Spaß, das Buch eines Shlomo Sand zu lesen, das viele Hinweise darauf zusammenfasst, dass es sich beim Zionismus um den zumindest rassistisch beeinflussten Gründungsmythos eines Staates handelt, der auch aggressiv nationalistische Züge trägt. Dessen aktuelle Regierung und ihre bedingungslosen Unterstützer hierzulande schrecken nicht davor zurück, jede Kritik am Handeln dieses Staates als Rassismus und Antisemitismus zu denunzieren.

Eigentlich ziemlich blamabel, wenn einem Preisverleiher das intellektuelle Rüstzeug fehlt, seine Entscheidung jenseits des politischen Tagesgeschäfts vernünftig zu begründen. Es lebe das Vor-Urteil.

Ergänzung ein paar Stunden später:

Hurra! Mit einer dünnen Mehrheit (23: 41) hat sich gestern am Abend der Bayreuther Stadtrat für die Verleihung des Toleranzpreises an Code Pink entschieden.

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